Aus dem Newsletter des Theaters an der Wien:
Der Sommer im Theater an der Wien war turbulent und spannend. Wir freuen uns, dass das Don Juan-Doppelprojekt - die Verknüpfung von Mozarts "Don Giovanni" und Schulhoffs "Flammen" - so positiv und erfolgreich angenommen worden ist. Darunter finden Sie die aktuellen Termine für den September 2006.»WIENER PHILHARMONIKER & Valery Gergiev«
Matinee am 3. September, 11.00 Uhr
Das finale Abschlußkonzert des 55. und letzten KlangBogen Wien wird kommenden Sonntag mit einer "Philharmonischen Matinee" begangen. Erstmals findet das traditionelle Finale mit den Wiener Philharmonikern im Theater an der Wien statt. Unter der musikalischen Leitung von Valery Gergiev spielen die Wiener Philharmoniker Werke von Schumann, Schostakowitsch und Brahms. Detailinformationen
Der KlangBogen Wien hat heuer zum letzten Mal in seiner bewährten Form stattgefunden. Das Festival wurde schon heuer sinngemäß in den Spielplan des neuen ganzjährig bespielten Opernhauses eingegliedert. Die Marke "KlangBogen" wird zwar nicht weitergeführt, allerdings werden jedes Jahr im Sommer zwei Opernproduktionen und auch Konzerte im Theater an der Wien präsentiert.
»Ballett REQUIEM | John Neumeier | Hamburg Ballett«
Premiere: 15. September, 20.00 Uhr
Reprisen: 16. und 17. September
Im Theater an der Wien hat auch der zeitgenössische Tanz seinen fixen Platz. John Neumeier hat schon 2005 im Rahmen des OsterKlang Wien mit seiner "Winterreise" das Wiener Publikum begeistert. Ab 15. September ist das Hamburg Ballett mit Neumeiers Ballett "Requiem" im Theater an der Wien zu Gast. Unterwegs zwischen Leben und Tod gestaltet John Neumeier seine "choreografischen Meditationen" zur Musik des Mozart-Requiems und fügt einstimmige Gesänge im Gregorianischen Choral hinzu. Es spielt das Wiener KammerOrchester unter der musikalischen Leitung von Erwin Ortner. Detailinformationen
SILVESTER im Theater an der Wien:
"Über's Jahr - mit Michael Heltau"
Es gibt ein Leben vor der Pummerin und nach dem Donauwalzer!
Termine: 30. und 31. Dezember, 19.30 Uhr (bis ca. 22.30 Uhr)
Der Kartenvorverkauf hat bereits begonnen.
Mit Liedern, Chansons, Songs, Couplets, Gstanzln, Gassenhauern und Wienerliedern lässt der einzigartige Michael Heltau den Silvesterabend zu einem unvergesslichen Abend werden.
Kartenbestellungen
Tel. +43 1 588 85 (Wien Ticket)
Tageskassa im Theater an der Wien:
1060 Wien, Linke Wienzeile 6 (tgl. 10 bis 19 Uhr)
Internet: http://www.theater-wien.at
Vorschau Volksoper Wien: Premiere TURANDOT
Erstmals - 80 Jahre nach ihrer Urauffuehrung - wird mit der Premiere am 27. Oktober 2006 Giacomo Puccinis letzte Oper "TURANDOT" an der VOLKSOPER WIEN an insgesamt 8 Abenden (bis 25.11.) gezeigt werden, in der Fassung von Franco Alfano und in italienischer Sprache mit deutschen Uebertiteln.Insbesondere seit Luciano Pavarotti bei der Fußball-Weltmeisterschaft 1990 "Nessun dorma" zu einem Welt-Hit und "Turandot" somit zu einer echten "Volksoper" machte, laesst diese Liebesgeschichte um die "eiskalte" Prinzessin Turandot und Calaf "keinen schlafen.- vincerò."
Volksoper Wien Premiere: Freitag, 27. Oktober 2006, 19.00 Uhr: TURANDOT
Lyrisches Drama in drei Akten und fuenf Bildern
Ergaenzt von Franco Alfano
Libretto von Giuseppe Adami und Renato Simoni
Musik von Giacomo Puccini (1858-1924)
In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln
Weitere Vorstellungstermine: 29. Oktober; 5., 9., 12., 18., 20., 25. November 2006
Karten: +43/1/513 1 513, Information: +43/1/514 44-3670
http://www.volksoper.at , mailto:tickets@volksoper.at
Musikalische Leitung: Leopold Hager/Alfred Eschwé
Inszenierung: Renaud Doucet
Buehne und Kostueme: André Barbe
Turandot: Eva Urbanová (Hausdebuet)/Rachael Tovey (Hausdebuet)
Calaf: Aleksandrs Antonenko (Hausdebuet)/Roy Cornelius Smith (Hausdebuet)
Liù: Melba Ramos/Leticia Brewer (Hausdebuet)
Altoum: Peter Minich/Ernst-Dieter Suttheimer
Timur: Albert Pesendorfer/Sorin Coliban
Mandarin: Einar Th. Gudmundsson/Karl Huml
Ping, Kanzler: Klaus Kuttler/Daniel Schmutzhard
Pang, Marschall: Karl-Michael Ebner/Christian Drescher, Pong, Kuechenmeister: Sebastian Reinthaller/Thomas Sigwald
u.a.
Die szenische Umsetzung ist dem franko kanadischen Erfolgs-Duo Renaud Doucet (Inszenierung und Choreographie) und André Barbe (Buehne und Kostueme) anvertraut, die durch zahlreiche Opern-Inszenierungen in Nordamerika und Europa auf sich aufmerksam machten, ebenso mit ihrem bislang einzigen und international beachteten Ausflug ins Musical-Fach, der Inszenierung von Rodgers & Hammersteins Musical-Welthit "The Sound of Music" an der Volksoper (wieder am Spielplan ab 30. September 2006, Sandra Pires und Martina Dorak alternieren als Super-Nanny Maria Trapp).
In der Titelpartie der chinesischen Prinzessin Turandot wird sich mit Eva Urbanová die Erste Dame der tschechischen Opernszene und Star am Prager Nationaltheater erstmals an der Volksoper praesentieren. Ein Wiedersehen gibt es mit KS Peter Minich als Altoum.
Die Urauffuehrung der Oper fand vor 80 Jahren an der Mailaender Scala statt (25.4.1926). Nicht nur die Popularitaet ihrer Arien, auch die beeindruckenden Massenszenen rechtfertigen fuer "Turandot" das Praedikat Volksoper.
Puccini erlebte "Turandot" nicht mehr auf der Buehne. Der Dirigent Arturo Toscanini bat Franco Alfano, einen ehemaligen Schueler Puccinis, das Werk fuer die Urauffuehrung zu vollenden; diese Fassung wird auch an der Volksoper zu hoeren sein.
Bad Ischl: Hinweis für kurzentschlossene Operetten-Interessierte!
Nur noch kurze Zeit (bis Ende August) laufen die Operettenproduktionen des Bad Ischler Lehár Festivals "Die lustige Witwe" von Franz Lehár und die nach langem wieder aufgeführte "Fatinitza" von Franz v. Suppé. Unter der Intendanz von Dr. Michael L a k n e r ist in diesem Jahr ein Doppelerfolg gelandet worden: Das Regiedebut der beliebten Schauspielerin Ulrike B e i m p o l d mit der "Witwe" verlief glücklich, und die so gut wie nie gesehene "Fatinitza" (dreieinhalbstündig und trotzdem kurzweilig) in der Regie von Leonhard C. P r i n s l o o entwickelte sich zu einem wahren Gustostückerl für allle Operettenraritäten-Interessierte.Termine: "Fatinitza" am 2o. August 2006 als Nachmittagsvorstellung um 15.30 Uhr und das letzte Mal (!) am 25. August 2006 um 20.00 Uhr; "Die lustige Witwe" am 19. und 26. August 2006 als Abendvorstellung um 20.00 Uhr und zum letzten Mal (!) am 27. August 2006 als Nachmittagsvorstellung um 15.30 Uhr.
