DER NEUE MERKER
Oper, Ballett & Konzert in Wien und aller Welt
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Ausgabe

17. Jahrgang
Juli/August - 2006
Nr. 127
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Anton Cupak
08.07.2006 12:23:22

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Presse

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Informationen aus den Theatern

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Österreich

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Aktualisiert: 

01.09.2006 16:32:02

Aus dem Newsletter des Theaters an der Wien:

Der Sommer im Theater an der Wien war turbulent und spannend. Wir freuen uns, dass das Don Juan-Doppelprojekt - die Verknüpfung von Mozarts "Don Giovanni" und Schulhoffs "Flammen" - so positiv und erfolgreich angenommen worden ist. Darunter finden Sie die aktuellen Termine für den September 2006.

»WIENER PHILHARMONIKER & Valery Gergiev«
Matinee am 3. September, 11.00 Uhr
Das finale Abschlußkonzert des 55. und letzten KlangBogen Wien wird kommenden Sonntag mit einer "Philharmonischen Matinee" begangen. Erstmals findet das traditionelle Finale mit den Wiener Philharmonikern im Theater an der Wien statt. Unter der musikalischen Leitung von Valery Gergiev spielen die Wiener Philharmoniker Werke von Schumann, Schostakowitsch und Brahms. Detailinformationen

Der KlangBogen Wien hat heuer zum letzten Mal in seiner bewährten Form stattgefunden. Das Festival wurde schon heuer sinngemäß in den Spielplan des neuen ganzjährig bespielten Opernhauses eingegliedert. Die Marke "KlangBogen" wird zwar nicht weitergeführt, allerdings werden jedes Jahr im Sommer zwei Opernproduktionen und auch Konzerte im Theater an der Wien präsentiert.

»Ballett REQUIEM | John Neumeier | Hamburg Ballett«
Premiere: 15. September, 20.00 Uhr
Reprisen: 16. und 17. September

Im Theater an der Wien hat auch der zeitgenössische Tanz seinen fixen Platz. John Neumeier hat schon 2005 im Rahmen des OsterKlang Wien mit seiner "Winterreise" das Wiener Publikum begeistert. Ab 15. September ist das Hamburg Ballett mit Neumeiers Ballett "Requiem" im Theater an der Wien zu Gast. Unterwegs zwischen Leben und Tod gestaltet John Neumeier seine "choreografischen Meditationen" zur Musik des Mozart-Requiems und fügt einstimmige Gesänge im Gregorianischen Choral hinzu. Es spielt das Wiener KammerOrchester unter der musikalischen Leitung von Erwin Ortner. Detailinformationen


SILVESTER im Theater an der Wien:
"Über's Jahr - mit Michael Heltau"
Es gibt ein Leben vor der Pummerin und nach dem Donauwalzer!
Termine: 30. und 31. Dezember, 19.30 Uhr (bis ca. 22.30 Uhr)
Der Kartenvorverkauf hat bereits begonnen.

Mit Liedern, Chansons, Songs, Couplets, Gstanzln, Gassenhauern und Wienerliedern lässt der einzigartige Michael Heltau den Silvesterabend zu einem unvergesslichen Abend werden.

Kartenbestellungen
Tel. +43 1 588 85 (Wien Ticket)
Tageskassa im Theater an der Wien:
1060 Wien, Linke Wienzeile 6 (tgl. 10 bis 19 Uhr)
Internet: http://www.theater-wien.at

Vorschau Volksoper Wien: Premiere TURANDOT

Erstmals - 80 Jahre nach ihrer Urauffuehrung - wird mit der Premiere am 27. Oktober 2006 Giacomo Puccinis letzte Oper "TURANDOT" an der VOLKSOPER WIEN an insgesamt 8 Abenden (bis 25.11.) gezeigt werden, in der Fassung von Franco Alfano und in italienischer Sprache mit deutschen Uebertiteln.
Insbesondere seit Luciano Pavarotti bei der Fußball-Weltmeisterschaft 1990 "Nessun dorma" zu einem Welt-Hit und "Turandot" somit zu einer echten "Volksoper" machte, laesst diese Liebesgeschichte um die "eiskalte" Prinzessin Turandot und Calaf "keinen schlafen.- vincerò."
Volksoper Wien Premiere: Freitag, 27. Oktober 2006, 19.00 Uhr: TURANDOT
Lyrisches Drama in drei Akten und fuenf Bildern
Ergaenzt von Franco Alfano
Libretto von Giuseppe Adami und Renato Simoni
Musik von Giacomo Puccini (1858-1924)
In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln
Weitere Vorstellungstermine: 29. Oktober; 5., 9., 12., 18., 20., 25. November 2006
Karten: +43/1/513 1 513, Information: +43/1/514 44-3670
http://www.volksoper.at , mailto:tickets@volksoper.at
Musikalische Leitung: Leopold Hager/Alfred Eschwé
Inszenierung: Renaud Doucet
Buehne und Kostueme: André Barbe

Turandot: Eva Urbanová (Hausdebuet)/Rachael Tovey (Hausdebuet)
Calaf: Aleksandrs Antonenko (Hausdebuet)/Roy Cornelius Smith (Hausdebuet)
Liù: Melba Ramos/Leticia Brewer (Hausdebuet)
Altoum: Peter Minich/Ernst-Dieter Suttheimer
Timur: Albert Pesendorfer/Sorin Coliban
Mandarin: Einar Th. Gudmundsson/Karl Huml
Ping, Kanzler: Klaus Kuttler/Daniel Schmutzhard
Pang, Marschall: Karl-Michael Ebner/Christian Drescher, Pong, Kuechenmeister: Sebastian Reinthaller/Thomas Sigwald
u.a.
Die szenische Umsetzung ist dem franko kanadischen Erfolgs-Duo Renaud Doucet (Inszenierung und Choreographie) und André Barbe (Buehne und Kostueme) anvertraut, die durch zahlreiche Opern-Inszenierungen in Nordamerika und Europa auf sich aufmerksam machten, ebenso mit ihrem bislang einzigen und international beachteten Ausflug ins Musical-Fach, der Inszenierung von Rodgers & Hammersteins Musical-Welthit "The Sound of Music" an der Volksoper (wieder am Spielplan ab 30. September 2006, Sandra Pires und Martina Dorak alternieren als Super-Nanny Maria Trapp).
In der Titelpartie der chinesischen Prinzessin Turandot wird sich mit Eva Urbanová die Erste Dame der tschechischen Opernszene und Star am Prager Nationaltheater erstmals an der Volksoper praesentieren. Ein Wiedersehen gibt es mit KS Peter Minich als Altoum.
Die Urauffuehrung der Oper fand vor 80 Jahren an der Mailaender Scala statt (25.4.1926). Nicht nur die Popularitaet ihrer Arien, auch die beeindruckenden Massenszenen rechtfertigen fuer "Turandot" das Praedikat Volksoper.
Puccini erlebte "Turandot" nicht mehr auf der Buehne. Der Dirigent Arturo Toscanini bat Franco Alfano, einen ehemaligen Schueler Puccinis, das Werk fuer die Urauffuehrung zu vollenden; diese Fassung wird auch an der Volksoper zu hoeren sein.

Bad Ischl: Hinweis für kurzentschlossene Operetten-Interessierte!

Nur noch kurze Zeit (bis Ende August) laufen die Operettenproduktionen des Bad Ischler Lehár Festivals "Die lustige Witwe" von Franz Lehár und die nach langem wieder aufgeführte "Fatinitza" von Franz v. Suppé. Unter der Intendanz von Dr. Michael L a k n e r ist in diesem Jahr ein Doppelerfolg gelandet worden: Das Regiedebut der beliebten Schauspielerin Ulrike B e i m p o l d mit der "Witwe" verlief glücklich, und die so gut wie nie gesehene "Fatinitza" (dreieinhalbstündig und trotzdem kurzweilig) in der Regie von Leonhard C. P r i n s l o o entwickelte sich zu einem wahren Gustostückerl für allle Operettenraritäten-Interessierte.
Termine: "Fatinitza" am 2o. August 2006 als Nachmittagsvorstellung um 15.30 Uhr und das letzte Mal (!) am 25. August 2006 um 20.00 Uhr; "Die lustige Witwe" am 19. und 26. August 2006 als Abendvorstellung um 20.00 Uhr und zum letzten Mal (!) am 27. August 2006 als Nachmittagsvorstellung um 15.30 Uhr.
Theaterinteressierte seien noch auf die vom Operetten-Aufführungsort gar nicht weit entfernte (an derEsplanade) derzeit laufende Ausstellung im Museum der Stadt Ischl zum 80. Geburtstag des Star-Bühnenbildners Günther SCHNEIDER-SIEMSSEN "Die Bühne - mein Leben" aufmerksam gemacht, wo jeweils über eine halbe Stunde lang über den "Bühnenzauber" (Erzeugung von Theatereffekten) Filme angesehen werden können.
Kontakt: Lehár Festival Bad Ischl Tel. : +43 (0)6132 238 39, mailto:info@leharfestival.at
Museum der Stadt Bad Ischl: Öffnungszeiten tägl. v. 10.00 bis 17.00 Uhr, mittwochs von 14.00 bis 19.00 Uhr, montags geschlossen.

Fulminanter Erfolg für Sommeroper Schärding mit Rossini-Rarität unter der künstlerischen Leitung von Gerhard Lessky

Einhelliger Erfolg bei Publikum und Presse/große Nachfrage/ weitere Vorstellungen: 19. u. 25. August 2006
Mit Gioacchino Rossinis Rarität "L'occasione fa il ladro" ("Gelegenheit macht Diebe") gelang der Sommeroper Schärding unter seinem künstlerischen Leiter Gerhard Lessky heuer nach dem bejubelten "Barbier von Sevilla" im Vorjahr ein weiterer großer Coup:
Rossinis musikalische Farce, die am vergangenen Freitag in der deutschen Fassung im Rahmen der Sommeroper Schärding im Kubinsaal eine glanzvolle Premiere erlebte.
"Die turbulente Verwechslungskomödie ist ein gefundenes Fressen für das vom unbändigen Theaterinstinkt des Dirigenten Gerhard Lessky auf instrumentale Brillanz getrimmte Orchester und die stimmlich wie komödiantisch keinen Wunsch offen lassende Vokalistentruppe.
Ein Sonderlob gebührt der phantasievollen, temporeichen, effektsicheren, jede räumliche Möglichkeit des Kubin-Saales clever nutzenden Inszenierung durch Michael Garschall und sein Team. Lautstarke Begeisterung!" urteilte die „Neue Kronenzeitung“ in ihrer Premieren-Kritik.

Man darf und soll lachen
Ebenso beeindruckt zeigten sich die "Oberösterreichischen Nachrichten" in ihrer Rezension und schrieben u.a.: "Gerhard Lessky leitete umsichtig ein akkurat zupackendes Orchester und entfachte vom Pult aus mit zügigen Tempi Rossinis zündendes Feuerwerk an meisterlichen Ideen.
Auch bei diesem Werk des erst 20-jährigen Rossini ging Gerhard Lessky nach seinem bewährten Erfolgsrezept, das unter dem Motto "Exquisit, aber nicht elitär" steht, vor: Mit einem jungen, stimmlich hervorragenden und rollendeckenden Ensemble präsentierte er Rossinis Einakter auf der von Alexandra Burgstaller praktikabel und geschmackvoll arrangierten Bühne zeitgemäß und unterhaltsam.
Kein Wunder also, dass die Schärdinger Rossini-Produktion auch von der Presse einhellig positiv bewertet wurde: So berichtete das "Neue Volksblatt" unter dem Titel "Unbekannte Rossini-Oper erfolgreich" u.a.: "Neben der mit einer 'geläufigen Gurgel' ausgestatteten Sopranistin Maria Rosendorfsky und dem stimmgewaltigen Bariton Clemens Unterreiner bewährten sich Bibiana Nwobilo, Kirlianit Cortes, Florian Spiess und Florian Ehrlinger. Michael Garschalls Inszenierung verlegte die Handlung, dem heutigen Trend folgend in die Gegenwart und sorgte durch gelungene Überraschungseffekte für eine heitere Grundstimmung.
Der in Schärding geborene Dirigent Gerhard Lessky war auf mitreißenden Schwung bedacht, fand aber auch in lyrischen Momenten zur gebotenen Innigkeit. ... Der begeisterte Applaus galt allen Beteiligten".
Weitere Aufführungen des Rossini-Einakters zeigt die Sommeroper Schärding noch am 19. und 25. August 2006 (Beginn jeweils um 20:00 Uhr).
Weitere Informationen sowie Fotodownload unter http://www.sommeroper.com

Wiener VOLKSOPER und MOZART UND DIE FRAUEN

Am 12. September um 20 h bietet die Volksoper ein vergnügliches Programm von Alexander Kuchinka und Christoph-Wagner-Trenkwitz unter dem Titel MOZART UND DIE FRAUEN - Das Wolferl und die liebe Libido. Mit Musik von W.A.Mozart, Irving Berlin, Ralph Benatzky, einem Text von Wolf Wondratschek, zwei Liedern von Georg Kreisler und einem Song von Sam Madwar und Daniel Große Boymann.
Ulrike Beimpold, Alexander Kuchinka und Christoph Wagner-Trenkwitz sind die Ausführenden.
Am 14. September wird DON GIOVANNI wieder aufgenommen (Hager/Eschwé; Ramos/Ellen/Kaiser, Brunner/Simonian, Soukop, Larsen/Stiefermann, Klink/Behle, Schelomianski/Gudmundsson, Coliban/Huml, Raab/Cerny), die Wiederaufnahme der HOCHZEIT DES FIGARO erfolgt am 25.9. (Rundel/Schüller; Aleksanyan/Kaiser, Bogner/O'Laughlin, Riedl/Simonian, Bönig/Girardi; Wagner/Woldt, Hausmann/Koch/Larsen, Huml/Coliban.
Karten: mailto:tickets@volksoper.at, Infos Tel. 51444-3670

Neues aus dem Stadttheater Baden bei Wien

Eine sehr erfolgreiche Jubiläums-Sommersaison neigt sich ihrem Ende zu, am 3. September geht die 50. Vorstellung dieses Sommers in der heuer hundertjährigen Sommerarena über die Bühne.
Ein besonders Highlight war die ORF-Aufzeichnung der Operettenproduktion „Der Bettelstudent“ in der Regie von Robert Herzl und in der Ausstattung von Pantelis Dessyllas, mit Thomas Sigwald, Kip Wilborn, Jürgen Trekel, Regula Rosin, Anke Berndt und Frauke Schäfer in den Hauptpartien.
Diese Aufzeichnung wird am 9. September 2006 um 13 Uhr 10 im Sender ORF 2 gezeigt.
Wintersaison 2006/2007 am Stadttheater Baden
Den Auftakt zur neuen Wintersaison am Stadttheater Baden macht ein
Heinrich-Strecker-Konzert mit dem Titel „Machst mich verliebt, Musik!“, anlässlich des 25. Todestages des Komponisten am 30. September 2006 um 19.30 Uhr.
Unter der Musikalischen Leitung von Franz Josef Breznik hören Sie das Badener Städtische Orchester. Solisten sind Katrin Fuchs, Barbara Pahya,
Franziska Stanner, Roman Martin und Sebastian Reinthaller.

Die erste Premiere am 14. Oktober 2006 um 19.30 Uhr heißt „Giuditta“ von Franz Lehár, in der Inszenierung von Isabella Fritdum. Am Pult steht Franz Josef Breznik, für die Ausstattung ist Susanne Thomasberger verantwortlich. Auf der Bühne sind u.a. Publikumslieblinge wie Morenike Fadayomi, Katja Reichert und Heinz Zuber zu erleben.
Am 18. November um 15 Uhr hat „Der kleine Muck“, das Weihnachtsmärchen in der Inszenierung und Bearbeitung von Beppo Binder, Premiere. Auch heuer wird es ein spannendes Gewinnspiel für alle Kinder geben!
Carl Michael Ziehrers „Der Fremdenführer“ hat am 9. Dezember 2006 um 19.30 Uhr Premiere. Regie führt der Künstlerische Direktor des Stadttheaters, Robert Herzl, für die Ausstattung ist Pantelis Dessyllas verantwortlich, die Musikalische Leitung hat Alexander Negrin über. Es singen u.a. Gabriele Kridl, Barbara Payha, Franziska Stanner, Rollie Braun, Roman Martin, Klaus Ofczarek, René Rumpold, Thomas Sigwald und Rudolf Wasserlof.
Am 13. Jänner 2007 um 19.30 Uhr hat Fritz Kreislers „Sissy“ in der Inszenierung von Peter Preissler, in der Ausstattung von Thomas Pekny und unter der Musikalischen Leitung von Oliver Ostermann Premiere. Auf der Bühne zu erleben sind u.a. Claudia Dallinger, Katja Reichert, Tanja Watzinger,
Alexander Kaimbacher, Helmut Wallner und Jörg-Tim Wilhelm.
Das Musicalhighlight der Saison heißt „Les Misérables“ von Claude-Michel Schönberg, inszeniert von Robert Herzl, in der Ausstattung von Manfred Waba und unter der Musikalischen Leitung von Franz Josef Breznik, Premiere ist am
17. Februar 2007 um 19.30 Uhr. Es singen und spielen u.a. Johanna Arrouas, Patricia Nessy, Darius Merstein-MacLeod, Chris Murray, Reinwald Kranner.

Auch in der neuen Saison werden wieder vier Schauspiel-Gastproduktionen im Stadttheater Baden angeboten:
Shakespeares „Viel Lärm um nichts“ (eine Produktion der Shakespeare Festspiele auf der Rosenburg, 17.-19. Oktober), Ferdinand Raimunds „Die gefesselte Phantasie“ (eine Produktion der Raimundspiele Gutenstein, 21.-23. November), „Die Sternstunde des Josef Bieder“, ein Gastspiel mit Otto Schenk (von 20.-22. Februar 2007) und „Die Katze im Sack“ von Georges Feydeau, ein Gastspiel des Landestheaters Niederösterreich (von 11.-13. April 2007).

Am 14. Dezember 2006 präsentiert sich der Chor des Stadttheaters bei einem stimmungsvollen Advent-Chorkonzert, am 12. Jänner 2007 gibt es ein Konzert des Radio-Symphonie-Orchesters (RSO) zu hören, am 3. Februar 2007 gibt es das obligate Faschingskonzert und am 30. März widmet sich ein Ballettabend dem Komponisten Walter Jurmann und seinen musikalischen Zeitgenossen Kurt Weill und Erich Wolfgang Korngold, choreographiert wird der Abend von
Mátyás Jurkovics, es tanzt das Ballettensemble des Stadttheaters Baden.
Diesem Abend folgt am 21. April ein Jurmann-Konzert, zu hören sind Melodien wie „Veronika, der Lenz ist da“, „San Francisco“ u.a., die Musikalische Leitung hat Franz Josef Breznik über, es spielt das Badener Städtische Orchester.