Theaterinteressierte seien noch auf die vom Operetten-Aufführungsort gar nicht weit entfernte (an derEsplanade) derzeit laufende Ausstellung im Museum der Stadt Ischl zum 80. Geburtstag des Star-Bühnenbildners Günther SCHNEIDER-SIEMSSEN "Die Bühne - mein Leben" aufmerksam gemacht, wo jeweils über eine halbe Stunde lang über den "Bühnenzauber" (Erzeugung von Theatereffekten) Filme angesehen werden können.
Kontakt: Lehár Festival Bad Ischl Tel. : +43 (0)6132 238 39, mailto:info@leharfestival.at
Museum der Stadt Bad Ischl: Öffnungszeiten tägl. v. 10.00 bis 17.00 Uhr, mittwochs von 14.00 bis 19.00 Uhr, montags geschlossen.
Fulminanter Erfolg für Sommeroper Schärding mit Rossini-Rarität unter der künstlerischen Leitung von Gerhard Lessky
Einhelliger Erfolg bei Publikum und Presse/große Nachfrage/ weitere Vorstellungen: 19. u. 25. August 2006Mit Gioacchino Rossinis Rarität "L'occasione fa il ladro" ("Gelegenheit macht Diebe") gelang der Sommeroper Schärding unter seinem künstlerischen Leiter Gerhard Lessky heuer nach dem bejubelten "Barbier von Sevilla" im Vorjahr ein weiterer großer Coup:
Rossinis musikalische Farce, die am vergangenen Freitag in der deutschen Fassung im Rahmen der Sommeroper Schärding im Kubinsaal eine glanzvolle Premiere erlebte.
"Die turbulente Verwechslungskomödie ist ein gefundenes Fressen für das vom unbändigen Theaterinstinkt des Dirigenten Gerhard Lessky auf instrumentale Brillanz getrimmte Orchester und die stimmlich wie komödiantisch keinen Wunsch offen lassende Vokalistentruppe.
Ein Sonderlob gebührt der phantasievollen, temporeichen, effektsicheren, jede räumliche Möglichkeit des Kubin-Saales clever nutzenden Inszenierung durch Michael Garschall und sein Team. Lautstarke Begeisterung!" urteilte die „Neue Kronenzeitung“ in ihrer Premieren-Kritik.
Man darf und soll lachen
Ebenso beeindruckt zeigten sich die "Oberösterreichischen Nachrichten" in ihrer Rezension und schrieben u.a.: "Gerhard Lessky leitete umsichtig ein akkurat zupackendes Orchester und entfachte vom Pult aus mit zügigen Tempi Rossinis zündendes Feuerwerk an meisterlichen Ideen.
Auch bei diesem Werk des erst 20-jährigen Rossini ging Gerhard Lessky nach seinem bewährten Erfolgsrezept, das unter dem Motto "Exquisit, aber nicht elitär" steht, vor: Mit einem jungen, stimmlich hervorragenden und rollendeckenden Ensemble präsentierte er Rossinis Einakter auf der von Alexandra Burgstaller praktikabel und geschmackvoll arrangierten Bühne zeitgemäß und unterhaltsam.
Kein Wunder also, dass die Schärdinger Rossini-Produktion auch von der Presse einhellig positiv bewertet wurde: So berichtete das "Neue Volksblatt" unter dem Titel "Unbekannte Rossini-Oper erfolgreich" u.a.: "Neben der mit einer 'geläufigen Gurgel' ausgestatteten Sopranistin Maria Rosendorfsky und dem stimmgewaltigen Bariton Clemens Unterreiner bewährten sich Bibiana Nwobilo, Kirlianit Cortes, Florian Spiess und Florian Ehrlinger. Michael Garschalls Inszenierung verlegte die Handlung, dem heutigen Trend folgend in die Gegenwart und sorgte durch gelungene Überraschungseffekte für eine heitere Grundstimmung.
Der in Schärding geborene Dirigent Gerhard Lessky war auf mitreißenden Schwung bedacht, fand aber auch in lyrischen Momenten zur gebotenen Innigkeit. ... Der begeisterte Applaus galt allen Beteiligten".
Weitere Aufführungen des Rossini-Einakters zeigt die Sommeroper Schärding noch am 19. und 25. August 2006 (Beginn jeweils um 20:00 Uhr).
Weitere Informationen sowie Fotodownload unter http://www.sommeroper.com
Wiener VOLKSOPER und MOZART UND DIE FRAUEN
Am 12. September um 20 h bietet die Volksoper ein vergnügliches Programm von Alexander Kuchinka und Christoph-Wagner-Trenkwitz unter dem Titel MOZART UND DIE FRAUEN - Das Wolferl und die liebe Libido. Mit Musik von W.A.Mozart, Irving Berlin, Ralph Benatzky, einem Text von Wolf Wondratschek, zwei Liedern von Georg Kreisler und einem Song von Sam Madwar und Daniel Große Boymann.Ulrike Beimpold, Alexander Kuchinka und Christoph Wagner-Trenkwitz sind die Ausführenden.
Am 14. September wird DON GIOVANNI wieder aufgenommen (Hager/Eschwé; Ramos/Ellen/Kaiser, Brunner/Simonian, Soukop, Larsen/Stiefermann, Klink/Behle, Schelomianski/Gudmundsson, Coliban/Huml, Raab/Cerny), die Wiederaufnahme der HOCHZEIT DES FIGARO erfolgt am 25.9. (Rundel/Schüller; Aleksanyan/Kaiser, Bogner/O'Laughlin, Riedl/Simonian, Bönig/Girardi; Wagner/Woldt, Hausmann/Koch/Larsen, Huml/Coliban.
Karten: mailto:tickets@volksoper.at, Infos Tel. 51444-3670
Neues aus dem Stadttheater Baden bei Wien
Eine sehr erfolgreiche Jubiläums-Sommersaison neigt sich ihrem Ende zu, am 3. September geht die 50. Vorstellung dieses Sommers in der heuer hundertjährigen Sommerarena über die Bühne.Ein besonders Highlight war die ORF-Aufzeichnung der Operettenproduktion „Der Bettelstudent“ in der Regie von Robert Herzl und in der Ausstattung von Pantelis Dessyllas, mit Thomas Sigwald, Kip Wilborn, Jürgen Trekel, Regula Rosin, Anke Berndt und Frauke Schäfer in den Hauptpartien.
Diese Aufzeichnung wird am 9. September 2006 um 13 Uhr 10 im Sender ORF 2 gezeigt.
Wintersaison 2006/2007 am Stadttheater Baden
Den Auftakt zur neuen Wintersaison am Stadttheater Baden macht ein
Heinrich-Strecker-Konzert mit dem Titel „Machst mich verliebt, Musik!“, anlässlich des 25. Todestages des Komponisten am 30. September 2006 um 19.30 Uhr.
Unter der Musikalischen Leitung von Franz Josef Breznik hören Sie das Badener Städtische Orchester. Solisten sind Katrin Fuchs, Barbara Pahya,
Franziska Stanner, Roman Martin und Sebastian Reinthaller.
Die erste Premiere am 14. Oktober 2006 um 19.30 Uhr heißt „Giuditta“ von Franz Lehár, in der Inszenierung von Isabella Fritdum. Am Pult steht Franz Josef Breznik, für die Ausstattung ist Susanne Thomasberger verantwortlich. Auf der Bühne sind u.a. Publikumslieblinge wie Morenike Fadayomi, Katja Reichert und Heinz Zuber zu erleben.
Am 18. November um 15 Uhr hat „Der kleine Muck“, das Weihnachtsmärchen in der Inszenierung und Bearbeitung von Beppo Binder, Premiere. Auch heuer wird es ein spannendes Gewinnspiel für alle Kinder geben!
Carl Michael Ziehrers „Der Fremdenführer“ hat am 9. Dezember 2006 um 19.30 Uhr Premiere. Regie führt der Künstlerische Direktor des Stadttheaters, Robert Herzl, für die Ausstattung ist Pantelis Dessyllas verantwortlich, die Musikalische Leitung hat Alexander Negrin über. Es singen u.a. Gabriele Kridl, Barbara Payha, Franziska Stanner, Rollie Braun, Roman Martin, Klaus Ofczarek, René Rumpold, Thomas Sigwald und Rudolf Wasserlof.
Am 13. Jänner 2007 um 19.30 Uhr hat Fritz Kreislers „Sissy“ in der Inszenierung von Peter Preissler, in der Ausstattung von Thomas Pekny und unter der Musikalischen Leitung von Oliver Ostermann Premiere. Auf der Bühne zu erleben sind u.a. Claudia Dallinger, Katja Reichert, Tanja Watzinger,
Alexander Kaimbacher, Helmut Wallner und Jörg-Tim Wilhelm.
Das Musicalhighlight der Saison heißt „Les Misérables“ von Claude-Michel Schönberg, inszeniert von Robert Herzl, in der Ausstattung von Manfred Waba und unter der Musikalischen Leitung von Franz Josef Breznik, Premiere ist am
17. Februar 2007 um 19.30 Uhr. Es singen und spielen u.a. Johanna Arrouas, Patricia Nessy, Darius Merstein-MacLeod, Chris Murray, Reinwald Kranner.
Auch in der neuen Saison werden wieder vier Schauspiel-Gastproduktionen im Stadttheater Baden angeboten:
Shakespeares „Viel Lärm um nichts“ (eine Produktion der Shakespeare Festspiele auf der Rosenburg, 17.-19. Oktober), Ferdinand Raimunds „Die gefesselte Phantasie“ (eine Produktion der Raimundspiele Gutenstein, 21.-23. November), „Die Sternstunde des Josef Bieder“, ein Gastspiel mit Otto Schenk (von 20.-22. Februar 2007) und „Die Katze im Sack“ von Georges Feydeau, ein Gastspiel des Landestheaters Niederösterreich (von 11.-13. April 2007).
Am 14. Dezember 2006 präsentiert sich der Chor des Stadttheaters bei einem stimmungsvollen Advent-Chorkonzert, am 12. Jänner 2007 gibt es ein Konzert des Radio-Symphonie-Orchesters (RSO) zu hören, am 3. Februar 2007 gibt es das obligate Faschingskonzert und am 30. März widmet sich ein Ballettabend dem Komponisten Walter Jurmann und seinen musikalischen Zeitgenossen Kurt Weill und Erich Wolfgang Korngold, choreographiert wird der Abend von
Mátyás Jurkovics, es tanzt das Ballettensemble des Stadttheaters Baden.
Diesem Abend folgt am 21. April ein Jurmann-Konzert, zu hören sind Melodien wie „Veronika, der Lenz ist da“, „San Francisco“ u.a., die Musikalische Leitung hat Franz Josef Breznik über, es spielt das Badener Städtische Orchester.
Ein ganz besonderes Ereignis geht am 28. April 2007 um 19.30 und am 29. April 2007 um 15.00 Uhr über die Bühne: Unter dem Titel „Frühere Verhältnisse“, Komische Oper in einem Akt nach Johann Nestroy, hat eine Oper von
Oliver Ostermann Weltpremiere im Stadttheater Baden!
Es singen: Elisabeth Flechl, Katja Reichert, Manfred Equiluz und René Rumpold.
Karten unter: 02252-48547
Schriftlich: Stadttheater Baden, Theaterplatz 7, 2500 Baden, Fax: 02252-48338-50
mailto:ticket@stadttheater-baden.at
http://www.stadttheater-baden.at
am Kiosk des Stadttheaters sowie an jeder Österreich Ticket Verkaufsstelle
Bilanz der 30. Innsbrucker Festwochen 2006
Mit einem umfassenden Schwerpunkt widmeten sich die 30. Innsbrucker Festwochen dem 250. Geburtstag von Wolfgang Amadeus Mozart. Im Mittelpunkt standen zwei Opernproduktionen – „Don Giovanni“ und „Il Re pastore“ – in der Regie von Vincent Boussard und mit den Kostümen von Christian Lacroix. Festwochenchef René Jacobs riss am Pult des Freiburger Barockorchesters mit einer gänzlich überarbeiteten Partitur und einem jugendlichen Verführer Presse und Publikum zu Begeisterungsstürmen hin, während Alessandro de Marchi am Cembalo der Academia Montis Regalis mit bewegenden und lyrischen Momente der frühen Mozartoper die Besucher verzauberte. Der Congress war Ort eines weiteren Gipfelsturms: Unter dem Titel „Olymp der Symphonie“ ließ Jacobs seiner CD-Aufnahme für Harmonia Mundi France ein beeindruckendes Konzert mit Mozarts wohl berühmtester Symphonie vorangehen. Auch Jupiter war, wie schon zuvor der Don Giovanni, gründlich überarbeitet und bis in Details der blinkenden Orchesterfarben aufgefrischt worden. Konzerte mit Liedern, Klaviersonaten und dem Klarinettenquintett rundeten das Programm musikalisch ab, ein internationales Symposium zur aktuellen Aufführungspraxis der Werke Mozarts inhaltlich.„Mozartflüchtlinge“ freuten sich über Konzerte aus dem Kernbereich der Alten Musik. Darunter verlockten Chorkonzerte des Choir of Clare College zur „Himmlischen Clareheit“ der englischen Renaissance (22.08.) und des Cantus Cölln zur Rast in „Gottes Garten“, aus der Feder Claudio Monteverdis (19.08.). Kammermusikalisch begab sich Friederike Heumann auf die Reise zum „Athen an der Spree“ und seiner empfindsamen Gambenliteratur (23.08.), während Monica Hugett mit Werken von Bruhns und Biber ihr „Herz auf der Saite“ tragen durfte und Publikumsjubel erntete (25.08.).
Besondere Beachtung fand der neue Spielort im Festwochenprogramm. Die Besucher des 19.08. wurden von Abt German Erd erstmals in Stift Stams begrüßt und genossen das Flair des historischen Rahmens. Die zweite Chance nutzten die Besucher beim OpeRn Air, das letztes Jahr wegen Hochwassers entfallen musste. 4000 Besucher fanden das Konzept einer Ausstrahlung der Hörfassung des „Don Giovanni“ in den Hofgarten ansprechend und bevölkerten die Hofgartenwiesen für eine milde, mozartsatte Sommernacht.
Die Ambraser Schlosskonzerte präsentierten mit einer Auslastung von 100 Prozent einen Bogen von Canciones und Romanzen der spanischen Renaissance über englische Lautenlieder bis hin zu Kammermusik des Jahresregenten Wolfgang Amadeus Mozart.
Auslastung der Festwochen
Die Opernproduktion „Don Giovanni“ war zu 99,96 % ausverkauft, „Il Re pastore“ erreichte mit 98,78 % eine Rekordauslastung für den Platz der zweiten Oper. Unter den Konzerten waren „Die Neugekrönte Hoffnung“ (13.08.), „Laute im Handgepäck“ (19.08.) und „Gottes Garten“ (19.08.) restlos ausverkauft, die Auslastung beim Konzert „Augenlieder“ (17.08.) war 95,6 %.
Die Gesamtauslastung der Festwochen 2006 betrug 94 Prozent.