Ein ganz besonderes Ereignis geht am 28. April 2007 um 19.30 und am 29. April 2007 um 15.00 Uhr über die Bühne: Unter dem Titel „Frühere Verhältnisse“, Komische Oper in einem Akt nach Johann Nestroy, hat eine Oper von
Oliver Ostermann Weltpremiere im Stadttheater Baden!
Es singen: Elisabeth Flechl, Katja Reichert, Manfred Equiluz und René Rumpold.
Karten unter: 02252-48547
Schriftlich: Stadttheater Baden, Theaterplatz 7, 2500 Baden, Fax: 02252-48338-50
mailto:ticket@stadttheater-baden.at
http://www.stadttheater-baden.at
am Kiosk des Stadttheaters sowie an jeder Österreich Ticket Verkaufsstelle


Bilanz der 30. Innsbrucker Festwochen 2006

Mit einem umfassenden Schwerpunkt widmeten sich die 30. Innsbrucker Festwochen dem 250. Geburtstag von Wolfgang Amadeus Mozart. Im Mittelpunkt standen zwei Opernproduktionen – „Don Giovanni“ und „Il Re pastore“ – in der Regie von Vincent Boussard und mit den Kostümen von Christian Lacroix. Festwochenchef René Jacobs riss am Pult des Freiburger Barockorchesters mit einer gänzlich überarbeiteten Partitur und einem jugendlichen Verführer Presse und Publikum zu Begeisterungsstürmen hin, während Alessandro de Marchi am Cembalo der Academia Montis Regalis mit bewegenden und lyrischen Momente der frühen Mozartoper die Besucher verzauberte. Der Congress war Ort eines weiteren Gipfelsturms: Unter dem Titel „Olymp der Symphonie“ ließ Jacobs seiner CD-Aufnahme für Harmonia Mundi France ein beeindruckendes Konzert mit Mozarts wohl berühmtester Symphonie vorangehen. Auch Jupiter war, wie schon zuvor der Don Giovanni, gründlich überarbeitet und bis in Details der blinkenden Orchesterfarben aufgefrischt worden. Konzerte mit Liedern, Klaviersonaten und dem Klarinettenquintett rundeten das Programm musikalisch ab, ein internationales Symposium zur aktuellen Aufführungspraxis der Werke Mozarts inhaltlich.

„Mozartflüchtlinge“ freuten sich über Konzerte aus dem Kernbereich der Alten Musik. Darunter verlockten Chorkonzerte des Choir of Clare College zur „Himmlischen Clareheit“ der englischen Renaissance (22.08.) und des Cantus Cölln zur Rast in „Gottes Garten“, aus der Feder Claudio Monteverdis (19.08.). Kammermusikalisch begab sich Friederike Heumann auf die Reise zum „Athen an der Spree“ und seiner empfindsamen Gambenliteratur (23.08.), während Monica Hugett mit Werken von Bruhns und Biber ihr „Herz auf der Saite“ tragen durfte und Publikumsjubel erntete (25.08.).

Besondere Beachtung fand der neue Spielort im Festwochenprogramm. Die Besucher des 19.08. wurden von Abt German Erd erstmals in Stift Stams begrüßt und genossen das Flair des historischen Rahmens. Die zweite Chance nutzten die Besucher beim OpeRn Air, das letztes Jahr wegen Hochwassers entfallen musste. 4000 Besucher fanden das Konzept einer Ausstrahlung der Hörfassung des „Don Giovanni“ in den Hofgarten ansprechend und bevölkerten die Hofgartenwiesen für eine milde, mozartsatte Sommernacht.
Die Ambraser Schlosskonzerte präsentierten mit einer Auslastung von 100 Prozent einen Bogen von Canciones und Romanzen der spanischen Renaissance über englische Lautenlieder bis hin zu Kammermusik des Jahresregenten Wolfgang Amadeus Mozart.

Auslastung der Festwochen
Die Opernproduktion „Don Giovanni“ war zu 99,96 % ausverkauft, „Il Re pastore“ erreichte mit 98,78 % eine Rekordauslastung für den Platz der zweiten Oper. Unter den Konzerten waren „Die Neugekrönte Hoffnung“ (13.08.), „Laute im Handgepäck“ (19.08.) und „Gottes Garten“ (19.08.) restlos ausverkauft, die Auslastung beim Konzert „Augenlieder“ (17.08.) war 95,6 %.

Die Gesamtauslastung der Festwochen 2006 betrug 94 Prozent.

Gratis-Veranstaltungen: 31.280 Besucher
Zu den über 10.000 Tickets zu Veranstaltungen der Festwochen kamen noch einmal rund 31.000 Besucher der Gratis-Veranstaltungen dazu (davon ca. 1.100 bei den Lunchkonzerten, 1.125 bei den Musikalischen Gottesdiensten und 4000 beim OpeRn Air). Das Renaissancefest am 15. August konnte bei strahlendem Sonnenschein einen Besucheransturm von ca. 25.000 Besuchern verzeichnen.

Die Gesamtbesucherzahl beträgt damit 41.000 pax

KONZERT/ Meisterklassen IM SCHLOSS GUTENSTEIN

HEINZ ZEDNIK - 31. Juli-6. August 2006 Gesangsdramatische Gestaltung
Musikalische Assistenz: Konrad Leitner

Heinz Zednik, geboren und ausgebildet in Wien, seit 1965 Mitglied der Wiener Staatsoper, 1970-1980 ständiges Mitglied der Bayreuther Festspiele
(Steuermann, David, Mime, Loge), Gastspiele in Mailand (Scala), New York (Met), Paris, Berlin, München, Frankfurt, Stuttgart, Zürich, Florenz und Neapel. Ca. 100 Fachpartien in Oper und Operette, Liederabende (klassisches und zeitgenössisches Repertoire bis zum Wienerlied), musikdramatische Seminare in Karajan-Centrum in Wien und bei den Wiener Meisterkursen, CD-Einspielungen.

Meisterklassen Gutenstein
ABSCHLUSSKONZERTE DER MEISTERKLASSEN
MEISTERKLASSE
http://www.meisterklassen-gutenstein.at/?mode=biography&biography_id=doris_
adam&lang=de>
DORIS ADAM, Klavier & Kammermusik (mit Karin Adam)
Samstag, 8. Juli und Sonntag, 9. Juli, jeweils 16 Uhr
>
MEISTERKLASSE
<http://www.meisterklassen-gutenstein.at/?mode=biography&biography_id=karin_
adam&lang=de>
KARIN ADAM, Violine & Kammermusik (mit Doris Adam)
Samstag, 8. Juli und Sonntag, 9. Juli, jeweils 16 Uhr
>
MEISTERKLASSE
<http://www.meisterklassen-gutenstein.at/?mode=biography&biography_id=wicus_
slabbert&lang=de>
WICUS SLABBERT, Gesang
Samstag, 22. Juli, 16 Uhr
>
MEISTERKLASSE
<http://www.meisterklassen-gutenstein.at/?mode=biography&biography_id=adelhe
id_blovsky_miller&lang=de>
ADELHEID BLOVSKY-MILLER, Harfe
Samstag, 22. Juli, 16 Uhr
>
MEISTERKLASSE
http://www.meisterklassen-gutenstein.at/?mode=biography&biography_id=heinz_
zednik&lang=de>
HEINZ ZEDNIK, Gesangsdramatische Gestaltung
Sonntag, 6. August, 16 Uhr
>
MEISTERKLASSE
http://www.meisterklassen-gutenstein.at/?mode=biography&biography_id=stefan
_jess&lang=de> STEFAN JESS-KROPFITSCH, Violoncello
Sonntag, 13. August, 16 Uhr
>
MEISTERKLASSE
<http://www.meisterklassen-gutenstein.at/?mode=biography&biography_id=marina
_sorokova&lang=de>
> MARINA SOROKOVA, Violine
> Dienstag, 15. August, 16 Uhr
>
>
> Im Refektorium des Servitenklosters
> Eintritt frei - Spenden willkommen
> Reservierung unter: 02634/7788 oder 01/587 92 95
> Terminverschiebungen bei den Abschlusskonzerten möglich - Anruf empfohlen!
>
KONZERTE
Eröffnungsmatinee "Mozartiana" mit Doris Adam, Klavier Karin Adam, Violine
Peter und Paul Matic, Rezitation
Sonntag, 25. Juni, 11 Uhr
Arkadenhof Schloß Gutenstein
>
Lieder von Franz Schubert mit Georg Golser, Bariton und Stephen Delaney, Klavier
Sonntag, 2. Juli, 16 Uhr
Wallfahrtskirche
>
"Heiter bis wolkig" mit Heinz Zednik, Tenor, Konrad Leitner, Klavier, Gerhard Tötschinger, Rezitation
Samstag, 5. August, 16 Uhr
Mariahilfberg/Servitenkloster/Refektorium
>
Kammermusik mit dem JESS-TRIO, Johannes Kropfitsch, Klavier Elisabeth Kropfitsch, Violine Stefan Kropfitsch, Violoncello
> Samstag, 12. August, 16 Uhr
> Mariahilfberg/Servitenkloster/Refektorium
>
>
Karten € 25.- (Arkadenhof), € 15.- (Refektorium und Wallfahrtskirche) bei freier Sitzplatzwahl
Reservierungen unter: 02634/7788 oder 01/587 92 95
Nähere Infos: http://www.meisterklassen-gutenstein.at

WIENER STAATSOPER

Mehr als 600.000 Gäste sowie eine Auslastung von 96,54 % kann die WIENER STAATSOPER in der Saison 2005/2006 verzeichnen. Die Wiener Staatsoper eröffnet am 2. September 2006 mit dem „Tag der offenen Tür" ihre neue Saison.

Yannis KOKKOS Regisseur des BORIS GODUNOW

Yannis Kokkos ist Regisseur und Ausstatter der Wiener Staatsopernpremiere BORIS GODUNOW am 28. Mai 2007. Der gebürtige Grieche hat an zahlreichen internationalen Bühnen gewirkt. Zu den wichtigen Stationen seiner Karriere in den letzten Jahren zählen u. a. GÖTTERDÄMMERUNG, IPHIGÉNIE EN AULIDE und DER FLIEGENDE HOLLÄNDER an der Mailänder Scala. Im Herbst 2006 wird er am Théâtre de la Monnaie in Brüssel eine Neuproduktion von TRISTAN UND ISOLDE in Szene setzen und ausstatten.

BELVEDERE-GESANGSWETTBEWERB 2006 in Wien - die Ergebnisse:

Der Bariton Brian MULLIGAN (29) gewann am Samstag (8.7.06) in Wien den 25. Hans Gabor Belvedere Gesangswettbewerb. Die Plätze 2 und 3 in der Kategorie Oper gingen an den Countertenor Gerald THOMPSON (29), der auch den Medienpreis erhielt, und an die Sopranistin Gal JAMES (29).
Das Operettenfinale gewann der Tenor Iurie CIOBANU, den Publikumspreis gewann Rebeca OLVERA

Eberhard Waechter-Gesangsmedaillen

Wiener Staatsoper: Verleihung der "Eberhard Waechter Gesangsmedaillen 2006": 1. Preis (€ 8.700.-) an Janina BAECHLE für die Ortrud in LOHENGRIN an der Wiener Staatsoper und die Magdalena in DER EVANGELIMANN an der Wiener Volksoper. 2. Preis (€ 4.350.-) an Daniela FALLY für die Adele in DIE FLEDERMAUS an der Wiener Volksoper. 3. Preis (€ 4.350.-) an Lauri VASAR für die Titelrolle in L'ORFEO am Linzer Landestheater. Förderungspreis in Höhe von € 2.200.- erhalten Christine BUFFLE vom Tiroler Landestheater und Robert SELLIER vom Stadttheater Klagenfurt

Die WIENER STAATSOPER im September 2006

TAG DER OFFENEN TÜR und Präsentation der neuen Fassadenanstrahlung am 2. September. Die Wiener Staatsoper eröffnet am 2. September 2006 mit dem „Tag der offenen Tür“ ihre neue Saison. Gewählt werden kann zwischen einem Nachmittagstermin (16.45 Uhr) und einem Abendtermin (19 Uhr). Der Eintritt ist frei, auf Grund der großen Nachfrage werden ab 26. August 2006 an allen Vorverkaufsstellen der Bundestheater Karten ausgegeben. Festlicher Abschluß dieses Tages ist nach Einbruch der Dunkelheit (21 Uhr) die Präsentation der neuen Fassadenanstrahlung der Wiener Staatsoper. Der Eintritt in das Staatsopernmuseum ist an diesem Tag von 10 bis 21 Uhr frei. LA BOHÈME am 5. September 2006. Marcelo Álvarez gibt als Rodolfo sein Rollendebüt an der Wiener Staatsoper. Tamar Iveri ist als Mimì zu erleben. Weitere Rollendebüts geben Alexandra Reinprecht als Musetta, Vladimir Moroz als Schaunard und Ain Anger als Colline. Adrian Eröd singt den Marcello. Philippe Jordan dirigiert erstmals LA BOHÈME an der Wiener Staatsoper. Reprisen: 9./13./17./21. September. LOHENGRIN am 7. September 2006. In der Titelpartie ist Peter Seiffert zu erleben. Rollendebüts geben Petra Maria Schnitzer als Elsa und Petra Lang als Ortrud. Falk Struckmann singt den Telramund, Kurt Rydl den König Heinrich. Es dirigiert Peter Schneider. Reprisen: 11./15./19. September.

OPER GRAZ

Mit insgesamt 171.000 Zuschauern (rund 4.000 Besucher mehr als in der vorigen Saison) kann die GRAZER OPER auf eine äußerst erfolgreiche Opernsaison zurückblicken. Ganz oben in der Zuschauergunst standen dabei DIE ZAUBERFLÖTE (97 %), LA TRAVIATA (92 %), ANDRÈ CHENIER (81 %) und CRAZY FOR YOU (80 %). Im Schnitt waren die Sitzplätze der Opern-, Operetten-, Musical- und Ballettvorstellungen mit über 76 % ausgelastet.
„Wir sind sehr zufrieden und freuen uns sehr, dass unser wichtigster Partner, das Publikum, das was wir tun, so gut annimmt.“, so Intendant Jörg Koßdorff. Das Vertrauen in die kontinuierliche Qualität der Grazer Oper spiegelt sich auch in den ständig steigenden Abonnement-Zahlen wieder. Schon jetzt sind rund 300 mehr Opern-Abonnements als im Vorjahr verkauft worden, und der Verkauf läuft noch bis Anfang Oktober.

Die WIENER VOLKSOPER im September

An der WIENER VOLKSOPER steht Mozart gleich im September im Zentrum von drei Produktionen:
MOZART UND DIE FRAUEN - Ein Musikkabarett, am 12.9. - mit Ulrike Beimpold, Alexander Kuchinka und Christoph Wagner-Trenkwitz, DON GIOVANNI - ab 14. September, DIE HOCHZEIT DES FIGARO - ab 25. September. Eröffnet wird allerdings mit Wagners DIE MEISTERSINGER VON NÜRNBERG am 3.9.06.

VOLKSOPER: Einnahmensteigerung

VOLKSOPER WIEN: Saison 2005/06 brachte Einnahmen-Plus. Die Volksoper Wien hat zu Saisonende 2005/06 Erfreuliches zu melden: "Wir verzeichnen Mehreinnahmen von rund Euro 200.000,- und haben somit unsere Planung deutlich übertroffen. Der Weg stimmt, die Volksoper ist auf Kurs", zieht Volksopern-Direktor Rudolf Berger Bilanz über die Saison 2005/06.
Die aus Anlass des 50-Jahre-Jubiläums Musical an der Volksoper gezeigten Produktionen LA CAGE AUX FOLLES mit Karlheinz Hackl und die "Musical-Gala" waren absolute Publikumsrenner. Aber auch mit Oper konnte die Volksoper punkten: Auslastungssieger waren DIE ZAUBERFLÖTE mit 97,5 % und MEISTERSINGER mit 96,5 %. Besonders erfreulich entwickelte sich der Operetten-Herbst, insbesondere DER GRAF VON LUXEMBURG (80 % Auslastung). In der Spielzeit 2005/06 verzeichnete die Volksoper Wien 280.000 Gäste, die Auslastung des 1400-Plätze-Hauses in der Saison 2005/06 beträgt 78%.

Neuinszenierungen des LANDESTHEATERS LINZ 2006/07 (Musiktheater)

OTELLO (Dante Anzolini/Dennis Russell Davies; Gabriele Rech) am 30.9., DER BETTELSTUDENT (Marc Reibel; Emmy Werner) am 14.10., DAS TESTAMENT von Wilhelm Kienzl (Ingo Ingensand; Andreas Baesler) am 3.12., DIE FEUERROTE FRIEDERIKE –Kinderoper von Elisabeth Naske und Christine Nöstlinger (Boris Sitarski; Henry Mason) am 20.1.07 in den Kammerspielen, ORPHÈE von Philip Glass (Dennis Russell Davies; Daniela Kurz) am 21.1.07, EIN KÄFIG VOLLER NARREN (Marc Reibel; Karl M. Sibelius) am 11.2.07, DIE FEENKÖNIGIN von Henry Purcell (Dennis Russell Davies; Andreas Baesler) am 11.3.07, DIE LISTIGE WITWE von Peter Androsch (Sigurd Hennemann; Brigitta Nielsen) am 9.5.07 am Spielort „Eisenhand“, DER BARBIER VON SEVILLA (Marc Reibel; Sandra Leupold) am 12.5.07, LIEBESLIEDERWALZER – Chorkonzert von Johannes Brahms (Georg Leopold) am 23.2.07. Ballett: NUSSKNACKER UND MAUSEKÖNIG – Choreographie von Jochen Ulrich am 12.11., , DIE FEENKÖNIGIN von Michael Langeneckert am 11.3.07, LORENACCIO von Jochen Ulrich am 11.4.07, DAS HAUS DER BERNARDA ALBA von Mei-Hong Lin am 2.7.07, TANZ-EXTRA – Werkstatt für junge ChoreographInnen am 16.7.07 in den Kammerspielen.

BRUCKNERFEST LINZ

Ari Rath ist Festredner des BRUCKNERFESTES 2006 in Linz. Der israelische Journalist Ari Rath eröffnet mit seiner Festrede "Die Ewigkeit der Sprache der Musik" am 10. September 2006 das diesjährige Brucknerfest. Als langjähriger Chefredakteur und Herausgeber der traditionsreichen, englischsprachigen Tageszeitung „Jerusalem Post“ vertrat er immer die Linie eines Nahostfriedensprozesses. In diesem Sinne eines friedlichen Nebeneinanders der beiden Völker hat Wolfgang Winkler, künstlerischer Leiter der LIVA, Ari Rath eingeladen, die Festrede zu halten. Programmdetails zur Feierlichen Eröffnung Brucknerfest Linz (10.-30.9.2006): 10.9.2006, 10.30 Uhr, Brucknerhaus Großer Saal (auf Einladung) Wolfgang Amadeus Mozart: Ouverture zu "La Clemenza di Tito" KV 621. Begrüßung: Vizebürgermeister Dr. Erich Watzl, Festansprachen: Bürgermeister Franz Dobusch, Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer, Staatssekretär Franz Morak. Eröffnung des Brucknerfestes: Bundespräsident Dr. Heinz Fischer. Peter Androsch: aus der "Pussycats!-Suite" (Bearbeitung: Sven Birch) (Auftragswerk des Brucknerhauses, UA), Festrede: Ari Rath: "Die Ewigkeit der Sprache der Musik". Anton Bruckner: Marsch für Orchester d-Moll WAB 96. Bruckner Orchester Linz, Dirigent: Ingo Ingensand

ROSSINI IN SCHÄRDING

Erstmals Rossini-Oper in SCHÄRDING. Gioacchino Rossini : „Gelegenheit macht Diebe“. Nach der erfolgreichen Produktion von Paisiellos „Barbier von Sevilla“ im Vorjahr, steht heuer die turbulente Verwechslungskomödie „Gelegenheit macht Diebe“ des Meisters der italienischen Oper, Gioacchino Rossini, auf dem Spielplan der Sommeroper Schärding. Zusammen mit den Publikumslieblingen der vergangenen Produktionen, Clemens Unterreiner (Staatsoper Wien) und Maria Rosendorfsky (Theater Meiningen), sorgt Dirigent Gerhard Lessky am Pult des Orchesters der Sommeroper für ein musikalisches Feuerwerk. Michael Garschall inszeniert das tolle Verwirrspiel in der phantasievollen Ausstattung Alexandra Burgstallers. Premiere: 11.8.06. Weitere Vorstellungen am 14.8., 19.8. und 25.8.jeweils um 20 Uhr im Kubinsaal Schärding. Karten in allen Raiffeisenbanken OÖ. Infos: www.kulturverein-schaerding.at oder www.sommeroper.com

ERNANI in der Wiener Roßauerkaserne

ERNANI im Carl Szokoll-Hof der Wiener Roßauerkaserne bedeutet nicht mehr und nicht weniger als die Öffnung dieser Gründerzeit-Zwingburg für die Kunst. "Kultur beim Heer" ist die neue Linie bei Bundesheer neu- und das ermöglicht der "opernwerkstatt wien" (Anm. der Red.: soeben in die Schlagzeilen der österr. Zeitungen wegen des Vorwurfs gegen die Geschäftsführerin, ÖBB-Angestellte für Arbeiten der "opernwerkstatt" eingesetzt zu haben, geraten) - die sonst keinerlei Subventionen von der Öffentlichen Hand erhält - die Benützung dieser großartigen Spielstätte, deren Ziegelmauern eine sehr gute Akustik garantieren. Der Einbau eines ebenso zweckmässigen wie stilvollen Bühnenbildes wird auch für eine werkgetreue Optik sorgen, in der unter dem Dirigenten Tiziano DUCA in der Inszenierung von Robert SIMMA aufstrebende und bereits erfolgreiche Sänger zu hören sind, die sich bei Wettbewerben vielfach ausgezeichnet haben. Maurizio GRAZIANI (Ernani), Paolo RUGGIERO (Don Carlo), Nicolai KARNOLSKY (Silva), Latonia MOORE (Elvira) und Stefan TANZER (Jago) werden in Kostümen aus der Zeit singen: Wer die Wakhewitch-Kostüme aus dem Karajan-Carlos gerne wieder sehen will, der finde sich zu 4 Aufführungen (Beginn jeweils 20,45 h) im wunderschön renovierten historistischen Gebäude ein. I.M.S


WIENER BLUT im Schönbrunner Schloßtheater

WIENER BLUT im SCHLOSSTHEATER SCHÖNBRUNN: Die Johann Strauß-Operette geht in die 2. Runde. Am 14.Juli hat die Erfolgsinszenierung von Volker Vogel unter der musikalischen Leitung von Herbert Mogg in Schönbrunn ihre diesjährige Premiere. Zeitraum: 14. Juli – 27.August 2006 Di-So um 19,30 h, Nachmittagsvorstellungen am 19./20./26./27.August um 17,30 h. Kartenvorverkauf: 0664-1111 600, http://www.musik-theater-schoenbrunn.at.