Gratis-Veranstaltungen: 31.280 Besucher
Zu den über 10.000 Tickets zu Veranstaltungen der Festwochen kamen noch einmal rund 31.000 Besucher der Gratis-Veranstaltungen dazu (davon ca. 1.100 bei den Lunchkonzerten, 1.125 bei den Musikalischen Gottesdiensten und 4000 beim OpeRn Air). Das Renaissancefest am 15. August konnte bei strahlendem Sonnenschein einen Besucheransturm von ca. 25.000 Besuchern verzeichnen.
Die Gesamtbesucherzahl beträgt damit 41.000 pax
KONZERT/ Meisterklassen IM SCHLOSS GUTENSTEIN
HEINZ ZEDNIK - 31. Juli-6. August 2006 Gesangsdramatische GestaltungMusikalische Assistenz: Konrad Leitner
Heinz Zednik, geboren und ausgebildet in Wien, seit 1965 Mitglied der Wiener Staatsoper, 1970-1980 ständiges Mitglied der Bayreuther Festspiele
(Steuermann, David, Mime, Loge), Gastspiele in Mailand (Scala), New York (Met), Paris, Berlin, München, Frankfurt, Stuttgart, Zürich, Florenz und Neapel. Ca. 100 Fachpartien in Oper und Operette, Liederabende (klassisches und zeitgenössisches Repertoire bis zum Wienerlied), musikdramatische Seminare in Karajan-Centrum in Wien und bei den Wiener Meisterkursen, CD-Einspielungen.
Meisterklassen Gutenstein
ABSCHLUSSKONZERTE DER MEISTERKLASSEN
MEISTERKLASSE
http://www.meisterklassen-gutenstein.at/?mode=biography&biography_id=doris_
adam&lang=de>
DORIS ADAM, Klavier & Kammermusik (mit Karin Adam)
Samstag, 8. Juli und Sonntag, 9. Juli, jeweils 16 Uhr
>
MEISTERKLASSE
<http://www.meisterklassen-gutenstein.at/?mode=biography&biography_id=karin_
adam&lang=de>
KARIN ADAM, Violine & Kammermusik (mit Doris Adam)
Samstag, 8. Juli und Sonntag, 9. Juli, jeweils 16 Uhr
>
MEISTERKLASSE
<http://www.meisterklassen-gutenstein.at/?mode=biography&biography_id=wicus_
slabbert&lang=de>
WICUS SLABBERT, Gesang
Samstag, 22. Juli, 16 Uhr
>
MEISTERKLASSE
<http://www.meisterklassen-gutenstein.at/?mode=biography&biography_id=adelhe
id_blovsky_miller&lang=de>
ADELHEID BLOVSKY-MILLER, Harfe
Samstag, 22. Juli, 16 Uhr
>
MEISTERKLASSE
http://www.meisterklassen-gutenstein.at/?mode=biography&biography_id=heinz_
zednik&lang=de>
HEINZ ZEDNIK, Gesangsdramatische Gestaltung
Sonntag, 6. August, 16 Uhr
>
MEISTERKLASSE
http://www.meisterklassen-gutenstein.at/?mode=biography&biography_id=stefan
_jess&lang=de> STEFAN JESS-KROPFITSCH, Violoncello
Sonntag, 13. August, 16 Uhr
>
MEISTERKLASSE
<http://www.meisterklassen-gutenstein.at/?mode=biography&biography_id=marina
_sorokova&lang=de>
> MARINA SOROKOVA, Violine
> Dienstag, 15. August, 16 Uhr
>
>
> Im Refektorium des Servitenklosters
> Eintritt frei - Spenden willkommen
> Reservierung unter: 02634/7788 oder 01/587 92 95
> Terminverschiebungen bei den Abschlusskonzerten möglich - Anruf empfohlen!
>
KONZERTE
Eröffnungsmatinee "Mozartiana" mit Doris Adam, Klavier Karin Adam, Violine
Peter und Paul Matic, Rezitation
Sonntag, 25. Juni, 11 Uhr
Arkadenhof Schloß Gutenstein
>
Lieder von Franz Schubert mit Georg Golser, Bariton und Stephen Delaney, Klavier
Sonntag, 2. Juli, 16 Uhr
Wallfahrtskirche
>
"Heiter bis wolkig" mit Heinz Zednik, Tenor, Konrad Leitner, Klavier, Gerhard Tötschinger, Rezitation
Samstag, 5. August, 16 Uhr
Mariahilfberg/Servitenkloster/Refektorium
>
Kammermusik mit dem JESS-TRIO, Johannes Kropfitsch, Klavier Elisabeth Kropfitsch, Violine Stefan Kropfitsch, Violoncello
> Samstag, 12. August, 16 Uhr
> Mariahilfberg/Servitenkloster/Refektorium
>
>
Karten € 25.- (Arkadenhof), € 15.- (Refektorium und Wallfahrtskirche) bei freier Sitzplatzwahl
Reservierungen unter: 02634/7788 oder 01/587 92 95
Nähere Infos: http://www.meisterklassen-gutenstein.at
WIENER STAATSOPER
Mehr als 600.000 Gäste sowie eine Auslastung von 96,54 % kann die WIENER STAATSOPER in der Saison 2005/2006 verzeichnen. Die Wiener Staatsoper eröffnet am 2. September 2006 mit dem „Tag der offenen Tür" ihre neue Saison.Yannis KOKKOS Regisseur des BORIS GODUNOW
Yannis Kokkos ist Regisseur und Ausstatter der Wiener Staatsopernpremiere BORIS GODUNOW am 28. Mai 2007. Der gebürtige Grieche hat an zahlreichen internationalen Bühnen gewirkt. Zu den wichtigen Stationen seiner Karriere in den letzten Jahren zählen u. a. GÖTTERDÄMMERUNG, IPHIGÉNIE EN AULIDE und DER FLIEGENDE HOLLÄNDER an der Mailänder Scala. Im Herbst 2006 wird er am Théâtre de la Monnaie in Brüssel eine Neuproduktion von TRISTAN UND ISOLDE in Szene setzen und ausstatten.BELVEDERE-GESANGSWETTBEWERB 2006 in Wien - die Ergebnisse:
Der Bariton Brian MULLIGAN (29) gewann am Samstag (8.7.06) in Wien den 25. Hans Gabor Belvedere Gesangswettbewerb. Die Plätze 2 und 3 in der Kategorie Oper gingen an den Countertenor Gerald THOMPSON (29), der auch den Medienpreis erhielt, und an die Sopranistin Gal JAMES (29).Das Operettenfinale gewann der Tenor Iurie CIOBANU, den Publikumspreis gewann Rebeca OLVERA
Eberhard Waechter-Gesangsmedaillen
Wiener Staatsoper: Verleihung der "Eberhard Waechter Gesangsmedaillen 2006": 1. Preis (€ 8.700.-) an Janina BAECHLE für die Ortrud in LOHENGRIN an der Wiener Staatsoper und die Magdalena in DER EVANGELIMANN an der Wiener Volksoper. 2. Preis (€ 4.350.-) an Daniela FALLY für die Adele in DIE FLEDERMAUS an der Wiener Volksoper. 3. Preis (€ 4.350.-) an Lauri VASAR für die Titelrolle in L'ORFEO am Linzer Landestheater. Förderungspreis in Höhe von € 2.200.- erhalten Christine BUFFLE vom Tiroler Landestheater und Robert SELLIER vom Stadttheater KlagenfurtDie WIENER STAATSOPER im September 2006
TAG DER OFFENEN TÜR und Präsentation der neuen Fassadenanstrahlung am 2. September. Die Wiener Staatsoper eröffnet am 2. September 2006 mit dem „Tag der offenen Tür“ ihre neue Saison. Gewählt werden kann zwischen einem Nachmittagstermin (16.45 Uhr) und einem Abendtermin (19 Uhr). Der Eintritt ist frei, auf Grund der großen Nachfrage werden ab 26. August 2006 an allen Vorverkaufsstellen der Bundestheater Karten ausgegeben. Festlicher Abschluß dieses Tages ist nach Einbruch der Dunkelheit (21 Uhr) die Präsentation der neuen Fassadenanstrahlung der Wiener Staatsoper. Der Eintritt in das Staatsopernmuseum ist an diesem Tag von 10 bis 21 Uhr frei. LA BOHÈME am 5. September 2006. Marcelo Álvarez gibt als Rodolfo sein Rollendebüt an der Wiener Staatsoper. Tamar Iveri ist als Mimì zu erleben. Weitere Rollendebüts geben Alexandra Reinprecht als Musetta, Vladimir Moroz als Schaunard und Ain Anger als Colline. Adrian Eröd singt den Marcello. Philippe Jordan dirigiert erstmals LA BOHÈME an der Wiener Staatsoper. Reprisen: 9./13./17./21. September. LOHENGRIN am 7. September 2006. In der Titelpartie ist Peter Seiffert zu erleben. Rollendebüts geben Petra Maria Schnitzer als Elsa und Petra Lang als Ortrud. Falk Struckmann singt den Telramund, Kurt Rydl den König Heinrich. Es dirigiert Peter Schneider. Reprisen: 11./15./19. September.OPER GRAZ
Mit insgesamt 171.000 Zuschauern (rund 4.000 Besucher mehr als in der vorigen Saison) kann die GRAZER OPER auf eine äußerst erfolgreiche Opernsaison zurückblicken. Ganz oben in der Zuschauergunst standen dabei DIE ZAUBERFLÖTE (97 %), LA TRAVIATA (92 %), ANDRÈ CHENIER (81 %) und CRAZY FOR YOU (80 %). Im Schnitt waren die Sitzplätze der Opern-, Operetten-, Musical- und Ballettvorstellungen mit über 76 % ausgelastet.„Wir sind sehr zufrieden und freuen uns sehr, dass unser wichtigster Partner, das Publikum, das was wir tun, so gut annimmt.“, so Intendant Jörg Koßdorff. Das Vertrauen in die kontinuierliche Qualität der Grazer Oper spiegelt sich auch in den ständig steigenden Abonnement-Zahlen wieder. Schon jetzt sind rund 300 mehr Opern-Abonnements als im Vorjahr verkauft worden, und der Verkauf läuft noch bis Anfang Oktober.
Die WIENER VOLKSOPER im September
An der WIENER VOLKSOPER steht Mozart gleich im September im Zentrum von drei Produktionen:MOZART UND DIE FRAUEN - Ein Musikkabarett, am 12.9. - mit Ulrike Beimpold, Alexander Kuchinka und Christoph Wagner-Trenkwitz, DON GIOVANNI - ab 14. September, DIE HOCHZEIT DES FIGARO - ab 25. September. Eröffnet wird allerdings mit Wagners DIE MEISTERSINGER VON NÜRNBERG am 3.9.06.
VOLKSOPER: Einnahmensteigerung
VOLKSOPER WIEN: Saison 2005/06 brachte Einnahmen-Plus. Die Volksoper Wien hat zu Saisonende 2005/06 Erfreuliches zu melden: "Wir verzeichnen Mehreinnahmen von rund Euro 200.000,- und haben somit unsere Planung deutlich übertroffen. Der Weg stimmt, die Volksoper ist auf Kurs", zieht Volksopern-Direktor Rudolf Berger Bilanz über die Saison 2005/06.Die aus Anlass des 50-Jahre-Jubiläums Musical an der Volksoper gezeigten Produktionen LA CAGE AUX FOLLES mit Karlheinz Hackl und die "Musical-Gala" waren absolute Publikumsrenner. Aber auch mit Oper konnte die Volksoper punkten: Auslastungssieger waren DIE ZAUBERFLÖTE mit 97,5 % und MEISTERSINGER mit 96,5 %. Besonders erfreulich entwickelte sich der Operetten-Herbst, insbesondere DER GRAF VON LUXEMBURG (80 % Auslastung). In der Spielzeit 2005/06 verzeichnete die Volksoper Wien 280.000 Gäste, die Auslastung des 1400-Plätze-Hauses in der Saison 2005/06 beträgt 78%.
Neuinszenierungen des LANDESTHEATERS LINZ 2006/07 (Musiktheater)
OTELLO (Dante Anzolini/Dennis Russell Davies; Gabriele Rech) am 30.9., DER BETTELSTUDENT (Marc Reibel; Emmy Werner) am 14.10., DAS TESTAMENT von Wilhelm Kienzl (Ingo Ingensand; Andreas Baesler) am 3.12., DIE FEUERROTE FRIEDERIKE –Kinderoper von Elisabeth Naske und Christine Nöstlinger (Boris Sitarski; Henry Mason) am 20.1.07 in den Kammerspielen, ORPHÈE von Philip Glass (Dennis Russell Davies; Daniela Kurz) am 21.1.07, EIN KÄFIG VOLLER NARREN (Marc Reibel; Karl M. Sibelius) am 11.2.07, DIE FEENKÖNIGIN von Henry Purcell (Dennis Russell Davies; Andreas Baesler) am 11.3.07, DIE LISTIGE WITWE von Peter Androsch (Sigurd Hennemann; Brigitta Nielsen) am 9.5.07 am Spielort „Eisenhand“, DER BARBIER VON SEVILLA (Marc Reibel; Sandra Leupold) am 12.5.07, LIEBESLIEDERWALZER – Chorkonzert von Johannes Brahms (Georg Leopold) am 23.2.07. Ballett: NUSSKNACKER UND MAUSEKÖNIG – Choreographie von Jochen Ulrich am 12.11., , DIE FEENKÖNIGIN von Michael Langeneckert am 11.3.07, LORENACCIO von Jochen Ulrich am 11.4.07, DAS HAUS DER BERNARDA ALBA von Mei-Hong Lin am 2.7.07, TANZ-EXTRA – Werkstatt für junge ChoreographInnen am 16.7.07 in den Kammerspielen.BRUCKNERFEST LINZ
Ari Rath ist Festredner des BRUCKNERFESTES 2006 in Linz. Der israelische Journalist Ari Rath eröffnet mit seiner Festrede "Die Ewigkeit der Sprache der Musik" am 10. September 2006 das diesjährige Brucknerfest. Als langjähriger Chefredakteur und Herausgeber der traditionsreichen, englischsprachigen Tageszeitung „Jerusalem Post“ vertrat er immer die Linie eines Nahostfriedensprozesses. In diesem Sinne eines friedlichen Nebeneinanders der beiden Völker hat Wolfgang Winkler, künstlerischer Leiter der LIVA, Ari Rath eingeladen, die Festrede zu halten. Programmdetails zur Feierlichen Eröffnung Brucknerfest Linz (10.-30.9.2006): 10.9.2006, 10.30 Uhr, Brucknerhaus Großer Saal (auf Einladung) Wolfgang Amadeus Mozart: Ouverture zu "La Clemenza di Tito" KV 621. Begrüßung: Vizebürgermeister Dr. Erich Watzl, Festansprachen: Bürgermeister Franz Dobusch, Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer, Staatssekretär Franz Morak. Eröffnung des Brucknerfestes: Bundespräsident Dr. Heinz Fischer. Peter Androsch: aus der "Pussycats!-Suite" (Bearbeitung: Sven Birch) (Auftragswerk des Brucknerhauses, UA), Festrede: Ari Rath: "Die Ewigkeit der Sprache der Musik". Anton Bruckner: Marsch für Orchester d-Moll WAB 96. Bruckner Orchester Linz, Dirigent: Ingo IngensandROSSINI IN SCHÄRDING
Erstmals Rossini-Oper in SCHÄRDING. Gioacchino Rossini : „Gelegenheit macht Diebe“. Nach der erfolgreichen Produktion von Paisiellos „Barbier von Sevilla“ im Vorjahr, steht heuer die turbulente Verwechslungskomödie „Gelegenheit macht Diebe“ des Meisters der italienischen Oper, Gioacchino Rossini, auf dem Spielplan der Sommeroper Schärding. Zusammen mit den Publikumslieblingen der vergangenen Produktionen, Clemens Unterreiner (Staatsoper Wien) und Maria Rosendorfsky (Theater Meiningen), sorgt Dirigent Gerhard Lessky am Pult des Orchesters der Sommeroper für ein musikalisches Feuerwerk. Michael Garschall inszeniert das tolle Verwirrspiel in der phantasievollen Ausstattung Alexandra Burgstallers. Premiere: 11.8.06. Weitere Vorstellungen am 14.8., 19.8. und 25.8.jeweils um 20 Uhr im Kubinsaal Schärding. Karten in allen Raiffeisenbanken OÖ. Infos: www.kulturverein-schaerding.at oder www.sommeroper.comERNANI in der Wiener Roßauerkaserne