OTTO EDELMANN SOCIETY

OTTO EDELMANN SOCIETY, Verein zur Förderung junger Künstler, stellt sich vor: Frau Ilse Edelmann, Gattin des unvergeßlichen Otto Edelmann, und die beiden Söhne Peter und Paul Armin Edelmann möchten fortsetzen, was dem Lehrer Otto Edelmann ein großes Anliegen war, nämlich junge Talente zu fördern und ihnen die Möglichkeit zu geben, vor Publikum aufzutreten. Dafür steht der Otto Edelmann Saal , 1010 Wien, Goethegasse 1, 2 Stiege/3 Stock zur Verfügung. Die OES soll auch ein Forum zur Begegnung zwischen arrivierten Künstleinnen und Künstlern und den jungen Talenten werden - und, dem Gedankengut des geschätzten Sängers folgend, auch eine breite künstlerische Vielfalt ansprechen. Es ist auch geplant kompetente Gäste einzuladen, die den angehenden Künstlern mit Rat zur Seite stehen wollen. Das erste Konzert ist bereits am 29.Juni sehr erfolgreich abgehalten worden. Peter Edelmann hatte eine junge Mezzosopranisten, Raia LUBOMIROVA, vorgestellt und mit ihr auch Duette gesungen. Ein sehr gelungener Abend.
Zur Verwirklichung dieses Vorhabens bedarf es aber Mitglieder, möglichst vieler Mitglieder und Sponsoren. Jahresbeiträge für fördernde (à 50.- Euro) oder ordentliche Mitglieder ( à 30.- Euro). Genauere Infos: Tel.Nr. 512 75 04, oder schreiben Sie an " office@ottoedelmannsociety.at
Die Mitglieder werden über die Entwicklungen und Aktivitäten laufend informiert. Das Herbstprogramm ist in Vorbereitung und wird im September bekannt gegeben, bzw. kann unter der vorgenannten Telefonnummer erfragt werden

HAYDN-FESTSPIELE EISENSTADT

Vom 6.Juli bis 17. August veranstalten die Haydn-Festspiele EISENSTADT wieder die beliebten Sommerkonzerte auf Schloss Esterhazy. Jeden Donnerstag um 20 h stehen dabei renommierte Ensembles und internationale Stars wie das „David-Trio“ (Gewinner des 2. Intern. Haydn Kammermusik-wettbewerbes 2004), das „Kismarton Quartett, die Pianisten Natasa Veljkovic (Clara Haskil-Preisträgerin) und Gergely Bogányi (1. Preisträger des Intern. Franz Liszt Wettbewerbes) sowie viele andere interessante Musikerauf dem dem Programm. Ganz besonders eindrucksvoll wird sicherlich die Aufführung von Mozarts „Missa in c-moll KV 427“ mit dem Chor und Orchester der Eisenstädter Sommerakademie unter der Leitung von Michael Deane Lamkin, gemeinsam mit Joseph Haydns Symphonie Hob.I:31 „Mit dem Hornsignal“. Infos: http://www.haydnfestival.at, mailto:office@haydnfestival.at. , Tel. 02682-61866.

JENNERSDORFER KULTURHERBST 2006

Intendant Dietmar KERSCHBAUM stellte das Programm des JENNERSDORFER KULTURHERBSTES 2006 vor, in dessen Zentrum fünf Aufführungen von Beethovens Oper FIDELIO stehen. Spielort ist das Schloss Tabor in Neuhaus am Klausenbach. Die Leonore ist Therese WALDNER anvertraut, ihr Florestan wird von Jeffrey DOWD gesungen. Weiter wirken mit Moritz GOGG, Rainer ZAUN, Lars WOLDT, Renate PITSCHEIDER und Dietmar KERSCHBAUM. Regie führt Robert HERZL, es dirigiert Sebastian WEIGLE. Die Premiere findet am 17. August statt. RUSALKA, die Märchenoper von Antonin Dvorak, wird in einer Fassung für Kinder im Kulturzentrum Jennersdorf aufgeführt. Die Premiere ist am 6. September, 7 weitere Aufführungen folgen. Ein Gala-Recital am 20. August in der Stadtpfarrkirche Jennersdorf unter dem Motto „ VON EWIGER LIEBE“ bringt Liebeslieder der Romantik von Beethoven, Schubert, Schumann, Brahms und Wolf. Die Ausführenden sind Renate Pitscheider, Christa Ratzenböck, Dietmar Kerschbaum und Moritz Gogg. Weitere Veranstaltungen auch aus dem Bereich der bildenden Kunst runden das Angebot ab. Weitere Informationen: www.kulturkreis.co.at oder Tel.: +43 (0) 3329/43037

WILTENER SÄNGERKNABEN feiern Jubiläum

WILTENER SÄNGERKNABEN feiern 60 Jahre Wiederbegründung: Die Wiltener Sängerknaben sind eine Institution des Prämonstratenser Chorherrenstiftes Wilten in Innsbruck. Im heurigen Jahr feiern sie ein rundes Jubiläum: 1946 wurde der Chor nach einer kurzen kriegsbedingten Unterbrechung in der heutigen Form wiederbegründet und damit eine jahrhundertelange Tradition fortgesetzt – die Geschichte des Sängerknabeninstituts am Stift Wilten reicht zurück bis ins 13. Jht. Somit zählen die Wiltener Sängerknaben zu den ältesten Knabenchören des Alpenraumes (sie sind auch um etwa 250 Jahre älter als die Wiener Sängerknaben). In den vergangenen Jahrzehnten sind die Wiltener Sängerknaben in Hinblick auf Chorgröße und Qualität beständig gewachsen und gelten mittlerweile als einer der renommiertesten und besten Knabenchöre in ganz Europa. Neben dem Konzertchor gibt es heute vier Nachwuchschöre, in denen insgesamt etwa 150 Sängerknaben eine fundierte musikalische Ausbildung erhalten. Die Knaben im Konzertchor sind zwischen 10 und 14 Jahre alt – viele von ihnen bleiben auch nach dem Stimmbruch dabei und singen als Tenöre und Bässe weiter. Jedes Jahr zu Schulbeginn werden „Schnupperproben“ angeboten, bei denen interessierte Buben ab etwa 6 Jahren erste Töne versuchen können. Die künstlerische Leitung liegt seit 1991 in den Händen von Dir. Mag. Johannes Stecher. Gemeinsam mit seinem Stimmbildner-Team kümmert er sich mit viel Engagement und jahrzehntelanger Erfahrung um die stimmliche Entwicklung der Kinder. Ab dem Schuljahr 2006/07 bilden die Wiltener Sängerknaben eine eigene Fachabteilung im Tiroler Landeskonservatorium, was eine weitere Aufwertung der Ausbildung darstellt. Das Repertoire des Chores ist breit gefächert – es umfasst geistliche Werke (von Motetten bis hin zu großen Messen und Oratorien), traditionelle Volkslieder aus Tirol und dem Alpenraum, klassische Lieder von Mozart, Brahms und Schubert, bekannte Arien und Chöre aus Oper und Operette uvm. Ebenso vielfältig sind auch die Auftrittsbereiche – sie reichen von Chorkonzerten, Mitwirkung bei Chor-Orchesterkonzerten, Messgestaltungen, Opernengagements und Rundfunkaufzeichnungen bis hin zur musikalische Umrahmung großer Events (Ski-WM 2001 in St. Anton am Arlberg, Eröffnung des neuen Bergisel-Stadions 2002 in Innsbruck, Kongresse, Tagungen, etc.). Die Höhepunkte des heurigen Jubiläumsjahres sind: Mitwirkung in R. Wagners Oper „Parsifal“ im Rahmen der Tiroler Festspiele Erl (16., 23. und 29.7.), das große Jubiläumskonzert mit einer Aufführung von C. Orffs „Carmina burana“ (29.11.) sowie eine Reihe von Konzertreisen nach Liechtenstein, Südtirol, Ungarn und durch ganz Österreich (Wels, Steyr, Eisenstadt, Pinkafeld, Kirchberg am Wagram, Lilienfeld, Heiligenkreuz, Frastanz, Bludenz, St. Anton am Arlberg, Lech am Arlberg uvm.). Nähere Informationen über die Wiltener Sängerknaben und unsere nächsten Auftritte finden Sie auf unserer Homepage unter www.saengerknaben.com.

"operklosterneuburg" mit HOFFMANNS ERZÄHLUNGEN

Andrés Orozco-Estrada dirigiert „Hoffmanns Erzählungen“ bei operklosterneuburg 2006
Andrés Orozco-Estrada, seit dem Vorjahr neuer Musikchef der operklosterneuburg, wird im Festspielsommer 2006 Offenbachs einzigartigen Welterfolg „Hoffmanns Erzählungen“ dirigieren. Mit diesem programmatischen Kontrapunkt will die operklosterneuburg zu Ehren des Musikgenies Mozart eine exemplarische Interpretation des Offenbach-Werkes präsentieren.
Der gebürtige Kolumbianer Andrés Orozco-Estrada wurde ab der Saison 2005/2006 zum Chefdirigenten von „recreation – Großes Orchester Graz“ bestellt und zählt zu den aufstrebendsten Talenten unter den Jungdirigenten. Zuletzt feiert er sowohl mit dem Gewandhausorchester Leipzig als auch mit dem Schwedischen Radio-Sinfonieorchester große Erfolge.
operklosterneuburg 2006:
"Hoffmanns Erzählungen"
Jacques Offenbach, Kaiserhof des Stiftes; Premiere: 9. Juli
Vorstellungen: 12., 14., 15., 19., 22., 26., 28., 29. Juli; 2., 4. August jeweils 20.00 Uhr;
Oper für Kinder: 23. Juli, 18.00 Uhr;
Kartenverkauf: Kulturamt Klosterneuburg, Tel. 02243 / 444 - 424 oder 425,
mailto: karten@operklosterneuburg.at, http://www.operklosterneuburg.

AUGENSPIELTHEATER HALL IN TIROL

AUGENSPIELTHEATER HALL IN TIROL: Viel Ehr für ein kleines Theater! Der Bühnenbeirat des Bundeskanzleramtes hat in der abgelaufenen Saison die Produktion von COSI FAN TUTTE unter der Regie vom Theaterleiter Renè Zisterer in Hall in Tirol besucht und war von der künstlerischen Qualität der Aufführung begeistert. Als eine der besten freien Theateraufführungen des Jahres in Österreich wird dieser Produktion deshalb ein Förderpreis in der Höhe von EUR 5.000,-- zuerkannt. Zisterer wird in der Saison 2006/07 an der Volksoper Carl Orffs DIE KLUGE inszenieren.

HERBSTTAGE 2006 in BLINDENMARKT

HERBSTTAGE BLINDENMARKT 2006 (Intendanz Michael Garschall): GASPARONE von Carl Millöcker (Kurt Dlouhy, Gernot Kranner) am 6./13./14./20./21./27./28.10., 8./15./22./29.11.06. Karten/Infos: Tel. 07473-66680 (Fr 10-12h), http://www.herbsttage.at.

IV. MALERFEST in der Burgruine Reichenstein (OÖ/Mühlviertel/Waldaisttal

Unsere Verbindung zur Oper ist der Bassist Hans SISA, der auch - oder in erster Linie (so genau kann man das beim "Universalkünstler" Sisa nicht sagen) - Maler ist. Gemeinsam mit seiner - ebenfalls singenden - Gattin Sophia Larson ist er Initiator des Malerfestes im oberösterreichischen Mühlviertel, das dieses Jahr den Italienischen Maler Ernesto Marchesini (geb. 1944) im Rahmen einer "Sonderausstellung zum Mozartjahr" in den Mittelpunkt stellt. Veranstalter ist die Gemeinde Tragwein. Neben Werken von Hans Sisa stellen noch aus (Ölbilder, Skulpturen, Textilkunst): die Schweizer Joe Brunner, Heinz Fuhrer, Hansueli Urwyler und ZEH-HA, aus Deutschland Blonay Fuchs sowie die Österreicher Leo Gans, Fitz Heidecker, Katharina Past, Peter Rieder, Rudi Lehrl, Bernhard Schinko, Dorli Sölder, Wolfgang Wallner und Robert Wunderl.
Vernissage mit umfangreichen Rahmenprogramm (auch kulinarisch)ist am 5. August um 19 h, die Ausstellung ist vom 6. bis 20. August wochentags von 11-17 h, Sonn- und Feiertags von 10-17 h geöffnet.
Kontakt, Infos (auch über Übernachtungsmöglichkeiten etc.): "Art Larson", Tel. 02739-2634, ab 31.7. mobil 0664 3110565, mailto:larson-sisa@utanet.at, http//:www.artlarson.org (Malerfest)

Vorankündigung: SIRENE-OPERNTHEATER im Wiener Jugendstiltheater

CIRKUS
Eine Oper von Kristine Tornquist und Jury Everhartz
Uraufführung
Premiere am Mittwoch, 6. September 2006 um 20 Uhr im Jugendstiltheater am Steinhof, Baumgartner Höhe 1
Weitere Vorstellungen am 8., 9. ,12., 19., 21. September um 20 Uhr

Text: Kristine Tornquist

Musik: Jury Everhartz

Musikalische Leitung: Anna Sushon

Regie: Kristine Tornquist

Bühne: Jakob Scheid

Kostüm: Andrea Költringer, Markus Kuscher

Solisten: Nina Plangg, Maida Karisic, Dieter Kschwendt-Michel, Bartolo Musil, Annette Schönmüller und Günther Strahlegger

das Rote Orchester

Oper im Zirkus, Zirkus in der Oper
Die Tiere eines kleinen Zirkus führen ein Doppelleben als Artisten. So ist die Hochseiltänzerin auch eine Tigerin, der Clown ein Elefant, die bärtige Dame ein Affe und der Dompteur ein Bär, wodurch die Beziehungen zwischen ihnen ein komplexes und doppeldeutiges Netz ergeben. Im Zusammentreffen von Mensch und Tier findet sich für eine Oper ein Spannungsfeld zwischen Tag- und Nachtseiten der Figuren, die Möglichkeit, einander widerstrebende oder unbewusste Motive darzustellen. Das Tier fungiert als missverstanderer Stellvertreter der Leidenschaft oder als Ausweg des Triebes aus einer Zivilisation des Triebverzichts und bleibt doch auch sein eigener Gegenspieler. Zwischen Raubtierkäfig, Garderobe und Manege entspinnt sich so eine bunte und verwickelte Geschichte zum Kriminalfall und führt die Protagonisten über Leidenschaften und Intrigen in die Katastrophe, bis der Zirkusdirektor - begleitet von seiner Assistentin, der kleinen Zuversicht - mit einer magischen Nummer eingreift und die eskalierenden Triebe wieder in den Käfig der Zivilisation rückverzaubert.

Als allwissende Figur hält der Zirkusdirektor die Fäden in der Hand, er präsentiert den Kampf der Raubtiere, nicht ohne sie im letzten Moment voreinander zu retten.

Zirkus - die Geschichte

Als dem Zirkusdirektor die Kasse mit den Eintrittsgeldern zu Boden fällt, erwacht der schlafende Zirkus und das Verhängnis nimmt seinen Lauf. In ihren engen Käfigen erwachen die Tiere, tappen unruhig in ihren Käfigen hin und her, denn die Tigerin hat von Jagd und Blut geträumt. Aber die blinde Gier nach den blinkenden Münzen ist nur eine der folgenreichen Leidenschaften, in denen die Zirkustiere und ihre menschliche zweite Seite ihre Fehler machen. Denn ob nun der Dompteur Rodolfo mit der Kasse flüchten will oder Lucie, die Hochseilartistin, ehrgeizige Pläne für die Zukunft hat, ob die bärtige Dame Olga Rodolfo erpresst, um den Clown Bruno endlich für sich zu gewinnen, oder ob wiederum der vor Neid auf das schöne Kostüm des Dompteurs fast platzt – jeder von ihnen verstrickt sich immer tiefer in ein Netz von Intrigen, bis jeder gegen jeden steht. Doch währenddessen hat längst die Zirkusvorstellung begonnen und der Zirkusdirektor führt sein strenges Regiment: Sensationen, Sensationen, dem Publikum soll etwas geboten werden! Am Höhepunkt - der Hochseilnummer - bricht alles zusammen. Die Artistin stürzt ab und die Artisten - alle längst wieder in Tiere verwandelt - sind bereit aufeinander loszuspringen und sich gegenseitig zu zerfleischen, das Zirkuszelt droht zusammenzufallen. An diesem Punkt greift der Direktor, unterstützt von seiner Assistentin - der kleinen Zuversicht - mit seiner Magier-Nummer ein und zaubert die Protagonisten aus der ausweglose Situation, in die sie sich gebracht haben. Als Tiere finden sie sich wie anfangs in ihre engen Käfige gesperrt - und man kann sich vorstellen, dass nun bald alles von vorne beginnen wird. Der Affe wendet sich ans Publikum, er beschwört die Ähnlichkeit zwischen Affen und Menschen...

Zwischen Tieren und Menschen
Im Zirkus benehmen sich die Tiere wie Menschen - und Menschen die Tiere. Elefanten, die wie Menschen tafeln, bekleidete Affen, rechnende Pferde und aufrecht spazierende Hunde - demgegenüber Schlangenmenschen, die behaarte Dame oder wie Affen kletternde Artisten. Gerade diese verdächtige Unschärfe ist die Attraktion: der Unterschied zwischen Mensch und Tier, scheint der Zirkus zu beweisen, ist nur eine Frage des Kostüms. Das Vaudeville Zirkus von Kristine Tornquist und Jury Everhartz spielt in diesem Spannungsfeld.