ERNANI im Carl Szokoll-Hof der Wiener Roßauerkaserne bedeutet nicht mehr und nicht weniger als die Öffnung dieser Gründerzeit-Zwingburg für die Kunst. "Kultur beim Heer" ist die neue Linie bei Bundesheer neu- und das ermöglicht der "opernwerkstatt wien" (Anm. der Red.: soeben in die Schlagzeilen der österr. Zeitungen wegen des Vorwurfs gegen die Geschäftsführerin, ÖBB-Angestellte für Arbeiten der "opernwerkstatt" eingesetzt zu haben, geraten) - die sonst keinerlei Subventionen von der Öffentlichen Hand erhält - die Benützung dieser großartigen Spielstätte, deren Ziegelmauern eine sehr gute Akustik garantieren. Der Einbau eines ebenso zweckmässigen wie stilvollen Bühnenbildes wird auch für eine werkgetreue Optik sorgen, in der unter dem Dirigenten Tiziano DUCA in der Inszenierung von Robert SIMMA aufstrebende und bereits erfolgreiche Sänger zu hören sind, die sich bei Wettbewerben vielfach ausgezeichnet haben. Maurizio GRAZIANI (Ernani), Paolo RUGGIERO (Don Carlo), Nicolai KARNOLSKY (Silva), Latonia MOORE (Elvira) und Stefan TANZER (Jago) werden in Kostümen aus der Zeit singen: Wer die Wakhewitch-Kostüme aus dem Karajan-Carlos gerne wieder sehen will, der finde sich zu 4 Aufführungen (Beginn jeweils 20,45 h) im wunderschön renovierten historistischen Gebäude ein. I.M.SWIENER BLUT im Schönbrunner Schloßtheater
WIENER BLUT im SCHLOSSTHEATER SCHÖNBRUNN: Die Johann Strauß-Operette geht in die 2. Runde. Am 14.Juli hat die Erfolgsinszenierung von Volker Vogel unter der musikalischen Leitung von Herbert Mogg in Schönbrunn ihre diesjährige Premiere. Zeitraum: 14. Juli – 27.August 2006 Di-So um 19,30 h, Nachmittagsvorstellungen am 19./20./26./27.August um 17,30 h. Kartenvorverkauf: 0664-1111 600, http://www.musik-theater-schoenbrunn.at.OTTO EDELMANN SOCIETY
OTTO EDELMANN SOCIETY, Verein zur Förderung junger Künstler, stellt sich vor: Frau Ilse Edelmann, Gattin des unvergeßlichen Otto Edelmann, und die beiden Söhne Peter und Paul Armin Edelmann möchten fortsetzen, was dem Lehrer Otto Edelmann ein großes Anliegen war, nämlich junge Talente zu fördern und ihnen die Möglichkeit zu geben, vor Publikum aufzutreten. Dafür steht der Otto Edelmann Saal , 1010 Wien, Goethegasse 1, 2 Stiege/3 Stock zur Verfügung. Die OES soll auch ein Forum zur Begegnung zwischen arrivierten Künstleinnen und Künstlern und den jungen Talenten werden - und, dem Gedankengut des geschätzten Sängers folgend, auch eine breite künstlerische Vielfalt ansprechen. Es ist auch geplant kompetente Gäste einzuladen, die den angehenden Künstlern mit Rat zur Seite stehen wollen. Das erste Konzert ist bereits am 29.Juni sehr erfolgreich abgehalten worden. Peter Edelmann hatte eine junge Mezzosopranisten, Raia LUBOMIROVA, vorgestellt und mit ihr auch Duette gesungen. Ein sehr gelungener Abend.Zur Verwirklichung dieses Vorhabens bedarf es aber Mitglieder, möglichst vieler Mitglieder und Sponsoren. Jahresbeiträge für fördernde (à 50.- Euro) oder ordentliche Mitglieder ( à 30.- Euro). Genauere Infos: Tel.Nr. 512 75 04, oder schreiben Sie an " office@ottoedelmannsociety.at
Die Mitglieder werden über die Entwicklungen und Aktivitäten laufend informiert. Das Herbstprogramm ist in Vorbereitung und wird im September bekannt gegeben, bzw. kann unter der vorgenannten Telefonnummer erfragt werden
HAYDN-FESTSPIELE EISENSTADT
Vom 6.Juli bis 17. August veranstalten die Haydn-Festspiele EISENSTADT wieder die beliebten Sommerkonzerte auf Schloss Esterhazy. Jeden Donnerstag um 20 h stehen dabei renommierte Ensembles und internationale Stars wie das „David-Trio“ (Gewinner des 2. Intern. Haydn Kammermusik-wettbewerbes 2004), das „Kismarton Quartett, die Pianisten Natasa Veljkovic (Clara Haskil-Preisträgerin) und Gergely Bogányi (1. Preisträger des Intern. Franz Liszt Wettbewerbes) sowie viele andere interessante Musikerauf dem dem Programm. Ganz besonders eindrucksvoll wird sicherlich die Aufführung von Mozarts „Missa in c-moll KV 427“ mit dem Chor und Orchester der Eisenstädter Sommerakademie unter der Leitung von Michael Deane Lamkin, gemeinsam mit Joseph Haydns Symphonie Hob.I:31 „Mit dem Hornsignal“. Infos: http://www.haydnfestival.at, mailto:office@haydnfestival.at. , Tel. 02682-61866.JENNERSDORFER KULTURHERBST 2006
Intendant Dietmar KERSCHBAUM stellte das Programm des JENNERSDORFER KULTURHERBSTES 2006 vor, in dessen Zentrum fünf Aufführungen von Beethovens Oper FIDELIO stehen. Spielort ist das Schloss Tabor in Neuhaus am Klausenbach. Die Leonore ist Therese WALDNER anvertraut, ihr Florestan wird von Jeffrey DOWD gesungen. Weiter wirken mit Moritz GOGG, Rainer ZAUN, Lars WOLDT, Renate PITSCHEIDER und Dietmar KERSCHBAUM. Regie führt Robert HERZL, es dirigiert Sebastian WEIGLE. Die Premiere findet am 17. August statt. RUSALKA, die Märchenoper von Antonin Dvorak, wird in einer Fassung für Kinder im Kulturzentrum Jennersdorf aufgeführt. Die Premiere ist am 6. September, 7 weitere Aufführungen folgen. Ein Gala-Recital am 20. August in der Stadtpfarrkirche Jennersdorf unter dem Motto „ VON EWIGER LIEBE“ bringt Liebeslieder der Romantik von Beethoven, Schubert, Schumann, Brahms und Wolf. Die Ausführenden sind Renate Pitscheider, Christa Ratzenböck, Dietmar Kerschbaum und Moritz Gogg. Weitere Veranstaltungen auch aus dem Bereich der bildenden Kunst runden das Angebot ab. Weitere Informationen: www.kulturkreis.co.at oder Tel.: +43 (0) 3329/43037WILTENER SÄNGERKNABEN feiern Jubiläum