Musik und Szene
Jury Everhartz hat für die 16köpfige Zirkuskapelle und sechs Solisten eine rasante, treibende Musik komponiert, deren boshafter Witz in schnellen Wechseln und unerwarteten Volten liegt. Everhartz greift auf Motive und Ansätze klassischer Zirkusmusik aus den 20er Jahren zurück – Polkas, südamerikanische Tänze wie Tango und Mambo, auf Rags wie Elephantwalk und Bear Step, Bläserformationen und Trommelkaskaden - um sie zu überlagern, zu verfremden und zu karikieren und damit die Launen, Intrigen und auch Traurigkeiten der Figuren zu begleiten.

Es ist kein gewöhnliches Ensemble, das diese Uraufführung im Jugendstiltheater auf die glitzernde Variete-Bühne bringt: Sänger sind auch Artisten, die Sopranistin wird zersägt, die bärtige Dame macht einen Striptease, die Tigerin wird im Tango gezähmt, auch im Orchester sitzen Tiere und zu erwarten sind auch noch einige circensische und musikalische Überraschungen mehr...

sirene Operntheater
Seit 1998 bringt das sireneOperntheater um die Autorin und Künstlerin Kristine Tornquist den und den Komponisten Jury Everhartz seine Musiktheater-Uraufführungen auf die Bühne, zuletzt 2004 „das Krokodil“ nach Dostojewskis skurriler Kurzgeschichte mit 12 Klavieren und - in Koproduktion mit dem Tiroler Landestheater - der Kurzopernabend „7 Operellen“ von je 7 österreichischen Autoren und Komponisten, 2006 die Monooper „Das Tagebuch der Anne Frank“ von Grigori Frid im Wiener Jugendstiltheater.

Jury Everhartz
1971 in Berlin geboren, Komponist, Organist und Dirigent in Wien. Organist in Mariahilf, Gründungsmitglied des sireneOperntheaters. Von Jury Everhartz wurden seit 1998 7 Opern auf die Bühne gebracht.

Kristine Tornquist
1965 in Graz geboren. Nach Chemiestudium, Ausbildung zum Gold-und Silberschmied und Studium der Metallbildhauerei an der Hochschule für Angewandte Kunst in Wien kreist Kristine Tornquist frei zwischen Bildender Kunst, Theater und Dramaturgie.
Mehr Informationen auf der Seite des sireneOperntheaters http://www.sirene.at/projekt_zirkus.htm
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Deutschland

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Aktualisiert: 

07.09.2006 16:45:06

Vorschau: Saisoneröffnung an der OPER FRANKFURT mit der Wiederaufnahme von Händels AGRIPPINA

Mit der Wiederaufnahme der letzten Premiere der Spielzeit 2005/06 eröffnet die Oper Frankfurt nun die Saison 2006/07. Agrippina ist die zweite und letzte Oper, die Georg Friedrich Händel (1685-1759) während seiner langen und produktiven Italienreise von 1706 bis 1710 schrieb: Um ihrem Sohn Nerone den Kaiserthron zu sichern, ist Agrippina jedes Mittel recht. Sie lässt ihren Ehemann Claudio für tot erklären, spielt ihre beiden Verehrer Pallante und Narciso gegeneinander aus und betätigt sich zudem als „Strippenzieherin“ weiterer Intrigen. Am Ende der turbulenten Ereignisse verzichtet Claudio zugunsten Nerones auf den Kaiserthron. Agrippina hat ihr Ziel erreicht. Die Inszenierung des international erfolgreichen schottischen Regisseurs David McVicar feierte ihre Premiere am 2. Mai 2000 am Théâtre Royal de la Monnaie in Brüssel. Er zeigt das Werk als aktuelles Satyrspiel, ohne in die bei Händel-Inszenierungen beliebten Albernheiten abzugleiten. Fachpresse und Publikum waren sich einig: Moderner und intelligenter kann man Barockoper kaum spielen. Im Anschluss an die umjubelte Premiere begeisterte die Produktion am Théâtre des Champs-Elysées auch die Pariser Opernfans. Nach den Vorstellungen an der Oper Frankfurt wird die Inszenierung an der English National Opera gezeigt und kehrt vorerst nicht wieder auf den Frankfurter Spielplan zurück. Doch zuvor steigen hier Kristina Hammarström (Nerone) und William Towers (ab der zweiten Vorstellung als Ottone alternierend mit dem premierenbewährten Lawrence Zazzo) als Gäste neu in die Produktion ein. Am Pult steht wieder Studienleiter Felice Venanzoni, der bereits die musikalische Leitung der Premierenserie verantwortete.
Die Vorstellung am 27. August 2006 eröffnet die neue Reihe OPER für ALLE: Alle Karten kosten an diesem Abend lediglich € 10 und 15.

Wiederaufnahme
AGRIPPINA
Oper in drei Akten von Georg Friedrich Händel
Text von Vincenzo Grimani
In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln
Musikalische Leitung: Felice Venanzoni
Inszenierung: David McVicar
Szenische Leitung der Wiederaufnahme: James McNamara, Alan Barnes
Bühnenbild und Kostüme: John Macfarlane

Agrippina: Juanita Lascarro
Nerone: Kristina Hammarström
Poppea: Anna Ryberg
Claudio: Simon Bailey
Ottone: Lawrence Zazzo / William Towers (27. August, 2., 8., 10., 22. September 2006)
Pallante: Soon-Won Kang
Narciso: Christopher Robson
Lesbo: Gérard Lavalle
Wiederaufnahme: Donnerstag, 24. August 2006, um 19.00 Uhr im Opernhaus
Weitere Vorstellungen: 27. August (OPER für ALLE), 2., 8., 10., 14., 16., 22., 25., 30. September 2006
Tickets an den üblichen Vorverkaufsstellen oder unter http://www.oper-frankfurt.de

Musical über Rudolph MOSHAMMER: DAISYS KÖNIG. Meinhard Rüdenauer komponiert

Meinhard RÜDENAUER komponiert die Musik für das Kammermusical DAISYS KÖNIG auf die Songtexte und nach einer Idee von Thomas THALHAMMER. Die
Uraufführung des neuen Musicals, welches über den Lebensweg des ermordeten Modezaren Rudolph Moshammer in feinen psychischen Schattierungen erzählt, ist für 9. November im Oberanger Theater in München angesetzt.

Theater HEIDELBERG

Vorbildliche Bürgerinitiative unterstützt Sanierung der Städtischen Bühne
Am Sonntag, den 23.07. hatte der Freundeskreis des Theaters und Philharmonischen Orchesters der Stadt Heidelberg zu der Posiumsdiskussiuon „Das Theater braucht Hilfe!“ eingeladen. Grund dafür ist die notwenige Sanierung der Städtischen Bühne. Das allgemeine Interesse war so groß, dass die Veranstaltung, die eigentlich im Foyer geplant war, in den Saal umzog – rund 350 Besucher waren gekommen, um das Theater zu unterstützen! Die Oberbürgermeister-Kandidaten und Intendant Peter Spuhler sprachen über die Möglichkeiten der Gebäudesanierung, die Moderation übernahm die Ressortleiterin Lokales der Rhein-Neckar-Zeitung, Ingrid Thoms-Hoffmann. Der große Rückhalt durch die Heidelberger Bevölkerung wurde auch im Zuge der Diskussion ersichtlich. Zahlreiche Wortmeldungen machten den Stellenwert deutlich, den die Sanierung des Heidelberger Theaters und das Theater seit dem Beginn der Intendanz von Peter Spuhler bei der Bevölkerung hat. Auch die Spendenfreudigkeit im Anschluss an die Veranstaltung verdeutlichte die Wichtigkeit, die die Bürger dieser Initiative zumessen.
Alle Theater- und Konzertfreunde wurden von dem neu gegründeten „Bürgerkomitee zur Rettung des Heidelberger Theaters e.V.“, unter dem Vorsitz von Manfred Fritz, Chefredakteur der Rhein-Neckar-Zeitung, einer nie vorher dagewesenen Kampagne der Zeitung, zum Spenden aufgerufen. Im Anschluss an die Veranstaltung spendeten die Besucher großzügig – insgesamt hat sich die Bürgerinitiative zum Ziel gesetzt mit 4.000.000 €, einem Zehntel des benötigten Betrages, zur Sanierung beizutragen. Die Spendencoupons liegen im Theater und Philharmonischen Orchester der Stadt Heidelberg aus. Neben dem symbolischen Erwerb eines Theatersessels zu 1.000 €, besteht die Möglichkeit symbolische Bausteine á 10 € zu erstehen. Die Namen der Theatersessel-Spender werden auf den Stühlen im großen Haus auf einer Plakette für 10 Jahre angebracht. Ab 10 symbolischen Bausteinen, einem Spendenbetrag von 100 €, erhält der Spender einen goldenen Baustein, handsigniert und nummeriert von Intendant Peter Spuhler. Unter der Angabe des Verwendungszwecks „Baustein“ oder „Theatersessel“ kann der Spendenbetrag auf das Konto des Bürgerkomitees zur Rettung des Heidelberger Theaters Nr. 1155 bei der H+G Bank Heidelberg, BLZ 67 29 01 00 eingezahlt werden.
Eigeninitiative zeigen auch Städtische Einrichtungen und Privatpersonen, die mit ihrem Engagement die Sanierung vorantreiben möchten: So versteigert die Stadtbibliothek Bücher, Albert Van Haasteren eigene Kunstwerke und die Akademie für Ältere lädt ein zur Benefiz-Modenschau. Täglich gehen neue Unterstütungsvorschläge ein. Die genauen Termine dieser Benefiz-Veranstaltungen werden auf dem Spielplan des Theaters und Philharmonischen Orchesters der Stadt Heidelberg angekündigt.
Das „Bürgerkomitee zur Rettung des Heidelberger Theaters e. V.“ und das Theater und Philharmonische Orchester der Stadt Heidelberg planen, ehemalige Künstler des Hauses anzusprechen und um Unterstützung zu bitten.


Begeisterung zum Ende der Herrenchiemsee-Festspiele 2006


München, 24. Juli 2006 – Begeisterten Applaus gab es gestern Abend zum Abschluss der Herrenchiemsee-Festspiele 2006: Enoch zu Guttenbergs Aufführung von Mozarts Requiem mit der Chorgemeinschaft Neubeuern, dem Orchester der KlangVerwaltung sowie den Solisten Anna Korondi (Sopran), Anke Vondung (Alt), Jörg Dürmüller (Tenor) und Georg Zeppenfeld (Bass) wurde vom Publikum enthusiastisch aufgenommen. Auch die Kindertotenlieder von Gustav Mahler konnten in der Interpretation mit der Klangverwaltung und Anke Vondung überzeugen.

Durchweg positiv fällt auch die Gesamtbilanz der Herrenchiemsee-Festspiele 2006 aus: Zehn ausverkaufte oder fast ausverkaufte Konzerte, begeisterte Besucher, eine einzigartige Atmosphäre im magischen Schloss Ludwig II., zudem bestes Sommerwetter für den Auftritt der Alphornbläser in den Pausen sorgten rundum für Zufriedenheit.

Unter dem Motto „Mozart-Linien“ stand in diesem Jahr nicht allein die Hommage zum 250. Geburtstag des Salzburger Genies im Mittelpunkt, sondern es wurden Linien erkennbar, die von Mozarts Schaffen in die Zukunft weisen. Intendant Enoch zu Guttenberg und Dramaturg Klaus Jörg Schönmetzler konnten das internationale Renomée der Festspiele mit herausragenden Ensembles und Künstlern erneut bestätigen. So waren unter anderem Deutschlands derzeit bestes Streichquartett, das Leipziger Streichquartett, zu Gast sowie das Scottish Chamber Orchestra unter Joseph Swensen und die Bamberger Symphoniker unter Jonathan Nott.

Im kommenden Jahr werden die Herrenchiemsee-Festspiele viel Neues bieten, etwa einen neuen Aufführungsort – die wunderschöne Kirche auf der Fraueninsel – sowie ein auf 14 Tage verlängertes Programm. Mehr Informationen zu den Herrenchiemsee-Festspielen 2007, die vom 11. bis 22. Juli 2007 stattfinden werden, gibt es zum Start des Kartenvorverkaufs voraussichtlich im Dezember.

Die Herrenchiemsee-Festspiele werden von der Deutschen Bank als exklusivem Sponsor unterstützt.

Konzept der Herrenchiemsee-Festspiele „Der Welt entrückt“
Für seine Zeitgenossen erschien Ludwig II. als ein krasser Außenseiter. Ein Unzeitgemäßer, der dem rationalen Fortschrittsgeist des 19. Jahrhunderts seinen Wahn vom absoluten Königtum entgegensetzte. Für die Gegenwart erscheint Ludwig II. im Gegenteil als Inkarnation des 19. Jahrhunderts: hin und her gerissen zwischen Modernität und Historismus, Utopie und Realpolitik. Die Festspiele „Herrenchiemsee“ nehmen in jedem Jahr in ihrer grundsätzlichen Ausrichtung dieses Thema auf: die Polarisierung zwischen Utopist und realem Kunstförderer, für die Ludwig II. steht, die Gegensätzlichkeit, die er repräsentiert und die in der Musikwelt nach 1850 entweder als Anhängerschaft oder Opposition zu Richard Wagner zum Ausdruck kommt. In jedem Festspieljahr wird unter einem eigenen Thema diese Ambivalenz aufgearbeitet und als Grundmotiv der Bezug zu Ludwig II. hergestellt.
„Der Welt entrückt“: Festspiele in exklusivem Ambiente und berauschender Landschaft – weit entfernt vom üblicherweise hektischen Festivalbetrieb – im Schloss Ludwig II. auf der Herreninsel im Chiemsee.



Dresden: Ein Mythos kehrt zurück
Der Rosenkavalier-Stummfilm nach 80 Jahren wieder in der Semperoper


Der „Rosenkavalier“ auf Celluloid, gedreht an Wiener Originalschauplätzen, dazu die Musik von Richard Strauss, vom Komponisten bearbeitet zu einer rein instrumentalen „Filmmusik“: Dieses spektakuläre Projekt erlebte im Januar 1926 seine Premiere in der Dresdner Semperoper – dem Ort, an dem 15 Jahre zuvor schon mit sensationellem Erfolg die Opernuraufführung stattgefunden hatte. Richard Strauss persönlich dirigierte die Sächsische Staatskapelle. Seither gilt der „Rosenkavalier“-Stummfilm als ein Mythos. Nur selten jedoch war er wegen seines großen Aufwandes danach noch live zu erleben. Schließlich verschwand auch die letzte der insgesamt acht Filmrollen…
In Kürze kehrt der Film nun in die Semperoper zurück: Nach langer Vorbereitung gelang es dem Filmarchiv Austria, die alten Filmrollen sorgfältig zu restaurieren und das Filmfinale weitgehend zu rekonstruieren. Am 6. September 2006 erlebt der „Rosenkavalier“-Film auf diese Weise seine erneute Premiere in der Semperoper. Wieder spielt die Sächsische Staatskapelle Dresden, der Dirigent ist Frank Strobel, einer der international führenden Filmmusik-Dirigenten. ZDF und ARTE zeichnen das Ereignis auf, das in der Film- und Musikwelt mit großer Spannung erwartet wird.

Mittwoch, 6. September 2006, 19 Uhr
Semperoper

Der Rosenkavalier
Österreich 1925, Regie: Otto Wiene
Musik: Richard Strauss
Mit Huguette Duflos (Marschallin), Jaque Catelain (Octavian), Michael Bohnen (Baron Ochs auf Lerchenau), Paul Hartmann (Marschall) u.a.
Sächsische Staatskapelle Dresden, Dirigent: Frank Strobel
Erstaufführung der rekonstruierten Filmfassung
Länge: ca. 105’

Ein Kooperationsprojekt von Filmarchiv Austria, Filmverband Sachsen, Sächsische Staatsoper Dresden, ZDF in Zusammenarbeit mit ARTE

Bayreuther Festspiele 2006: Symposium „Beziehungszauber“ – Ring-Resonanzen


In der Premieren-Woche der Bayreuther Festspiele fand im Richard-Wagner-Museum, Haus Wahnfried, und zwar in der geschichtsträchtigen Halle, vom 30.-31.7.2006 ein hochkarätig besetztes Symposium der Bayerischen Akademie der Schönen Künste, der Friedrich-Baur-Stiftung und des Richard-Wagner-Museums zur Ring-Thematik statt, anlässlich der Neuinszenierung durch TANKRED DORST.

Nach der Begrüßung durch den Museumsdirektor Dr. SVEN FRIEDRICH und einem Grußwort von Freiherr Dr. GEORG V. WALDENFELS von der Friedrich-Baur-Stiftung, hielt Prof. Dr. Dr. h.c. DIETER BORCHMEYER (Universität Heidelberg), Präsident der Bayerischen Akademie der Schönen Künste, einen Vortrag mit dem Titel „Richard Wagners und Thomas Manns mythische Parallelaktionen: Der Ring des Nibelungen und Joseph und seine Brüder.“ Ebenso wie Richard Wagners Weltparabel ist Thomas Manns umfangreiches Romanwerk Joseph und sein Brüder eine Tetralogie. Am Beginn dieser Tetralogie mit „Tief ist der Brunnen der Vergangenheit“, von wo es noch tiefer hinunter geht, sieht Borchmeyer eine Parallele zum Rheingold-Vorspiel, das ebenfalls tief beginnt, aber dann aufwärts geht. Thomas Mann bildet hier Wagner also entgegen. Es geht bei ihm um das immer neue Infragestellen des Mythos. Mythische Geschlossenheit wie in Wagners Ring gibt es bei Mann nicht mehr. Für ihn ist der Mythos zeitlos, kommt im Menschlichen immer wieder vor. Mythos ist Lebensgründung. Borchmeyer hebt hervor, dass Richard Wagner der erste war, der das Wort Mythos gegen Mythologie (die Lehre von den Mythen) durchgesetzt hat. Er wollte von Mythologie nichts wissen. Wann ein mythisches Ereignis stattfindet, ist zeitlich nicht entzifferbar. Das ist auch in Manns Höllenfahrt, dem Vorspiel zum ersten Band des Josephsromans, abzulesen. Bei Wagner hingegen verkörpern die drei Nornen die drei Zeitbegriffe. Nur die 1. und 3. Norn verwenden das Wort „einst“ für Vergangenheit und Zukunft. So will Borchmeyer das Schlussmotiv der Götterdämmerung auch nicht als Erlösungsmotiv, sondern als Verheißungsmotiv verstanden wissen. Es ist eine Art Restitution, die Wiedergeburt einer neuen Welt, die nicht beschrieben wird. Aber am Schluss gibt es kein Es, sondern das Des... Borchmeyers Vortrag hatte somit auch direkten Bezug zur Deutung der Ring-Tetralogie durch Tankred Dorst, der ja auch den Mythos wieder stärker betonte.

Prof. Dr. Dr. h.c. UDO BERMBACH (Universität Hamburg) hielt darauf einen Vortrag zur Ideeengeschichte des Ring nach seiner Uraufführung 1876 „In Trümmer sprang der Verträge heiliger Haft“. Er geht dabei besonders auf Hans Paul Freiherr von Wolzogen, den Herausgeber der Bayreuther Blätter, und Dr. Otto Eiser ein, dessen Briefwechsel mit Wagner durch Curt von Westernhagen veröffentlicht wurde. Nach Bermbach gab Wolzogen dem Ring eine christliche Einfärbung. Brünnhilde war für ihn eine Heilige, stand für selbstlose, reine Liebe. Der Ring sollte die Zuschauer zu einem Christentum der Liebe bringen. Otto Eiser hingegen verglich den Ring mit Goethes Faust, wählte also einen anderen Ansatz. Zu Beginn der Ring-Rezeption wird der nordgermanische Mythos oft als Methapher für den speziellen deutschen Charakter ideologisch überhöht. Das beinhaltet eine kulturkritische Ablehnung der Moderne. Und dabei hatte der Ring eine politisch kritische Ursprungsmotivation. Houston Stewart Chamberlain war gegen die Verbindung zwischen Philosophie und Kunstwerk. Von Bermbach weist bei dieser Gelegenheit darauf hin, das Chamberlains früher Aufsatz von 1923 erstmals nun im „wagnerspectrum“ veröffentlicht wurde. Er kommt abschließend zur Charakterisierung von mindestens fünf Auslegungstendenzen des Ring nach seiner Uraufführung 1876: 1. Sehr früh, die Beschäftigung mit Text, Dramaturgie, Musik und Aufführungsproben im Rahmen eines werkimmanenten Interpretationsansatzes; 2. Von Wolzogen: Auf Quellen basierende Interpretation, durch Altertumsforschung in einen mythologischen Kontext gestellt. Religion des Mitleids, durch die Bayreuther Blätter transportiert; 3. Die philosophische Auslegung durch Schopenhauer; 4. Eine rassistische Interpretation des Ring, angeregt durch den Germanenmythos und die Rassentheorie von Arthur de Gobineau, für die es bei Wagner selbst keine Anhaltspunkte gibt; und 5. Mit der Religion, genauer mit dem Christentum, was nach Bermbach aber mit der Wagnerschen Auslegung auch nichts zu tun hat. Selbstverständlich kamen dann im 20. Jahrhundert viele weitere Auslegungen der Ring-Tetralogie hinzu.

Dr. OSWALD GEORG BAUER (München) spricht anschließend zur Landschaftsästhetik der wiedergefundenen Bühnenbildentwürfe des Bayreuther Ring von 1876 „Nicht das Heroische, sondern das Erhabene“. Die Skizzen und Entwürfe des Wiener Landschaftsmalers Joseph Hoffmann (1831-1904) - es handelt sich um fünf grosse Ölgemälde und 12 kleine Ölskizzen - galten als verschollen, konnten aber kürzlich sensationellerweise durch das Richard-Wagner-Museum erworben werden. Sie wurden während der Festspielzeit in einer Ausstellung im Bayreuther Markgräflichen Opernhaus gezeigt. Die fünf grossen stammen aus dem Privatbesitz eines Bayreuth-Besuchers, die 12 kleinen konnte man einem Händler abkaufen. Mit Schnee, Eiswänden, Bergen etc. kreierte Hoffmann neue Topoi des Erhabenen. Man sieht u.a. einen Vulkanausbruch als Naturschauspiel. Die Natur wird also zur Metapher, mit der das Erhabene dargestellt wird. Oft sieht man Eisberge und Gletscher, vor denen die klein wirkenden Menschen als Rezipienten stehen. Im Prinzip hat Wagner so auch den Schluss der Götterdämmerung gestaltet. Bauer zitiert Kant, für den das Erhabene ein bewegendes Gefühl war, sowie Schillers Grundessay von 1801 „Über das Erhabene“. Auch in den ossianischen Gemälden wird die Natur vom Menschen als über alles Menschliche gehendes Erhabenes erlebt. Er betont, dass für Wagner die Natur Handlungsträger war. Sie war grossartig, aber auch schrecklich. Die Hoffmanschen Bühnenbildentwürfe waren somit Ausdruck des Erhabenen, das Wagner zum ersten Mal im Musiktheater brachte. Bauer bezeichnet Hoffmann schliesslich als einen Aussenseiter, der einmal eine Chance bekam und sie nicht nutzte, denn es kam am Ende zum Zerwürfnis mit Wagner. Hoffmann starb verarmt 1904.

Dr. SVEN FRIEDRICH, Direktor des Richard-Wagner-Museums/Nationalarchivs Bayreuth behandelte dann das Thema „Der Ring in Bayreuth 1876-2000 – Szene und Zeitgeist.“ Er geht auf die Ring-Bühnenbildentwürfe der Gebrüder Max und Gotthold Brückner und Joseph Hoffmann (s.o.) ein, die er als historischen Naturalismus charakterisiert, über Emil Preetorius, der den Ring als Gleichnis verstand und deshalb zu einer symbolhaft vereinfachten Darstellung gelangte, bis auf den letzten Ring von Jürgen Flimm, in den Bühnenbildern von Erich Wonder. Sein Vortrag folgt vornehmlich der von ihm konzipierten Ausstellung im Markgräflichen Opernhaus, die in diesem Heft gesondert besprochen wird.

Prof. Dr. SUSANNE VILL (Universität Bayreuth) hält danach einen zum Teil recht unkonventionellen aber sehr interessanten Vortrag zum Thema „Stimmen in Ekstase – Singen nach Wagner“. Sie erläutert zunächst den Begriff der „Selbstentäußerung“ (Kenosis), der aus der Theologie kommt. Im Zustand der Selbstentäußerung, sagte Wagner, braucht manchmal die Stimme nicht gut zu sein, wenn sie so überzeugt. Er nannte oft den Begriff der Selbstentäußerung als wesentlich für vollkommenes Spiel. Das war eben bei der „Manière“ der Koloratur nicht möglich. Beim Belcanto wird der Sitz der Stimme in der Maske angenommen. Die Chacras werden genau hier aktiviert. Beim Wagner-Gesang der Selbstentäußerung wird der Ton hingegen in der Kopfkuppel (Scheitelchacra) angenommen. Der Sänger begreift sich als schwingendes Medium des Schalls, persönlicher Ausdruck wird aufgegeben, Überpersonelles auch. Er stellt sich in den Dienst des „wogenden Schwalls“. Die Stimme drückt nicht mehr Persönliches aus, sondern allgemeine Werte. Dies ist nach Vill eine Umwertung des Gesangs durch Wagner im Gesamtkunstwerk. Die Selbstentäußerung nimmt das Publikum durch das hohe Maß an Empathie voll ein, die sogar auf die Hörer übergehen kann. Die Magie der Stimme überträgt sich auf sie und kann sie geistig verändern, im Sinne einer empathischen Übertragung. Vill gibt sodann Beispiele fr den energetisierenden Einsatz der Wirkung von Musik in anderen Bereichen, wie den Wiegenliedern, der Marschmusik, den Trauergesängen etc. Dabei misst die sog. Psychoakustik, was im neuronalen System auf den eigenen Körper ausgeübt wird und was man hört. Bei 2.800 Hertz hat ein Tenor seine maximale Stimmkraft, ein liminaler Zustand ist hier erreicht. Am Ende, wenn es gut ist, erreicht das Publikum die „ewige Sehnsucht“ nach Ekstase! Man hat festgestellt, dass sich mittlerweile der Wunsch des Hörers immer mehr auf die Emersion, das Eintauchen richtet. Der Film Michael Jackson Number Ones, in dem er bei ekstatischem Gesang die geschundene Natur wieder herstellt, wird als eindrucksvolles Beispiel gezeigt.

Schliesslich hält Prof. Dr. SIEGFRIED MAUSER, Rektor der Hochschule für Musik und Theater München, einen Vortrag - mit Musikbeispielen am Flügel Richard Wagners - zum Thema „Vom akustischen Sehen und optischen Hören: Die Geburt der Filmmusik aus dem Geist des Wagnerschen Musikdramas.“ Zunächst zeigt er interessante Parallelen zwischen dem Bayreuther Festspielhaus und den heute üblichen Kinopalästen auf. In beiden ist das Auditorium allumfassend, ein ungeschiedenes Ganzes. In beiden gibt es eine extreme Fokussierung auf die Bühne, sowie von der Bühne auf das Publikum, also eine wechselseitige Sogbewegung. In beiden herrscht mystisches Dunkel, um das Umfeld radikal auszusperren, im Sinne einer mystischen Phantasmagorie (Traumwelt). In beiden ist der Klang mit dem Auge nicht lokal präzisierbar. Es kommt zu einer Entmaterialisierung des (indirekten) Klanges, zu einem reinen Mischklang. Es gibt also im Bayreuther Festspielhaus weder eine visuelle noch akustische Trennschärfung, was genau der Filmmusik entspricht. In einem Exkurs zum Parsifal demonstriert Mauser dann, dass Wagner durch die Pause gleich zu Beginn des Vorspiels den auratischen Schwebezustand erreicht. Damit öffnet Wagner das skelettierte Motiv von F. Liszt (Die Glocken von Strassburg, möglicherweise der Ursprung des Abendmahlsthemas) auf den Raum des Festspielhauses hin. Mauser schildert sog. Aktionszentren und Suggestionsfelder, die sich in klangvisuellen Tableaus manifestieren. Der Feuerzauber und das Waldweben aus dem Ring sind Beispiele für eher statische Tableaus. Im Feuerzauber ist der Kreis das Symbol für die Ewigkeit, für Schlaf, für Schutz. Der Kreis als visuelles Klanggebilde wirkt wie ein stehender Klangbildfilm. Eine szenische Vergegenwärtigung findet im Zwischenspiel der 2. zur 3. Szene des Rheingold statt. Es klingt wie die Überführung der Kunst in die Lebenswelt (Ambosse), im Sinne einer visualisierenden Filmmusik. Als Beispiel für visualisierende Zusammenhangsbildungen von Leitmotiven im Ring zitiert Mauser den Speereid, der nach unten offen ist und somit die Gefährdung der Verträge impliziert. Das ist ähnlich in der Filmmusik. Es gibt mittlerweile 26 Filme, die Original-Wagnermusik verwenden. Bei Wolfgang Korngold, dem ersten uneingeschränkt anerkannten Filmmusiker, gibt es hingegen sog. durchlaufende Leitmotive. Darin sieht Prof. Mauser als eine Fortsetzung des Wagnerschen Kompositionsstils.

Am Ende soll nicht unerwähnt belieben, dass SUNNYI MELLES und DIETER BORCHMEYER im Rahmen des Symposiums Szenen aus Wagners Ring lasen, mit Begleitung durch Siegfried Mauser an Wagners Flügel. Nicht zuletzt aufgrund dieser Sondereinlage war das Symposium ein voller Erfolg und brachte auch den „Eingeweihten“ viele neue Erkenntnisse.
Klaus Billand


Saisonrückblick Oper Frankfurt 2005/2006 und Situation der Opernhäuser im Rhein-Main- Gebiet:

Die Oper Frankfurt kann auch im vierten Jahr der Intendanz Bernd LOEBEs auf eine sehr illustere und erfolgreiche Saison zurückblicken:
Angefangen wurde mit einem ordentlichen UN BALLO IN MASCHERA, der allerdings an den legendären Maskenball in Gielens Glanzzeit sowohl sängerisch wie inszenatorisch nicht heranreichen konnte. Szenisch blieb er fragmentarisch, kreierte starke Momente und konnte dann doch nicht Größe gewinnen; sängerisch waren als Gäste Alt und Bariton nicht auf ganz hohem Verdi-Niveau.
Genau diese Stimmlagen beherrschten aber PIQUE DAME, die zweite Premiere, die vorallem musikalisch im sehr emotional-fesselnden Dirigat Sebastian WEIGLEs ein wahrer Leckerbissen wurde. Auch hier konnte die Inszenierung im kalten, grob- monumentalen Raum nicht wirklich überzeugen.
WERTHER als bewährte Brüsseler Produktion bestach mit einem Traumtitelhelden und einer homogenen Gesamtleistung des gesamten Teams.
Glänzend dann LA CLEMENZA DI TITO. Das heikle Stück war ein spannendes, feingliedriges Musiktheaterereignis geworden. Mit exeptionellen Sängerdarstellern und einer genialen, weil mit berückender Personenführung, sensiblen Regie Christoph LOYs durften die Frankfurter Zeugen einer großartigen Arbeit werden, die lange nachwirken wird.
Nahtlos gefolgt von Brittens DEATH IN VENICE, einem nicht minder schwierigen Stück, dass Keith WARNER hochkonzentriert mit einem fabelhaften, unübertrefflichen Protagonistenpaar zu einem weiteren Highlight werden ließ.
Auch PARSIFAL in der sehr sehenswerten, intelligenten Inszenierung von Christoph NEL war absolut erstklassig in der Besetzung wie orchestral. Gut, daß man trotz konzertanten Aufführungen in den Vorjahren diese szenische Umsetzung realisiert hat. Die Aufführung kann ihresgleichen lange suchen.
Der Opernchor, der ausgerechnet bei Wagner schwächelte (Intonation), konnte sich ein einer etwas harmlosen, aber gefälligen DIE VERKAUFTE BRAUT wieder sehr gut in Szene setzen, und auch hier gab es wieder sängerische Glanzleistungen unter den Soli.
Bei einer konzertanten GIOCONDA zeigte sich auch GMD Paolo CARIGNANI in Bestform. Mit Brio, positiver Energie und Gespür für Dramatik animierte er in der Alten Oper alle Mitwirkenden.
Eine witzige; gut besetzte AGRIPPINA, sowie diverse interssante (LA FINTA SEMPLICE) und ein wenig naive (COMBATTIMENTI) Inszenierungen in der zweiten Spielstätte, dem Bockenheimer Depot, ergänzten eine vielseitige und außerordentlich gelungene Spielzeit.
In puncto Vielgestaltigkeit des Programmes, sorgfältiger Auswahl an Gastsolisten und Leistungsfähigkeit des Ensembles, kann es momentan deutschlandweit kaum ein anderes Opernhaus mit diesem in Frankfurt aufnehmen.Vielleicht wird man in einigen Jahren vom „Frankfurter Ensemble“ sprechen können. Wo andernorts genau dies aufgelöst wird, setzt man hier auf diesen atmosphärisch und nivautechnisch unverzichtbaren Wert. Die Früchte dieser Aufbauarbeit werden bereits jetzt reichlich geerntet. Gerechtigkeitshalber wird in diesem Artikel bewußt auf alle Sängernamen verzichtet, da allen dieses Lob gebührt.
Nicht vergessen darf man das hochleistungsfähige Frankfurter Opern- und Museumsorchester, dass sich den verschiedenen Dirigenten schnell, willig und klanglich chamäleonhaft anpassen kann und so für Mozart oder für Tschaikowsky grundverschiedene Musiksprachen findet, sowie den mit vielen soliden Solisten gespickten Hauschor, der sich unbedingt in die mannigfaltigen Herausforderungen stürzt.
Aber auch technisch ist das Haus in einem fabelhaften Zustand und stellt sich den sehr unterschiedlichen Bedürfnissen grosser Regisseure wendig und aufwendig.
Hoffen wir auf weitere ähnlich neugierigmachende und erfolgreiche Jahre am Main.
Ein Opernbesuch als Durchreisender sollte zur Pflicht, kann aber auch zur Lust für jeden Musikliebhaber werden.

Bei den anderen Opernhäusern im Rhein- Main- Gebiet kann man in den letzten Jahren eine Kräfteverschiebung ausmachen.
Dominierte noch zu GMD- Zeiten Mark ALBRECHTs DARMSTADT in musikalischer Hinsicht die Staatstheater, so ist dort durch fragwürdige Personalpolitik ein intaktes Sängerensemble zerschlagen worden und bei weitem nicht in allen Positionen wiederhergestellt. Zusammenflicken ist doch weit schwieriger als kaputtschlagen. Immerhin nutzt man geschickt die schwierige Zeit des Umbaues, in dem man passende Stücke für das kleine Haus gefunden hat, die auch beim Publkum sehr gut angenommen werden.
Umso erfreulicher zeigt Marc PIOLLET am WIESBADENener Pult, dass es an diesem eher alten Glanz ausstrahlenden Haus künstlerisch wieder nach langer Durststrecke nach oben gehen kann, wenngleich konzeptionell eine erkennbare Linie, besonders in der Regisseurauswahl und Sängerpolitik fehlt.
MAINZ hat sich unter DELNON (Intendanz) und RÜCKWARDT (GMD) eine bessere Postition erkämpft und ist eines Staatstheaters nun nicht mehr nur im Titel würdig. Kluge Stückauswahl, solide Haussänger und engagiertes Musizieren und etablieren trotz geringeren Etats dieses Theater in der vorderen Mitte.
Und auch GIESSEN ist bereits seit einigen Jahren als kleinstes unter diesen Häusern dem Ruf der absoluten Provinz davongeeilt und belebt die Region mit interessanten Produktionen, die teils auch überregional Beachtung finden.
In KASSEL darf man auf neue Impulse durch die GMD- Wahl und die Wiedereröffnung des gerade renovierten Hauses hoffen.
Zusammenfassend ist zu sagen, dass jedes dieser Häuser für überraschende Aufführungen gut ist, und es hier eine herrliche Vielfalt an stilistischen und ästhetischen Sichtweisen zu erleben gibt.
Diese einzigartige Kulturlandschaft- in dieser Dichte vielleicht nur sonst im Ruhrgebiet vorhanden- zu erhalten, ist vordringliche Aufgabe alles Verantwortlichen.
Durch starke Besucherzahlen aber werden diesen die besten Argumente dafür geliefert.
Nichts wie hin also, in der nächsten Spielzeit!
Damian Kern

Christian THIELEMANN Mitglied der AKADEMIE DER SCHÖNEN KÜNSTE

GMD Christian THIELEMANN, Chefdirigent der Münchner Philharmoniker, wird neues Mitglied der Bayerischen Akademie der Schönen Künste. Zum Ehrenmitglied wurde Bayerns früherer Kultusminister Prof. Hans MAIER ernannt.

Jan VOGLER und MORITZBURG-FESTIVAL mit ECHO Klassik 2006 ausgezeichnet

Jan Vogler und das Moritzburg Festival für ihre Mozart-CD mit ECHO Klassik 2006 ausgezeichnet
Wie die Deutsche Phono-Akademie am 26. Juni 2006 bekannt gab, wird die Anfang des Jahres bei Sony Classical erschienene Mozart-CD des Moritzburg Festivals mit dem ECHO Klassik 2006 in der Kategorie "Kammermusikeinspielung - Ensemble des 17./18. Jahrhunderts" ausgezeichnet.

Bezugnehmend auf das Mozart-Jahr hat sich das Moritzburg Festival einigen seiner berühmtesten Kammermusikwerke gewidmet und diese auf zwei CDs eingespielt. Die erste Aufnahme beinhaltet seine Divertimento, Streichtrio in Es-Dur KV 563 sowie die Suite aus "Le Nozze di Figaro" in einer Bearbeitung für Streichquartett.

Jan Vogler, künstlerischer Leiter des Moritzburg Festivals, äußert sich zum Entstehen dieses Projektes: "Bei Recherchen in der ehemaligen Hofbibliothek des Hauses Fürstenberg stieß ich auf die hochinteressanten Bearbeitungen von Mozart-Opern von einem anonymen Zeitgenossen des Komponisten. Die Werke waren bisher weitgehend unbeachtet geblieben. Zu Unrecht, wie ich fand, geben sie doch Einblicke in die Musizierpraxis an den Fürstenhöfen zur Mozart-Zeit und gehören zu den wenigen ,Harmoniemusiken' in Streichquartett-Besetzung. Die Stücke spielbar zu machen und neu aufzuführen war ein besonderes Erlebnis und Anlass für das hier vorliegende Mozart-CD-Projekt." Sowohl auf der ersten als auch auf der zweiten Mozart-CD ist jeweils eine dieser wiederentdeckten Mozart-Opern in Streichquartett-Bearbeitung zu hören.
Die zweite Mozart-CD wird am 21. Juli 2006 bei Sony Classical veröffentlicht. Die Musiker der Aufnahme sind Jan Vogler, Viviane Hagner, Colin Jacobsen, Pekka Kuusisto, Mira Wang, Kai Vogler, Antoine Tamestit, Tatjana Masurenko, Ulrich Eichenauer und Louis Lortie, die Mozarts Streichquintett in C-Dur KV 515, das Klavierquartett in g-moll KV 478 und eine Suite aus Mozarts "Die Zauberflöte" in einer Bearbeitung für Streichquartett interpretieren.
Dieses Ensemble des Moritzburg Festivals besteht aus Solisten, die beim alljährlichen Moritzburg Festival zusammentreffen und im Rahmen von Kammermusik ihre unterschiedlichen Sichtweisen in einer neuartigen Interpretation verschmelzen lassen. Das diesjährige Festival findet vom 5.-20. August statt und thematisiert neben Mozart die beiden anderen großen Jubilare Schumann und Schostakowitsch. Außerdem wird die neu gegründete Moritzburg Festival Akademie, ein Kammerorchester mit jungen Musikstudenten aus aller Welt, zu erleben sein.