WILTENER SÄNGERKNABEN feiern 60 Jahre Wiederbegründung: Die Wiltener Sängerknaben sind eine Institution des Prämonstratenser Chorherrenstiftes Wilten in Innsbruck. Im heurigen Jahr feiern sie ein rundes Jubiläum: 1946 wurde der Chor nach einer kurzen kriegsbedingten Unterbrechung in der heutigen Form wiederbegründet und damit eine jahrhundertelange Tradition fortgesetzt – die Geschichte des Sängerknabeninstituts am Stift Wilten reicht zurück bis ins 13. Jht. Somit zählen die Wiltener Sängerknaben zu den ältesten Knabenchören des Alpenraumes (sie sind auch um etwa 250 Jahre älter als die Wiener Sängerknaben). In den vergangenen Jahrzehnten sind die Wiltener Sängerknaben in Hinblick auf Chorgröße und Qualität beständig gewachsen und gelten mittlerweile als einer der renommiertesten und besten Knabenchöre in ganz Europa. Neben dem Konzertchor gibt es heute vier Nachwuchschöre, in denen insgesamt etwa 150 Sängerknaben eine fundierte musikalische Ausbildung erhalten. Die Knaben im Konzertchor sind zwischen 10 und 14 Jahre alt – viele von ihnen bleiben auch nach dem Stimmbruch dabei und singen als Tenöre und Bässe weiter. Jedes Jahr zu Schulbeginn werden „Schnupperproben“ angeboten, bei denen interessierte Buben ab etwa 6 Jahren erste Töne versuchen können. Die künstlerische Leitung liegt seit 1991 in den Händen von Dir. Mag. Johannes Stecher. Gemeinsam mit seinem Stimmbildner-Team kümmert er sich mit viel Engagement und jahrzehntelanger Erfahrung um die stimmliche Entwicklung der Kinder. Ab dem Schuljahr 2006/07 bilden die Wiltener Sängerknaben eine eigene Fachabteilung im Tiroler Landeskonservatorium, was eine weitere Aufwertung der Ausbildung darstellt. Das Repertoire des Chores ist breit gefächert – es umfasst geistliche Werke (von Motetten bis hin zu großen Messen und Oratorien), traditionelle Volkslieder aus Tirol und dem Alpenraum, klassische Lieder von Mozart, Brahms und Schubert, bekannte Arien und Chöre aus Oper und Operette uvm. Ebenso vielfältig sind auch die Auftrittsbereiche – sie reichen von Chorkonzerten, Mitwirkung bei Chor-Orchesterkonzerten, Messgestaltungen, Opernengagements und Rundfunkaufzeichnungen bis hin zur musikalische Umrahmung großer Events (Ski-WM 2001 in St. Anton am Arlberg, Eröffnung des neuen Bergisel-Stadions 2002 in Innsbruck, Kongresse, Tagungen, etc.). Die Höhepunkte des heurigen Jubiläumsjahres sind: Mitwirkung in R. Wagners Oper „Parsifal“ im Rahmen der Tiroler Festspiele Erl (16., 23. und 29.7.), das große Jubiläumskonzert mit einer Aufführung von C. Orffs „Carmina burana“ (29.11.) sowie eine Reihe von Konzertreisen nach Liechtenstein, Südtirol, Ungarn und durch ganz Österreich (Wels, Steyr, Eisenstadt, Pinkafeld, Kirchberg am Wagram, Lilienfeld, Heiligenkreuz, Frastanz, Bludenz, St. Anton am Arlberg, Lech am Arlberg uvm.). Nähere Informationen über die Wiltener Sängerknaben und unsere nächsten Auftritte finden Sie auf unserer Homepage unter www.saengerknaben.com."operklosterneuburg" mit HOFFMANNS ERZÄHLUNGEN
Andrés Orozco-Estrada dirigiert „Hoffmanns Erzählungen“ bei operklosterneuburg 2006Andrés Orozco-Estrada, seit dem Vorjahr neuer Musikchef der operklosterneuburg, wird im Festspielsommer 2006 Offenbachs einzigartigen Welterfolg „Hoffmanns Erzählungen“ dirigieren. Mit diesem programmatischen Kontrapunkt will die operklosterneuburg zu Ehren des Musikgenies Mozart eine exemplarische Interpretation des Offenbach-Werkes präsentieren.
Der gebürtige Kolumbianer Andrés Orozco-Estrada wurde ab der Saison 2005/2006 zum Chefdirigenten von „recreation – Großes Orchester Graz“ bestellt und zählt zu den aufstrebendsten Talenten unter den Jungdirigenten. Zuletzt feiert er sowohl mit dem Gewandhausorchester Leipzig als auch mit dem Schwedischen Radio-Sinfonieorchester große Erfolge.
operklosterneuburg 2006:
"Hoffmanns Erzählungen"
Jacques Offenbach, Kaiserhof des Stiftes; Premiere: 9. Juli
Vorstellungen: 12., 14., 15., 19., 22., 26., 28., 29. Juli; 2., 4. August jeweils 20.00 Uhr;
Oper für Kinder: 23. Juli, 18.00 Uhr;
Kartenverkauf: Kulturamt Klosterneuburg, Tel. 02243 / 444 - 424 oder 425,
mailto: karten@operklosterneuburg.at, http://www.operklosterneuburg.
AUGENSPIELTHEATER HALL IN TIROL
AUGENSPIELTHEATER HALL IN TIROL: Viel Ehr für ein kleines Theater! Der Bühnenbeirat des Bundeskanzleramtes hat in der abgelaufenen Saison die Produktion von COSI FAN TUTTE unter der Regie vom Theaterleiter Renè Zisterer in Hall in Tirol besucht und war von der künstlerischen Qualität der Aufführung begeistert. Als eine der besten freien Theateraufführungen des Jahres in Österreich wird dieser Produktion deshalb ein Förderpreis in der Höhe von EUR 5.000,-- zuerkannt. Zisterer wird in der Saison 2006/07 an der Volksoper Carl Orffs DIE KLUGE inszenieren.HERBSTTAGE 2006 in BLINDENMARKT
HERBSTTAGE BLINDENMARKT 2006 (Intendanz Michael Garschall): GASPARONE von Carl Millöcker (Kurt Dlouhy, Gernot Kranner) am 6./13./14./20./21./27./28.10., 8./15./22./29.11.06. Karten/Infos: Tel. 07473-66680 (Fr 10-12h), http://www.herbsttage.at.IV. MALERFEST in der Burgruine Reichenstein (OÖ/Mühlviertel/Waldaisttal
Unsere Verbindung zur Oper ist der Bassist Hans SISA, der auch - oder in erster Linie (so genau kann man das beim "Universalkünstler" Sisa nicht sagen) - Maler ist. Gemeinsam mit seiner - ebenfalls singenden - Gattin Sophia Larson ist er Initiator des Malerfestes im oberösterreichischen Mühlviertel, das dieses Jahr den Italienischen Maler Ernesto Marchesini (geb. 1944) im Rahmen einer "Sonderausstellung zum Mozartjahr" in den Mittelpunkt stellt. Veranstalter ist die Gemeinde Tragwein. Neben Werken von Hans Sisa stellen noch aus (Ölbilder, Skulpturen, Textilkunst): die Schweizer Joe Brunner, Heinz Fuhrer, Hansueli Urwyler und ZEH-HA, aus Deutschland Blonay Fuchs sowie die Österreicher Leo Gans, Fitz Heidecker, Katharina Past, Peter Rieder, Rudi Lehrl, Bernhard Schinko, Dorli Sölder, Wolfgang Wallner und Robert Wunderl.Vernissage mit umfangreichen Rahmenprogramm (auch kulinarisch)ist am 5. August um 19 h, die Ausstellung ist vom 6. bis 20. August wochentags von 11-17 h, Sonn- und Feiertags von 10-17 h geöffnet.
Kontakt, Infos (auch über Übernachtungsmöglichkeiten etc.): "Art Larson", Tel. 02739-2634, ab 31.7. mobil 0664 3110565, mailto:larson-sisa@utanet.at, http//:www.artlarson.org (Malerfest)
Vorankündigung: SIRENE-OPERNTHEATER im Wiener Jugendstiltheater
CIRKUSEine Oper von Kristine Tornquist und Jury Everhartz
Uraufführung
Premiere am Mittwoch, 6. September 2006 um 20 Uhr im Jugendstiltheater am Steinhof, Baumgartner Höhe 1
Weitere Vorstellungen am 8., 9. ,12., 19., 21. September um 20 Uhr
Text: Kristine Tornquist
Musik: Jury Everhartz
Musikalische Leitung: Anna Sushon
Regie: Kristine Tornquist
Bühne: Jakob Scheid
Kostüm: Andrea Költringer, Markus Kuscher
Solisten: Nina Plangg, Maida Karisic, Dieter Kschwendt-Michel, Bartolo Musil, Annette Schönmüller und Günther Strahlegger
das Rote Orchester
Oper im Zirkus, Zirkus in der Oper
Die Tiere eines kleinen Zirkus führen ein Doppelleben als Artisten. So ist die Hochseiltänzerin auch eine Tigerin, der Clown ein Elefant, die bärtige Dame ein Affe und der Dompteur ein Bär, wodurch die Beziehungen zwischen ihnen ein komplexes und doppeldeutiges Netz ergeben. Im Zusammentreffen von Mensch und Tier findet sich für eine Oper ein Spannungsfeld zwischen Tag- und Nachtseiten der Figuren, die Möglichkeit, einander widerstrebende oder unbewusste Motive darzustellen. Das Tier fungiert als missverstanderer Stellvertreter der Leidenschaft oder als Ausweg des Triebes aus einer Zivilisation des Triebverzichts und bleibt doch auch sein eigener Gegenspieler. Zwischen Raubtierkäfig, Garderobe und Manege entspinnt sich so eine bunte und verwickelte Geschichte zum Kriminalfall und führt die Protagonisten über Leidenschaften und Intrigen in die Katastrophe, bis der Zirkusdirektor - begleitet von seiner Assistentin, der kleinen Zuversicht - mit einer magischen Nummer eingreift und die eskalierenden Triebe wieder in den Käfig der Zivilisation rückverzaubert.
Als allwissende Figur hält der Zirkusdirektor die Fäden in der Hand, er präsentiert den Kampf der Raubtiere, nicht ohne sie im letzten Moment voreinander zu retten.
Zirkus - die Geschichte
Als dem Zirkusdirektor die Kasse mit den Eintrittsgeldern zu Boden fällt, erwacht der schlafende Zirkus und das Verhängnis nimmt seinen Lauf. In ihren engen Käfigen erwachen die Tiere, tappen unruhig in ihren Käfigen hin und her, denn die Tigerin hat von Jagd und Blut geträumt. Aber die blinde Gier nach den blinkenden Münzen ist nur eine der folgenreichen Leidenschaften, in denen die Zirkustiere und ihre menschliche zweite Seite ihre Fehler machen. Denn ob nun der Dompteur Rodolfo mit der Kasse flüchten will oder Lucie, die Hochseilartistin, ehrgeizige Pläne für die Zukunft hat, ob die bärtige Dame Olga Rodolfo erpresst, um den Clown Bruno endlich für sich zu gewinnen, oder ob wiederum der vor Neid auf das schöne Kostüm des Dompteurs fast platzt – jeder von ihnen verstrickt sich immer tiefer in ein Netz von Intrigen, bis jeder gegen jeden steht. Doch währenddessen hat längst die Zirkusvorstellung begonnen und der Zirkusdirektor führt sein strenges Regiment: Sensationen, Sensationen, dem Publikum soll etwas geboten werden! Am Höhepunkt - der Hochseilnummer - bricht alles zusammen. Die Artistin stürzt ab und die Artisten - alle längst wieder in Tiere verwandelt - sind bereit aufeinander loszuspringen und sich gegenseitig zu zerfleischen, das Zirkuszelt droht zusammenzufallen. An diesem Punkt greift der Direktor, unterstützt von seiner Assistentin - der kleinen Zuversicht - mit seiner Magier-Nummer ein und zaubert die Protagonisten aus der ausweglose Situation, in die sie sich gebracht haben. Als Tiere finden sie sich wie anfangs in ihre engen Käfige gesperrt - und man kann sich vorstellen, dass nun bald alles von vorne beginnen wird. Der Affe wendet sich ans Publikum, er beschwört die Ähnlichkeit zwischen Affen und Menschen...
Zwischen Tieren und Menschen
Im Zirkus benehmen sich die Tiere wie Menschen - und Menschen die Tiere. Elefanten, die wie Menschen tafeln, bekleidete Affen, rechnende Pferde und aufrecht spazierende Hunde - demgegenüber Schlangenmenschen, die behaarte Dame oder wie Affen kletternde Artisten. Gerade diese verdächtige Unschärfe ist die Attraktion: der Unterschied zwischen Mensch und Tier, scheint der Zirkus zu beweisen, ist nur eine Frage des Kostüms. Das Vaudeville Zirkus von Kristine Tornquist und Jury Everhartz spielt in diesem Spannungsfeld.
Musik und Szene
Jury Everhartz hat für die 16köpfige Zirkuskapelle und sechs Solisten eine rasante, treibende Musik komponiert, deren boshafter Witz in schnellen Wechseln und unerwarteten Volten liegt. Everhartz greift auf Motive und Ansätze klassischer Zirkusmusik aus den 20er Jahren zurück – Polkas, südamerikanische Tänze wie Tango und Mambo, auf Rags wie Elephantwalk und Bear Step, Bläserformationen und Trommelkaskaden - um sie zu überlagern, zu verfremden und zu karikieren und damit die Launen, Intrigen und auch Traurigkeiten der Figuren zu begleiten.
Es ist kein gewöhnliches Ensemble, das diese Uraufführung im Jugendstiltheater auf die glitzernde Variete-Bühne bringt: Sänger sind auch Artisten, die Sopranistin wird zersägt, die bärtige Dame macht einen Striptease, die Tigerin wird im Tango gezähmt, auch im Orchester sitzen Tiere und zu erwarten sind auch noch einige circensische und musikalische Überraschungen mehr...
sirene Operntheater
Seit 1998 bringt das sireneOperntheater um die Autorin und Künstlerin Kristine Tornquist den und den Komponisten Jury Everhartz seine Musiktheater-Uraufführungen auf die Bühne, zuletzt 2004 „das Krokodil“ nach Dostojewskis skurriler Kurzgeschichte mit 12 Klavieren und - in Koproduktion mit dem Tiroler Landestheater - der Kurzopernabend „7 Operellen“ von je 7 österreichischen Autoren und Komponisten, 2006 die Monooper „Das Tagebuch der Anne Frank“ von Grigori Frid im Wiener Jugendstiltheater.
Jury Everhartz
1971 in Berlin geboren, Komponist, Organist und Dirigent in Wien. Organist in Mariahilf, Gründungsmitglied des sireneOperntheaters. Von Jury Everhartz wurden seit 1998 7 Opern auf die Bühne gebracht.
Kristine Tornquist
1965 in Graz geboren. Nach Chemiestudium, Ausbildung zum Gold-und Silberschmied und Studium der Metallbildhauerei an der Hochschule für Angewandte Kunst in Wien kreist Kristine Tornquist frei zwischen Bildender Kunst, Theater und Dramaturgie.
Mehr Informationen auf der Seite des sireneOperntheaters http://www.sirene.at/projekt_zirkus.htm