Markus Hertel ist neuer Opern- und Betriebsdirektor am Stadttheater Gießen

Markus Hertel ist neuer Opern- und Betriebsdirektor am Stadttheater Gießen. Der Regisseur und bisherige Szenische Leiter der Studienrichtung Musiktheater an der Bayerischen Theaterakademie München tritt seine neue Position zum 1. Januar 2007 an, steht dem Hausjedoch ab sofort in Vorbereitung seiner Aufgaben zur Verfügung.

Der gebürtige Essener Markus Hertel studierte Regie bei Prof. August Everding an der Hochschule für Musik in München. Mit der Diplominszenierung von Peter Maxwell Davies' Oper "Der Leuchtturm" schloss er 1991 seine künstlerische Ausbildung ab. Einer ersten Anstellung am Staatstheater am Gärtnerplatz folgten Engagements am Stadttheater Bern (Regisseur und Direktionsassistent), den Städtischen Bühnen Freiburg i. B. (Leiter des Künstlerischen Betriebsbüros) und der Hochschule für Musik Freiburg (Dozent für dramatischen Unterricht). Zuletzt hatte Markus Hertel die Stelle des Szenischen Leiters der Studienrichtung Musiktheater an der Bayerischen Theaterakademie in München inne. Neben seiner Tätigkeit als Dozent für Dramatischen Unterricht, Theater- und Betriebskunde sowie Vertragsrecht ist Herr Hertel kontinuierlich als Regisseur im Musiktheater und Schauspiel tätig.


PREMIEREN an Deutschlands Musiktheatern im September

Theater Augsburg: OTELLO (Rudolf Piehlmayer; Anthony Pilavachi; du Randt/Bränland; Bik, Lombardi, Unger) am 23.9., Komische Oper Berlin: AUFSTIEG UND FALL DER STADT MAHAGONNY (Kirill Petrenko; Andreas Homoki; Oertel, Gazdik; Späth, Larsen, Dusseljee, Ebenstein, Winkler, Sabrowski, Renz) am 24.9., Staatsoper Berlin: MARIA STUARDA (Alain Atinoglu; Karsten Wiegand; Karnéus, Mosuc; Bros, Fischesser, Kataja.) am 29.9., Oper Bonn: DER ROSENKAVALIER (Erich Wächter; Cesare Lievi; Weissbach, Bartz/Blattert; Jentjens) am 10.9., Stadttheater Bremerhaven: CARMEN (Stephan Tetzlaff; Thomas Mittmann; Ambric, Greiner; Putsch, Dewis) am 29.9., Theater und Philharmonie Thüringen: MOSKAU, MOSKAU (Moskau Tscherjomuschki)- Operette von Dmitri Schostakowitsch (Adrian Prabava; Steffen Piontek) am 17.9. im Landestheater Altenburg, Stadttheater Gießen: IL GIURAMENTO von Saverio Mercadante (Carlos Spierer; Helmut Polixa) am 30.9., Opernhaus Halle/Saale: LUCIA DI LAMMERMOOR (Pavel Baleff; Paul Curran; Grekova/Lichtenstein, Petrašovská; Sandoval, Gara/Nolte, Sales, Park, Giesecke) am 15.9., Staatstheater Karlsruhe: SIEGFRIED (Anthony Bramall; Denis Krief) am 30.9., Oper Köln: LOHENGRIN (Stenz; Klaus-Maria Brandauer; Nylund, Schaechter; Hagen, Vogt, St. Hill, Youn, Oh, Shen, Schwarzer, Schulzki ) am 9.9., Oper Leipzig: LUISA MILLER (Riccardo Frizza; Guy Joosten; Burato, Helfricht, Song; Furlanetto, Andreyev, Pursio, Vratogna, Süring) am 23.9., KISS ME, KATE (Stefan Diederich; Ana Christina Halffter; Larsen, Kriesel, Töpfer; Milev, Rainer, Voigt, Zugowski, Morgenstern, Herterich) am 30.9. in der Musikalischen Komödie, Theater Lübeck: LOHENGRIN (Roman Brogli-Sacher; Didier von Orlowsky; Amman, Waldner; Haller, Keremidtchev, McAllister, Quinn) am 10.9., KUSS DER SPINNENFRAU (Musical von John Kander) am 22.9., Südthüringische Staatsoper Meiningen: MONA LISA (Alan Buribayev; Ansgar Haag – Hagedorn, Dähne, Ionova, Rosendorfsky; Baydar, Belakowitsch, Priese, Meus, Montero, Nekel, E.Werner) am 15./17.9., Theater Regensburg: OTELLO (Raoul Grüneis; Rupert Lummer; Lamberti/Leitgeb; Yongkap Cho/Jurmu, Kruzel) am 30.9., Saarländisches Staatstheater Saarbrücken: DAS RHEINGOLD (Constantin Trinks; Christian Pöppelreiter, Musovic, Arkaeva, Pawlus, Glountchadze, Wiles, Kochukowa; Silins, Baehr, Drevinskas, Schasching, Mewes, Braun, Matsui, Simper) am 23.9., Mainfrankentheater Würzburg: LUCIA DI LAMMERMOOR (Jin Wang; Gregor Horres) am 23.9.,


José CARRERAS-GALA in Leipzig

CARRERAS GALA 2006 in Leipzig: Mit seiner traditionellen Benefizgala zugunsten leukämiekranker Menschen macht José Carreras in diesem Jahr das Dutzend voll: Bereits zum zwölften Mal wird der MITTELDEUTSCHE RUNDFUNK am 14. Dezember ab 20.15 Uhr die erfolgreiche Benefizsendung im Ersten live aus Leipzig übertragen. Gastgeber José Carreras und Moderator Axel Bulthaupt werden auch diesmal durch glanzvollen Abend mit vielen Stars und bewegenden Schicksalen führen. Mit Spannung wird die Liste der Gäste erwartet, die José Carreras und Axel Bulthaupt in der Gala präsentieren werden. Die ersten Einladungen wurden bereits ausgesprochen. Dabei ist jetzt schon sicher: Die Gala bietet auch in diesem Jahr ein spannendes und abwechslungsreiches Musikprogramm mit der bewährten Mischung aus Klassik, Crossover und Pop.
Wer die Gala live in Leipzig in der Neuen Messehalle 1 erleben möchte, kann sich bereits jetzt die begehrten Eintrittskarten sichern. Genau sechs Monate vor dem Event startete am 14. Juni der Ticketverkauf bei allen VVK-Stellen, unter der Tickethotline 0345 / 20 29 771 sowie im Internet unter http://www.kaenguruh.de

Der Indonesier Adrian Prabava wird 1. Kapellmeister von Theater&Philharmonie Thüringen

Theater&Philharmonie Thüringen hat einen neuen 1. Kappellmeister: Adrian Prabava. Mit der Premiere der Operette "Moskau, Moskau" gibt der junge Indonesier am 17. September seinen Einstand am Landestheater Altenburg.

Adrian Prabava wurde 1972 in Jakarta geboren. Mit 21 Jahren verließ er seine Heimat Indonesien, um in Deutschland Musik zu studieren. An das Violinstudium 1994 bis 2002 an der Hochschule für Musik Detmold schloss er ein Dirigierstudium an der Hochschule für Musik und Theater Hannover an, das er 2005 mit der Note 1,0 abschloss. Er belegte Meisterkurse im Dirigieren 1998 bei Sylvian Cambreling mit der NDR Radiophilharmonie Hannover, bei Jorma Panula 2002 in Amsterdam, 2003 in Valencia und 2004 in Trondheim. Beim 49. Concours International de Jeunes Chefs d'Orchestre in Besançon (Frankreich) 2005 errang er den 2. Platz.

Praktische Erfahrungen sammelte er u. a. von 2003 an als 1. Kapellmeister der Mitteldeutschen Kammerphilharmonie Schönebeck, deren kommissarischer Chefdirigent er 2005 für ein halbes Jahr wurde, sowie als Musikalischer
Assistent seines Dirigierlehrers Prof. Eiji Oue bei der NDR Radiophilharmonie Hannover. Im Programm der von ihm geleiteten Konzerte mit namhaften Klangkörpern stehen auch zahlreiche Uraufführungen. Seit 2006 ist Adrian Prabava zudem Musikalischer Assistent von Kurt Masur beim Orchestre National de France in Paris.

Staatstheater am GÄRTNERPLATZ, München

Premieren 2006/07 im STAATSTHEATER AM GÄRTNERPLATZ München: DIE LUSTIGEN WEIBER VON WINDSOR (Adrian Müller; Julia Riegel) am 15.10., UNDINE (Andreas Kowalewitz; Claudia Doderer) am 17.12., DIE GANZE WELT IST HIMMELBLAU (Operetten-Topographie- Claus Guth) am 18.3.07, INTOLLERANZA von Luigi Nono (Ekkehard Klemm; Florentine Klepper) am 13.5.07, DON GIL VON DEN GRÜNEN HOSEN von Walter Braunfels (David Stahl) konzertant am 6.6.07: Wiederaufnahmen gibt es von CANDIDE (11.10.), WERTHER (28.10.) und LA BOHEME (4.11.). Ballettpremieren: FESTIVAL DANCES (12.11.), CREATIVE HOUSE (11.2.07), GOLDBERG-VARIATIONEN/ RHAPSODY IN BLUE (22.4.07), TÄNZER CHOREOGRAPHIEREN (30.6.07).

ECHO KLASSIK an Riccardo CHAILLY

ECHO Klassik Award 2006 an Riccardo Chailly - und damit große Freude an der Oper Leipzig: Gewandhauskapellmeister und Generalmusikdirektor Riccardo Chailly wurde soeben mit dem ECHO Klassik Award 2006 für die CD-Einspielung von Felix Mendelssohn Bartholdys Sinfonie Nr. 2 B-Dur op. 52 „Lobgesang“ (Decca) mit dem Gewandhausorchester und dem Chor der Oper Leipzig ausgezeichnet. Der Preis, der seit 1992 alljährlich von der Deutschen Phono-Akademie verliehen wird, geht neben den Solisten Anne Schwanewilms, Petra-Maria Schnitzer und Peter Seiffert, dem Gewandhausorchester und GewandhausChor auch an den ebenfalls mitwirkenden Chor der Oper Leipzig, der damit einmal mehr seinen glänzenden Ruf unter Beweis gestellt hat. In einer Gala werden die Auszeichnungen des ECHO Klassik 2006 am 22. Oktober im exklusiven Rahmen der Philharmonie im Münchner Gasteig überreicht. Das ZDF zeigt die Preisvergabe unter dem Titel „Echo der Stars“.

Landestheater COBURG: "Spitzentuch der Spitzenklasse"

Ein “Spitzentuch der Spitzenklasse” gelang dem Landestheater COBURG mit der konzertanten Aufführung der (fast) vergessenen Johann Strauß-Operette CERVANTES oder DAS SPITZENTUCH DER KÖNIGIN im Rahmen des „Coburger Johann Strauß-Festivals 2006“. Nach dem SIMPLIZIUS vor 2 Jahren setzte Coburg einen weiteren gewichtigen Akzent. Konzertmeister Ralph Braun war – wie schon beim „Simplizius“ – wieder der „spiritus rector“ der Aufführung. In langer, akribischer Forschungsarbeit hat er die Handlung und deren Hintergründe entschlüsselt und aus eigener Sicht gedeutet. So kam es zu einer Aufführung „in neuem Verständnis und einer konzertanten Darbietung besonderer Art“, die GMD Alois Seidlmeier zusammen mit Solisten, Philharmonischem Orchester und Chor realisierte. Das Publikum nahm die Aufführung mit stürmischen Beifall entgegen. Nahezu jede Einzelnummer wurde mit spontanem Beifall aufgenommen.

OPER SCHLOSS LAUBACH - Sommerakademie für Operndarstellung

Am Abend des 31. Juli 2006 eröffnete Karl Georg Graf zu Solms Laubach gemeinsam mit dem neuen künstlerischen Leiter, dem aus München von der Bayerischen Theaterakademie August Everding kommenden Dr. Thomas Siedhoff, und dem Künstlerischen Beirat Gerhard Hüttl aus München die erste Sommerakademie für Operndarstellung. Kammersängerin Lilian Sukis, Professorin an der Universität »Mozarteum« Salzburg, beginnt ihren Meisterkurs, die Korrepetitoren Jovan Mitic aus Hannover, Cristian Peix aus Berlin und Nico Stabel aus Leipzig beginnen mit der musikalischen Einstudierung von zwei Programmen, die am 18. August 2006 im Kleinen Schlosshof und am 31. August in der jüngst eröffneten Herrenscheune im Areal des Laubacher Schlosses ihre Premiere haben werden.

Freitag 18. August 2006 und Samstag, 19. August 2006, 19.30 – 23.00 Uhr
Arien und Gastmahl im Kleinen Schlosshof zu Laubach (bei ungünstiger Witterung in der Herrenscheune)
Eintritt € 42 incl. Menü

Don Giovanni lädt zum Gastmahl ...

Mozarts Opernstoffe vorher und nachher

Der steinerne Gast steht als Denkmal des Grafen Friedrich Ludwig Christian zu Solms-Laubach (1769-1822) schon seit langem im kleinen Schlosshof des Schlosses Laubach, um ihn herum werden Arien und Ensembles aus Opern von Mozart, und denen seiner Vorgänger und Nachfahren vorgestellt, darunter Auszüge aus Werken von Pasquale Anfossi, Johann André, Giuseppe Gazzaniga, Antonio Salieri, Peter von Winter und Aleksandr Dargomyschski. Zwischen den musikalischen Darbietungen trägt der Gastronom Burkhard Letz im Zusammenwirken mit dem Schlossrestaurant »Hirschfrikadelle« die Gänge des erlesenen Gastmahls auf.

Donnerstag, 31. August 2006, 20.00 Uhr, Herrenscheune im Areal des Schlosses zu Laubach
(Premiere, freier Verkauf, noch Karten verfügbar)

Mozarts Sommernachtstraum

Ein Pasticcio aus Opern, Konzertarien und Liedern von Wolfgang Amadeus Mozart, eingerichtet von Kathrin Ackermann und Thomas Siedhoff nach der Komödie »A Midsummer Night’s Dream« von William Shakespeare in der Übersetzung von August Wilhelm Schlegel

Wir suchten Ähnlichkeiten und Parallelen, um neue Entsprechungen zwischen der Musik Mozarts und dem Text William Shakespeares. In der musikalischen Beschreibung von Emotionen und Seelenzuständen fanden sich viele Parallelen, dass wir diese Schilderungen und Deutungen verwirrter Gefühle und Liebesbeziehungen zum Ausgangspunkt unseres Abends machten.

Musikalische Leitung und Klavier: Andreas Kowalewitz

Inszenierung: Kathrin Ackermann

Dieser Abend wird, jeweils um 20.00 Uhr, am 1. und 2. September in Laubach, sowie als Gastspiel am 3. September 2006 in der Evangelischen Kirche zu Wetter bei Marburg wiederholt. Diese Vorstellungen sind jedoch bereits ausverkauft.

Mit den Sopranistinnen Milica Jovanovic aus Belgrad/München, Anja Maria Kaftan aus Mönchengladbach, Mariam Kobaliani aus Tiflis/Rosenheim, Bianca Koch aus München, Cristiana Roncaglio aus Brasilien/Berlin und Peng Zhai aus Freiburg i.Br./China, den Mezzosopranen Käthe Wilhelmi aus dem heimischen Laubach, Marianne Dellacasagrande aus Paris, den Tenören Lasse Penttinen aus dem finnischen Saarijärvi und Wien sowie Metod Zunec aus dem solwenischen Rence und Lucas Carvalho Vanzelli aus São Paulo sowie dem Bariton Florian Dengler aus Augsburg wie auch dem Bassisten Michael Nikanorow aus Moskau ist ein Ensemble zusammengekommen, das im Weiteren am zweiten Meisterkurs von Kammersängerin Brigitte Eisenfeld von der Deutschen Staatsoper Berlin teilnehmen wird.

Opernhaus HALLE

OPERNHAUS HALLE: Die neue Spielzeit 2006/2007 wird mit Gaetano Donizettis LUCIA DI LAMMERMOOR mit Romelia Lichtenstein in der Titelpartie am Freitag, dem 15.09.2006 um 19.30 Uhr eingeleutet. Regie führt Paul Curran.


AXUR, RE D'ORMUS in München

Antonio Salieris AXUR, RE D’ORMUS wird unter der Betitelung AXUR am 25.8., 1./2./3./4.9. in der Allerheiligen-Hofkirche der Münchner Residenz und am 28.8. in der Festspiellocation „Residence“ in Salzburg vom Produktionsteam der „Opera Incognita“ Ernst Bartmann (musikalische Leitung) und Andreas Wiedermann (Inszenierung) aufgeführt.

Musical "LUDWIG" in Füssen in argen Nöten


Neuer Wirbel um das Musical LUDWIG in Füssen: Unter keinem guten Stern steht die Musical-Produktion LUDWIG in Füssen. Der als Sanierer geholte Ulrich Schwab wird seinen Posten wohl wieder räumen müssen. In der Gesellschafter-Versammlung ist keine Mehrheit für ihn in Sicht. Schwab betont, dass er alle erdenklichen Bemühungen gemacht hat, die schon unter 50 % liegende Auslastung zu erhöhen, das "Klima um das Musical aber unerträglich sei".


STUTTGARTER STAATSOPER

STUTTGARTER OPER:: Der künftige Operndirektor Albrecht Puhlmann hat die Pläne für seine erste Spielzeit 2006/07 noch ohne festen neuen GMD bekanntgegeben: Premieren: CARMEN: Julia Jones; Sebastian Nübling; Babajanian, Kancheva, Hartmann, Le Texier (ab 22.10.); ACTUS TRAGICUS – Szenische Bachkantaten: Hofstetter; Wernicke/Jensen-Solberg; Wessel, Petzold (ab 12.11.); DIE REISE ZUM MOND von Jacques Offenbach: Bernhard Epstein, Aurelia Eggers (Junge Oper Stuttgart – ab 7.12.); JENUFA: Marc Piollet, David Alden ; Westbroek, Overmann, Ruud, Fritz (ab 14.1.07); HYPERION von Bruno Maderna: Enrique Mazzola, Wiegand; Walz (ab 16.2.07); PELLEAS ET MELISANDE: Tetsuro Ban, Jossi Wieler; Kravchuk, Schneiderman, Zwarg, Hartmann, Li (ab 29.4.07); LA FANCIULLA DEL WEST: Shao-Chia Lü,Calixto Bieito; Ushakova; Park, You (ab 23.6.07). Wiederaufnahmen: HÄNSEL UND GRETEL (Cornelius Meister; Johannes Schaaf - ab 23.9), TOSCA (Constantinos Carydis; Willy Decker - ab 28.9.). Im Repertoire verbleiben: Die Zauberflöte (Schrottner/Konwitschny, ab 26.9.), Il Barbiere di Siviglia (Epstein/Fäh, ab 1.10.), Madama Butterfly (Dinic/Wagemakers, ab 14.11.), Don Giovanni (König/Neuenfels, ab 17.12.), Elektra (Schrottner/Konwitschny, ab 9.3.07), Otello (Jones/Kusej, ab 18.3.07), La Traviata (Mazzola/Berghaus, ab 12.5.07), Cosi fan tutte (Honeck/Zehelein, ab 24.5.07).
Stuttgarter Ballett: Mit zwei Übernahmen aus der zu Ende gehenden Spielzeit beginnt Reid Andersons 11. Stuttgarter Saison: Neue Werke von Marco Goecke, Marc Spradling und Douglas Lee (ab 3.10., Schauspielhaus) sowie DIE KAMELIENDAME (ab 21.10.).Premieren und Wiederaufnahmen: I FRATELLI von Mauro Bigonzetti (ab 1.12.), GOECKE IM KAMMER – Neue Werke des Hauschoreographen (ab 16.12. im Kammertheater), LA SYLPHIDE (Schaufuss, ab 26.1.07); CORPS von van Manen + URAUFFÜHRUNGEN von Spuck/Lee (ab 24.2.07 im Schauspielhaus); GAITE PARISIENNE / DANCES AT A GATHERING (ab 6.4.07) ROMEO UND JULIA (ab 21.4.07), KLANG-KÖRPER: VOLUNTARIES / AFTERNOON OF A FAUN / DUO CONCERTANT / DAS SIEBTE BLAU (ab 24.04.07), SCHWANENSEE (ab 24.7.07).

STUTTGART

: Die Direktionszeit von Opernchef Albrecht Puhlmann beginnt am 23. September mit der Wiederaufnahme von HÄNSEL UND GRETEL in der bildkräftigen Inszenierung von Johannes Schaaf und unter der Leitung des in Heidelberg eine nie gekannte Theaterbegeisterung entfachenden GMDs Cornelius Meister, am 28.9. gefolgt von der Wiederaufnahme der aus Hannover sozusagen wieder zurückgeholten Willy Decker-Inszenierung der TOSCA.

Badisches Staatstheater KARLSRUHE

Am Badischen Staatstheater KARLSRUHE wird der neue RING weiter geschmiedet. Am 30. September hat SIEGFRIED in der Inszenierung von Denis Krief, dirigiert von GMD Anthony Bramall, Premiere.

Theater REGENSBURG

Premieren am THEATER REGENSBURG 2006/07: CHIEF JOSEPH von Hans Zender am 29.9., MADAMA BUTTERFLY am 26.10., MONTEZUMA von Antonio Vivaldi am 9.12., LE NOZZE DI FIGARO am 31.3.07, FRAU LUNA von Paul Lincke am 17.2.07, THE PRODIGAL SON – Kirchenoper von Benjamin Britten im April 07. Tanztheater: PVC IN FORM/LIQUID PROJECTS - Das Tanztheater präsentiert seine Mitglieder in kurzen Aktionen am 17.10.06.

Theater PLAUEN / ZWICKAU

Das Theater PLAUEN-ZWICKAU kündigt für die neue Spielzeit folgende Neuinszenierungen an: DER ZIGEUNERBARON am 9.9. in der Stadthalle Zwickau, DONAU WALTZ, Ein Walzer-Abend von Bronislav Roznos am 20.10., DER ROSENKAVALIER am 17.11., JIM KNOPF UND LUKAS, DER LOKOMOTIVFÜHRER, Musical - Anfang Dezember, IM WEISSEN RÖSSL am 9.12., DER BAJAZZO / GIANNI SCHICCHI am 19.1., FAME, Musical – am 9.2., EIN SOMMERNACHTSTRAUM, TanzTheater nach Shakespeare von Bronislav Roznos am 16.3., ZAR UND ZIMMERMANN am 30.3., WEISSE ROSE am 18.5. Das Ensemble des Theaters Plauen-Zwickau trauert um Jutta Kögler, die am 6. Juni einer heimtückischen und sehr aggressiven Krankheit erlegen ist. Die Sängerdarstellerin war in einer Vielzahl von Musical-Aufführungen zu erleben. In der letzten Spielzeit feierte sie Triumphe in der HAIR-Inszenierung des Hauses.

Anhaltisches Theater DESSAU

Premieren des Anhaltischen Theaters DESSAU in der Spielzeit 2006/07: DIE ZAUBERFLÖTE (Golo Berg; Johannes Felsenstein) am 27.10., HEIDI, Musical (Wolfgang Kluge; Ana Christine Haffter) am 8.12., BORIS GODUNOW (Golo Berg; Helmut Polixa) am 13.1.,TANGO PALAST, Weill & Tango (Golo Berg; Gregor Seyffert) am 2.3., MIGNON (Markus L. Frank; Johannes Felsenstein) am 31.3., DER ZAREWITSCH (Markus L. Frank; Saskia Kuhlmann) am 11.5., CLASSIC DANCE SHOW (Markus L. Frank; Gregor Seyffert) am 8.6., DIDO UND AENEAS (Golo Berg; Michael Sturm) am 6.7., Insel „Stein“, Wörlitz.

MUSIKTHEATER IM REVIER GELSENKIRCHEN

Premieren 2006/07: IL FURIOSO ALL’ISOLA DI SAN DOMINGO von Gaetano Donizetti (Cosima Sophia Osthoff; Andreas Baesler) am 2.9., SILK STOCKINGS/ NINOTSCHKA – Musical von Cole Porter (Kai Tietje; Stefan Huber) am 29.9., DON GIOVANNI (Samuel Bächli; Rosamunde Gilmore) am 12.11., KAIMAKAN UND PAPPATATSCHI oder Piraten fluchen nicht (Kinderoper nach Rossini) am 11.11. im Kleinen Haus, LES TROYENS von Hector Berlioz – Die Einnahme von Troja / Die Trojaner in Karthago (Samuel Baechli; Andreas Baesler) am 14.1.07, DIE FLEDERMAUS (Kai Tietje; Michael Schulz) am 25.2.07, CARMEN (Cosima Sophia Osthoff; Immo Karaman) am 15.4.07, NEUES MUSIKTHEATER am 12.5.07 im Kleinen Haus (Uraufführung), SIMON BOCCANEGRA (Samuel Baechli; Gabriele Rech) am 20.5.07, L’AMICO FRITZ von Pietro Mascagni (Bernhard Stengel) konzertant am 2.6.07.

Opernhaus HALLE

Premieren am OPERNHAUS HALLE in der Spielzeit 2006/07: LUCIA DI LAMMERMOOR (Pavel Baleff; Paul Curran) am 15.9., DAS RHEINGOLD, Konzertante Aufführung, szenische Realisierung: Puppentheater Halle (Klaus Weise; Atif Hussein) am 7.10., CANTOR – DIE VERMESSUNG DES UNENDLICHEN, Oper in einem Aufzug, Libretto und Musik von Ingomar Grünauer (Roger Epple; G. H. Seebach) UA am 10.11., AMADEUS, Ballett von Ralf Rossa (Ralf Rossa) am 24.11., DER ROSENKAVALIER (Klaus Weise; Fredt Berndt) am 26.1.2007, L’ORFEO (Wolfgang Katschner; Kobie van Rensburg) am 17.2. im Kammertheater, „MAR I CEL“ / „HIMMEL UND MEER“ (Arbeitstitel), Tragisches Musical, Musik von Albert Guinovar (Hartmut H. Forche) Deutsche Erstaufführung am 16.3., SID, DIE SCHLANGE, DIE SINGEN WOLLTE, Kinderoper, Musik von Malcolm Fox, im April im Foyer II, SO IST DIE LIEBE IN DEN ALPEN, Deftige Ballett-Comedy von Ralf Rossa (Ralf Rossa) am 20.4., SCHNEEWITTCHEN, Eine Produktion des Ballettstudios im Opernhaus Halle mit Unterstützung des Opernhauses Halle (Kerstin Teska und Helmut Neumann) am 29.4. im Operncafé, ARIODANTE (Frederico Maria Sardelli; N.N.) am 1.6.

Staatsoper MEININGEN

Die Südthüringische Staatsoper MEININGEN plant für die Spielzeit 2006/07 folgende Premieren: MONA LISA (Alan Buribayev; Ansgar Haag) am 15./17.9., DON GIOVANNI (Stefanos Tsialis; Lutz Hochstraate) am 27./29.10., WIENER BLUT (Stefanos Tsialis; Klaus Rak) am 1./3.12., HEUTE ABEND: LOLA BLAU (Sebastian C Maier; Rudolf Hild) am 15.12., DER FLIEGENDE HOLLÄNDER (Alan Buribayev; Philipp Stölzl) am 9./11.2.2007, LA BOHEME (Alan Buribayev; Jens Pesel) am 30.3/1.4., DIE GELIEBTE STIMME (Klaus Rak/Mathias Mönius) am 21.4., DER TROUBADOUR (Stefanos Tsialis; Aron Stiehl) am 15./17.6.

Theater und Philharmonie THÜRINGEN

THEATER UND PHILHARMONIE THÜRINGEN: Erste Premiere der Spielzeit 2006/2007
Sonntag, 17. September, 19.00 Uhr, Landestheater Altenburg
MOSKAU! MOSKAU! (Moskau, Tscherjomuschki)
Operette in drei Akten
von Wladimir Mass und Michail Tscherwinski
Deutsche Fassung: Ulrike Patow
Musik von Dmitri Schostakowitsch

Der 25. September 2006 markiert den 100. Geburtstag von Dmitri Schostakowitsch. Natürlich feiern auch Theater & Philharmonie Thüringen den großen russischen Komponisten des 20. Jahrhunderts. Allerdings eher augenzwinkernd – mit einer Operette. Ja, Sie haben richtig gelesen: der Komponist der düsteren „Lady Macbeth von Mzensk“, der Schöpfer der ernsten Kammermusikwerke, der Verfasser von 15 meisterhaften Sinfonien und Streichquartetten hat zwischendurch auch einen kleinen Ausflug in das unterhaltende Genre unternommen. Der Text von Mass und Tscherwinski karikiert das Leben und die Wohnungsbaupolitik der Chruschtschow-Ära.
Die Handlung: nachdem mehrere marode Altbauten der Moskauer Innenstadt zusammengebrochen sind, werden die Bewohner in eine moderne Plattenbausiedlung im Vorort Tscherjomuschki umgesiedelt. Der Bürokrat Drebednjow nutzt Beziehungen zum korrupten Hausverwalter Barabaschkin und verdoppelt auf Kosten seiner Nachbarn Wohnraum. Lidotschka und ihr Vater sind plötzlich obdachlos. Aber Drebednjow und Barabaschkin haben die Rechnung ohne die anderen Hausbewohner gemacht. Um Lidotschka zu helfen, legen sie einen Zaubergarten an...

Die Musik von Schostakowitsch schwelgt dazu in bester Walzermanier. An anderen Stellen gibt sie dem Werk eine Echtheit und Tiefe, die weit über Ironie und Sarkasmus hinausgeht. Und immerhin gehören Theater & Philharmonie Thüringen zu den beiden einzigen Bühnen Deutschlands, auf denen im Schostakowitsch-Jahr diese beschwingte und bissige Operette zu sehen ist.
Mit der Inszenierung von „Moskau, Tscherjomuschki“ meldet sich der Regisseur Steffen Piontek nach 25 Jahren am Landestheater zurück, wo der jetzige Generalintendant und Operndirektor des Volkstheaters Rostock als Regieassistent seine ersten beruflichen Schritte machte. Am Pult stellt sich Adrian Prabava – geboren in Jakarta / Indonesien - als neuer Kapellmeister des Hauses vor. Die Ausstattung hat Mike Hahne (Berlin) übernommen, die Choreographie Peter Werner-Ranke. Im großen Solistenensemble ist als neuengagierter Sänger Serge Novique (Bariton) aus den Niederlanden in der Hauptrolle des Boris zu hören.


Einkommen von Deutschen Künstlern gesunken

Künstler müssen reich sein, schließlich sind sie ja beliebt und berühmt. Stimmt aber nicht, meldete nun die Künstlersozialkasse. Im Gegenteil, es geht den deutschen Künstlern, Musikern und Journalisten, die über sie versichert sind, schlechter denn je. Laut aktuellen Statistiken der Einkommensstruktur verdienen sie im Schnitt 823,25 Euro im Monat. Das sind 11 % weniger als im vergangenen Jahr und wirft ein deutliches Schlaglicht darauf, wie hoch hierzulande Kunst und Kreativität geschätzt werden.

Opernhaus CHEMNITZ

Besonders die Inszenierungen der Opern von Richard Strauss und Richard Wagner am OPERNHAUS CHEMNITZ fanden in der Vergangenheit überregionales Interesse. Die Zuschauer müssen auch in Zukunft nicht auf diese Produktionen verzichten. ARIADNE AUF NAXOS steht am 17./23.9, 15.10, 8./19.11 und 22.12. auf dem Spielplan, LOHENGRIN am 1./8.10., 22.11., 14.4., 6.und 15.5., RHEINGOLD gibt es am 12.5., DIE WALKÜRE am 13.5., SIEGFRIED am 17.5. und GÖTTERDÄMMERUNG am 20.5. An der bewährten Besetzung wird sich im Wesentlichen nichts ändern. Vorgesehen sind u.a.: Elaine McKrill (Brünnhilde), Ralf Lukas (Wotan/Wanderer), Alfons Eberz (Siegfried), Jürgen Freier (Alberich), Hèléne Bernardy (Sieglinde), Edward Randall (Siegmund) und Gudjon Oskarsson (Hagen). Neu im Ensemble des Opernhauses sind: Susanne Thielemann, Judith Kuhn, Tiina Penttinen und Kouta Räsänen. Außerdem gibt es ein Wiedersehen mit Svetlana Katchour, die die IRIS in Pietro Mascagnis gleichnamiger Oper singt. Die Aufführungen finden am 3.2., 25./27.3, 6/22.4, 18.5. und 17.6. statt.

DOMSTUFEN-FESTSPIELE ERFURT

DOMSTUFEN-FESTSPIELE in ERFURT 2006 (12.8.-3.9.): Als „kleines Welttheater“ bezeichnete Carl Orff sein erstes Bühnenwerk DER MOND. Entsprechend der symbolischen Bildhaftigkeit des Märchens komponierte Orff eine Musik voller erregender Rhythmen in höchster melodischer Einfachheit, die für ein traditionelles romantisches Orchester mit dem für Orff bekannten umfangreichen Schlagwerk gedacht ist. In Erfurt hat DER MOND am 12.8. Premiere, weitere Vorstellungen sind am 13./16./18./19./20.724./25./26./27.8., 1./2./3.9. 06 . Infos und Karten. Tel.0361-22 33 155, http://www.domstufen.de


Kritiken- überwiegend aus deutschen Theatern - finden Sie unter http://www.opernnetz.de und/oder http://www.mittelloge.de.

Unser Kooperationspartner ist die Site http://www.DerOpernfreund.de

Werbung: *Hätte LUCIA DI LAMMERMOOR mit einer Therapie noch das Ende der Oper miterleben können?? Angelika Fach- Praxis in Frankfurt/Main für Psychotherapie/HPG., Reflexzonenmassage, Reiki, Wechseljahre- http://www.angelika-fach.de
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International

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Aktualisiert: 

04.09.2006 08:34:30

Die Sieger stehen fest – Finale des Concours Ernst Haefliger, erster internationaler Opern-Gesangswettbewerb der Schweiz

Heute Sonntag Abend, den 3. September 2006, haben sich im Stadttheater Bern die zehn Finalisten des Concours Ernst Haefliger im Finalkonzert, begleitet vom Berner Symphonie-Orchester unter Srboljub Dinic, dem Publikum und der Jury gestellt. Die Jury setzte sich unter anderem aus Namensgeber Ernst Haefliger, der Mezzosopranistin Teresa Berganza, den Dirigenten Alberto Zedda und Ralf Weikert, den Direktoren der Theater in Helsinki, Zürich und Bern zusammen.

Die zehn jungen Sängerinnen und Sänger, vier aus der Schweiz, drei aus England, einer aus Korea und zwei aus Russland, hatten sich vergangene Woche in den Vorrunden in Gstaad, im Rahmen des Menuhin-Festivals, für das Finale in Bern qualifiziert. Angetreten waren achtzig Kandidatinnen und Kandidaten aus über 20 Nationen, die aus 130 Bewerbungen ausgewählt wurden.

Durchaus kurzweilig durch den Abend führte der Wiener Bühnen- und Filmschauspieler und Regisseur Heinz Marecek. Jean-Frédéric Jauslin, Direktor vom Bundesamt für Kultur, das diesen Concours unterstützt hat, hielt eine kurze Ansprache über die Wichtigkeit der künstlerischen Nachwuchsförderung sowohl in der Schweiz wie auf dem internationalen Platz. Das zahlreich erschienene Publikum liess sich vom spannenden Wettbewerb mitreissen und hat die Finalisten mit viel Applaus bis zur Entscheidung begleitet.

Die Jury hatte insgesamt sieben Prämierungen zu vergeben:

Gewinnerin des 1. Concours Ernst Haefliger ist die 25-jährige Ana Maria Labin aus der Schweiz. Der 1. Preis ist mit CHF 10'000.- dotiert.

Der 28-jährige Schweizer Bariton Tobias Hächler erhielt den 2. Preis (Preissumme: 6'000.-)

Der dritte Preis ging an den 28-jährigen James Elliott aus England (Preissumme: 4'000.-).

Den prestigeträchtigen Preis eines Début-Konzertes am Lucerne Festival hat die Jury an den Schweizer Tobias Hächler verliehen, der auch 2. Preis gemacht hat.

Das Stipendium für den besten Schweizer Kandidaten in Höhe von CHF 8000.- wurde an Carine Séchehaye verliehen.

Den Preis für ein Konzert am Menuhin-Festival in Gstaad erhielt die Sopranistin Elisabeth Bailey aus England.

Mit einer Rolle am Stadttheater Bern wurde der Südkoreaner Tae-Jin Park prämiert.

Die nächste Ausgabe des Concours Ernst Haefliger ist für 2008 geplant. Die Veranstalter sind mit dem Ergebnis der ersten Ausgabe und mit dem Niveau der Kandidaten sowie der Qualität der hochkarätigen Jury äusserst zufrieden.

Weitere Informationen unter http://www.concours-haefliger.com.

Der Concours Ernst Haefliger ist eine gemeinsame Veranstaltung des Stadttheaters Bern und dem Menuhin Festival Gstaad. Unterstützt vom Bundesamt für Kultur und dem Kanton Bern.

Lucerne-Festival: Roche vergibt Kompositionsauftrag an George Benjamin
Roche vergibt den vierten Kompositionsauftrag von Roche Commissions an den englischen Komponisten und Dirigenten George Benjamin. Mit einer Feier im Roche Forum Buonas bei Luzern beginnt der vierte Zyklus dieses innovativen Kulturprojekts. Die Uraufführung des Werks von George Benjamin wird am 30. August 2008 im Rahmen von Lucerne Festival Sommer im Kultur- und Kongresszentrum Luzern (KKL) stattfinden, die New Yorker Premiere in der Carnegie Hall in der darauf folgenden Konzertsaison.

Franz B. Humer, Verwaltungsratspräsident und CEO von Roche, zur Vergabe: „Es freut mich ausserordentlich, dass der vierte Kompositionsauftrag von Roche Commissions an einen so herausragenden und begabten Musikschaffenden verliehen wird. Gemeinsam mit unseren Partnern Lucerne Festival, der Carnegie Hall und dem Cleveland Orchestra hat Roche den englischen Komponisten und Dirigenten George Benjamin ausgewählt. Sein Besuch bei Roche hat auf beiden Seiten einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Keiner unserer Wissenschaftler hätte erwartet, dass der Musiker George Benjamin sich in der Schule neben Musik auf Mathematik und Chemie fokussiert hatte. So entwickelten sich lebhafte Gespräche.“

Der Brite George Benjamin, Jahrgang 1960, ist eng mit der französischen Kultur verbunden. Er war einer der letzten Studenten Olivier Messiaens, erhielt von dessen Frau, Yvonne Loriod, Klavierunterricht und arbeitete später auf Pierre Boulez’ Einladung am IRCAM (Institut de Recherche et Coordination Acoustique/Musique), dem Laboratorium für Musik mit herkömmlichen und elektronischen Instrumenten in Paris. Benjamin hatte als 20jähriger und damit jüngster Komponist in der Geschichte der BBC Proms mit einem Frühwerk Aufsehen erregt und wird heute als Star unter den zeitgenössischen Musikern gefeiert.

Der dritte Kompositionsauftrag von Roche Commissions war letztes Jahr an den Schweizer Hanspeter Kyburz vergeben worden. Dessen Roche-Commissions-Werk „touché“ wird morgen Samstagabend im Rahmen des Lucerne Festival im KKL uraufgeführt. Die New Yorker Premiere findet in der Carnegie Hall am 5. Oktober 2006 statt.

Über Roche Commissions
Im Rahmen von Roche Commissions erteilt Roche regelmässig einen Kompositionsauftrag an einen herausragenden Komponisten unserer Zeit. Die Wahl des Komponisten erfolgt durch Roche auf Vorschlag der künstlerischen Leiter von Lucerne Festival, Carnegie Hall und Cleveland Orchestra. Die Uraufführung des Auftragswerks durch das Cleveland Orchestra unter der Leitung von Franz Welser-Möst findet jeweils im Rahmen von Lucerne Festival Sommer statt. Das Auftragswerk wird in der darauf folgenden Saison in der Carnegie Hall in gleicher Besetzung als New Yorker Premiere aufgeführt.

Über Roche
Roche mit Hauptsitz in Basel, Schweiz, ist ein global führendes, forschungsorientiertes Healthcare-Unternehmen in den Bereichen Pharma und Diagnostika. Mit innovativen Produkten und Dienstleistungen, die der Früherkennung, Prävention, Diagnose und Behandlung von Krankheiten dienen, trägt das Unternehmen auf breiter Basis zur Verbesserung der Gesundheit und Lebensqualität von Menschen bei. Roche ist einer der weltweit bedeutendsten Anbieter von Diagnostika, der grösste Hersteller von Krebs- und Transplantationsmedikamenten und nimmt in der Virologie eine Spitzenposition ein. Roche beschäftigt rund 70'000 Mitarbeitende in 150 Ländern und unterstützt neben dem humanitären Engagement traditionell kulturelle Aktivitäten vor allem im Bereich der modernen Klassik und der modernen bildenden Kunst. So hat Roche in Basel das von Mario Botta erbaute Museum Tinguely gestiftet sowie Roche Commissions, ein interkontinentales Konzertprojekt für zeitgenössische Musik, und Roche’n’Jazz initiiert. Weitere Informationen zur Roche-Gruppe finden sich im Internet (www.roche.com).

Weitere Informationen
- Lucerne Festival: http://www.lucernefestival.ch
- Cleveland Orchestra: http://www.clevelandorch.com
- Carnegie Hall: http://www.carnegiehall.org

Montreal: Kandidaten aus 45 Nationen nehmen am Internationalen Kompositionswettbewerb des OSM teil

Das Orchestre Symphonique de Montréal (OSM) und sein designierter Music Director Kent Nagano freuen sich, bekannt geben zu können, dass sich zum erstmaligen "OSM International Composition Prize" 243 Kandidaten aus 45 Nationen angemeldet haben.
Dieser Wettbewerb für Orchesterkompositionen wurde auf Initiave von Kent Nagano gegründet und soll alle zwei Jahre ausgerichtet werden. Nagano ist erfreut über die große Anzahl der Bewerbungen und darüber, dass Komponisten aus so vielen Ländern erreicht wurden. Er betont die Wichtigkeit, den Komponisten unserer Zeit die Möglichkeit zu geben, Werke für Orchester zu schreiben und ein größeres Publikum zu erreichen.
Genauso wichtig sei es, dem Orchester eine neue Perspektive auf die zeitgenössische Musik zu geben. Der Wettbewerb richtet sich an Komponisten (bis 40 Jahre) aller Nationalitäten. Ziel des Preises ist es, kompositorische Kreativität zu fördern - dabei spielt auch eine
langfristige Bindung zwischen dem Orchester und zeitgenössischen Komponisten und somit eine Erweiterung des symphonischen Repertoires eine Rolle.
Eine Auswahlkommission, die aus den kanadischen Komponisten Jean Lesage, Serge Provost und John Rea besteht, wird die besten Werke aussuchen, die daraufhin im Halbfinale (1.-4. Oktober 2006) einer fünfköpfigen Jury präsentiert werden. Diese Juroren sind Gilbert Amy, President der Jury (Frankreich), John Eaton (USA), Alexina Louie (Kanada), Philippe Manoury (Frankreich) und Manfred Trojahn (Deutschland). Am 10. Januar 2007 wird das OSM die vier qualifizierten Werke öffentlich der Jury präsentieren.
Die Jury des Finales besteht aus Kent Nagano sowie den Komponisten Gilbert Amy, Unsuk Chin (Korea), Peter Eötvös (Ungarn) und Gilles Tremblay (Kanada). Die Komposition, die den Wettbewerb gewinnt, wird mit dem Olivier-Messiaen-Preis ausgezeichnet. Weitere Preise sind der "Promise Prize" sowie der "Claude Vivier National Prize", der für die beste kanadische Komposition vergeben wird. Weitere Informationen über den Wettbewerb finden Sie hier: http://www.composition.osm.ca/ http://www.composition.osm.ca und auf der Website des OSM http://www.composition.osm.ca/> www.osm.ca.
Kent Naganos erstes Konzert als Music Director des OSM und gleichzeitig das Saisoneröffnungskonzert des Orchesters wird am 6. September stattfinden. Es wird im Radio und die 9. Symphonie von Beethoven auch live im Fernsehen ausgestrahlt.

6. September
Montreal, Wilfrid-Pelletier-Hall
Montreal Symphony Orchestra
Ives: The Unanswered Question
Ustwolskaja: Symphony No. 4
Beethoven: Symphony No. 9

Ende Juni konnte sich das OSM über die Zusage der Regierung von Quebec über ein neues Konzertgebäude freuen, das dem Orchester gewidmet sein wird. Die herausragende Akustik verdankt der Saal, der ca. 2000 Zuhörer fasst, dem Team um Russell Johnson von der Firma Artec, der die Parameter für einen bestmöglichen Klangreichtum eines Orchesters bestimmen wird.

Kent Nagano: "Einen hervorragenden Konzertsaal zu bauen ist eine der größten Herausforderungen, die eine Gemeinde unternehmen kann. Ich möchte mich bei der Regierung von Quebec sowie den verschiedenen Partnern des privaten Sektors und den Bürgern von Montreal bedanken, dass sie zusammengekommen sind, um diesen gemeinsamen Traum zu realisieren. Einen solch großen Schritt zu wagen, repräsentiert eine mutige Vision und die außergewöhnliche Dynamik dieser Stadt, da ein Konzertsaal eine Rolle spielen wird, die weit über Akustik und Architektur hinausgeht. Er ist ein Symbol für den Geist und die Seele der Stadt." Das Konzertsaal-Projekt nahm bereits in den frühen Achtziger Jahren seinen Lauf. Das Orchestermangement ist zuversichtlich, dass
diese öffentlich-private Partnerschaft endlich die Realisierung des Saals erlaubt, der der zukünftigen Entwicklung des OSM neues Leben
einhauchen wird.


67 QUINCENA MUSICAL DE SAN SEBASTIAN

3. August - 3. September 2006
Einige Höhepunkte des Festivals: Leopold Hager dirigiert Mozarts DIE ENTFÜHRUNG AUS DEM SERAIL (11.-13.8.), Sir Neville Marriner leitet das Orquestra de Cadaqués (21./22.8.), Philippe Jordan dirigiert das "Gustav Mahler - Jugendorchester" mit Weber, Berg und Schostakowitsch (Solist: Susan Graham - Sopran) am 24.8., Kurt Masur gastiert mit seinem Orchestra National de France (Dawn Upshaw - Sopran) am 26./27.8.06. Weiters Valery Gergiev mit dem London Symphony Orchestra (Brahms, Rimsky-Korsakow - mit Vadim Repin - Violine)am 28./29.8., Marc Minkowski mit "Les Musiciéns du Louvré am 30.8./1.9. Das Festival endet am 3.9. mit einer konzertanten Aufführung des FLIEGENDEN HOLLÄNDERS. Infos: http://quincenamusical.com

In Bratislava wird ein neues Theatergebäude eröffnet. Oper des Slowakischen Nationaltheaters in der Spielzeit 2006/2007

Das Slowakische Nationaltheater in Bratislava wird in der nächsten Spielzeit ein neues Kapitel seiner Geschichte aufschlagen. Das Theater bekommt im Januar 2007 ein neues Haus mit drei Sälen für Oper und Ballett, Schauspiel und experimentelle Theaterprojekte. Die Oper bespielt vom nächsten Jahr an drei Bühnen: das alte Theater von Helmer und Fellner und den Opernsaal sowie die Studiobühne im neuen Gebäude in einem neu entstehenden modernen Viertel an der Donau.

Ein Teil des Repertoires der Oper wird also ins neue Gebäude übergehen; es betrifft die szenisch aufwendigen Produktionen hauptsächlich der romantischen Opernliteratur, wobei Werke von Mozart, Händel oder Rossini weiterhin den dramaturgischen Angebot des alten Hauses bilden werden.

Die erste Neuinszenierung der neuen Spielzeit kommt im Oktober 2006: Mascagnis Cavalleria rusticana und Leoncavallos Pagliacci. Die musikalische Einstudierung übernimmt der renommierte slowakische Dirigent Ondrej Lenárd und für die Regie zeichnet der Operndirektor von Bratislava Marián Chudovský verantwortlich. In der Besetzung finden sich neben der ersten Sängergarnitur des Hauses (Jolana Fogašová und Ľubica Rybárska als Santuzza, Miroslav Dvorský und Michal Lehotský als Turridu, Adriana Kohútková und Katarína Šilhavíková als Nedda, Martin Babjak und Sergej Tolstov als Tonio u.a.) auch interessante Gäste: der in Bratislava lebende russische Tenor Sergej Larin (Turiddu, Canio), die tschechische Diva Eva Urbanová (Santuzza) sowie die renommierte finnische Sopranistin Riikka Hakola (Nedda). Die Premiere findet am 20. Oktober im alten Haus statt.

Die zweite Neuinszenierung ist dem jungen Publikum verpflichtet. Am 15. Dezember 2006 erhält – wieder im alten Haus – die klassische slowakische Märchenoper Martin und die Sonne (1975) von Tibor Frešo seine neue inszenatorische Gestalt (Dirigent: Miloslav Oswald, Inszenierung: Pavol Smolík). In den Hauptrollen treten auf: Daniel Čapkovič, Pavol Remenár (Martin), Adriana Kučerová und Katarína Šilhavíková (Milica).

Die nächste Premiere findet am 30. März 2007 bereits im neuen Haus statt: Das monumentale russische Volksdrama Boris Godunow von Modest Petrowitsch Musorgski wird in Bratislava zum ersten Mal in der Urfassung von 1872 aufgeführt. Für dieses anspruchvolle Projekt konnte der Chefdirigent der Budapester Staatsoper János Kovács gewonnen werden. Inszeniert wird das Werk von Marián Chudovský. In den Hauptrollen Peter Mikuláš, István Rácz, Sergej Larin, Jolana Fogašová, Ľubica Rybárska u.a.

Am 27. April 2007 hat im alten Haus eine Neuinszenierung von Ariadne auf Naxos von Richard Strauss Premiere. Es handelt sich um eine Koproduktion mit zwei weiteren Opernhäusern – dem Prager Nationaltheater und der Irischen Oper in Dublin. In Szene wird die Oper von Dieter Kaegi gesetzt, an das Dirigentenpult tritt der Intendant der Neuen Oper Wien Walter Kobéra. Die Besetzungsliste enthält viele renommierte heimische, aber auch ausländische Sänger (Maida Hundeling, Sergej Larin, Ľubica Vargicová, Jan Vacík u.a.).

Die letzte Premiere der Spielzeit, Verdis Il Trovatore, findet wieder im neuen Haus statt, und zwar am 15. Juni 2007. Aus der Begegnung des erstklassigen Verdi-Dirigenten Ondrej Lenárd und des unkonventionellen Regisseurs Martin Bendik entsteht bestimmt ein musikalisch und szenisch gleichermaßen aufregendes Ergebnis. Es singen Sergej Larin und Michal Lehotský (Manrico), Dalibor Jenis und Zoltán Vongrey (Luna), Eva Jenis, Iveta Matyášová und Natalia Ushakova (Leonora).

http://www.snd.sk; Kontakt: mailto:jakubek@opera.snd.sk; Kartenbestellung: Tel./Fax 00421 2 5443 3890

SCALA DI MILANO - Spielzeit 2006/07

Die MAILÄNDER SCALA eröffnet ihre Spielzeit traditionell am 7.12. , diesmal mit AIDA (Chailly; Zefirelli; Urmana/Hui He, Makarova/Smirnova; Alagna/Palombi/Dai, Anastassov, Spotti/Cigni, Guelfi. Die wichtigsten Programmpunkte der Saison 2006/07: LOHENGRIN im Februar 07 (Gatti; Lehnhoff; Schwanewilms/Kringelborn, Meier/Watson; König, R.D.Smith/Vogt, Fox/Linn, Roth/Panariello), MADAMA BUTTERFLY im Februar 07 (Myung-Whun Chung/Bareza; Asari; Cedolins/Hui He, Fujimura/Popescu; Machado/Malagnini, Bolognesi), LA FILLE DU REGIMENT im Februar/März 07 (Abel; Crivelli; Dessay/Rancatore, Horne/Franci; Florez/Mukeria, Corbelli/Taormina), SALOME im März 07 (Harding; Bondy; Michael; Struckmann/Doss, Brubaker, Klink), ADRIANA LECOUVREUR im April 07 (Ranzani; Pugelli; Dessi/Cerbocini, D’Intino/Smirnova; Armiliato/Malagnini, Guelfi), JENUFA im April/Mai 07 (Koenigs; Braunschweig; Silja, Magee/Dankova, Peebo; M.Dvorsky, Storey), LADY MACBETH VON MZENSK im Juni 07 (Ono; Jones; Herlitzius; Kotscherga/Vaneev, Ventris, Kravets), LA TRAVIATA im Juli 07 (Maazel, Cavani; Gheorghiu/Lungu; Vargas/Kaufmann/M.Giordano, Frontali/Gagnidze) sowie TENEKE von Fabio Vacchi im September/Oktober 07 (R. Abbado; Olmi).

NATIONALTHEATER TOKIO

Heinz Zednik inszenierte am NEUEN NATIONALTHEATER TOKIO DIE FLEDERMAUS mit Nancy Gustafson, Wolfgang Brendel, Paul-Armin Edelmann, Sergeij Leiferkus, Akiko Nakajima, Elena Zhidkova und Hans Kraemmer als Frosch. Johannes Wildner, GMD der Neuen Philharmonie Westfalen, feierte dabei sein Debüt in Tokio (14.6.06).

COMPETIZIONE DELL'OPERA mit tragischem Zwischenfall

Dresden: Glück und Trauer beim Gesangswettbewerb: Maria José SIRI (Uruguay/Sopran) hat am 10.6. in Dresden die Competizione dell'Opera (10 000.-EUR) gewonnen. 2. wurde der russische Bariton Alexej MARKOV, 3. der Mexikaner Dante ALCALÁ. Überschattet wurde der Wettbewerb durch den plötzlichen Tod (Lungenembolie) der brasilianischen Sopranistin Priscilla Ferrari (27) während des Bewerbs am 8.6.06.

FESTIVAL CASTELL DE PERALADA

FESTIVAL CASTELL DE PERALADA (14.Juli – 28.8.06). Riccardo Muti leitet das Eröffnungskonzert. Dem Jahresregenten Mozart wird Referenz erwiesen (u.a. IDOMENEO unter William Christie und Les Arts Florissants), Jessye Norman und Rolando Villazon geben Konzerte, Daniel Barenboim dirigiert Beethovens „Neunte“ u.s.w. Details: http://www.festivalperalada.com.

PREMIEREN an Europas Musiktheatern im September

Opéra National de Paris: LUCIA DI LAMMERMOOR (Evelino Pidó, Andrej Serban; Dessay; Polenzani, Tézier, Cordella, Youn) am 9.9., SALOME (Hartmut Haenchen; Lev Dodin; Naglestad, Henschel; Merritt, Nikitin) am 18.9., Royal Opera Covent Garden London: LA FINTA GIARDINIERA (John Elliot Gardiner; Christof Loy; Kühmeier, Strehl) am 21.9., oper Zürich: LA FINTA SEMPLICE von W.A.Mozart (Theodor Guschlbauer; Daniel Herzog, Kohl, Nikiteanu, Liebau, Mathey, Drole, Mayr, Bidzinski) am 8.9. in Winterthur, IL SEGRETO DI SUSANNA / GIANNI SCHICCHI (Nello Santi; Grischa Asagaroff; Marfisi; Nucci, SartoriPons, Rumetz9 am 9.9., DR. FAUST von F.Busoni (Philippe Jordan; Klaus-Michael Grüber; Trattnig; Hampson, Groissböck, Kunde, Macias) am 24.9., De Nederlandse Opera Amsterdam: CAPRICCIO (Hartmut Haenchen; Andreas Homoki; Fontana, Vondung, Tapia; Bär, Trost, Henschel, Rootering, Kmentt, Osborn, Mazura) am 2.9., Theater Bern: AUFSTIEG UND FALL DER STADT MAHAGONNY (Daniel Inbal; Harry Kupfer; Budai, Nadelmann; Ackermann, Burski, Cloete, Dalas) am 30.9., Opera Royal de Wallonie: ARABELLA (Patrick Davin; Pierre Médecin; Delunsch, Gillet, Schaer, Boisvert, Solhosse; van Mechelen, Ragon, Tomasson, Schantz, Delcour, Graus) am 22.9.,

TEATRO REAL MADRID

Neuinszenierungen des TEATRO REAL MADRID 2006/07: DIE LIEBE ZU DEN DREI ORANGEN (Tugan Sokhiev; Philippe Calvario; Serdiuk, Shimanovitch, Kiknadze, Evstafieva; Tannavitsky, Ilyushnikov, Tsanga, Semishkur) am 31.10., LES CONTES D’HOFFMANN (Emmanuel Villaume, Nicolas Joel; Ganassi, Rancatore, Michael, Mula, Vargicova; Hadock, Surjan, Lefebvre) am 4.12., WOZZECK (Josep Pons; Calixto Bieito; Denoke, Mentxaka; Schmeckenbecher, Villars, Kuebler, Siegel, Tilli, Gysen) am 12.1.07, CAVALLERIA RUSTICANA / I PAGLIACCI: Lopez-Cobos; del Monaco; Urmana, Cortez, Bayo; La Scola, Rossi-Giordano, Galouzine, Guelfi) am 15.2.07, EL VIAJE A SIMORGH von José Maria Sánchez-Verdú (Lopez-Cobos; Amat; Sala, Mentxaka; Henschel, Gómez, Ribot, Mena) am 4.5.07.

KULTURSOMMER auf BURG GUTENBERG

Kultursommer 2006 auf BURG GUTENBERG (Balzers/ Liechtenstein): Der Verein „Kultur-Treff Burg Gutenberg“ erarbeite mit viel Einfühlungsvermögen und Liebe zu den Künsten das Kultursommer-Programm auf Burg Gutenburg. Eine musikalische Komödie, Russische Lieder und Tänze, ein Klavierkonzert und ein Kabarett zum Schmunzeln stehen auf der Liste der Darbietungen. Begonnen haben diese bereits am 30.Juni mit Mozarts DER SCHAUSPIELDIREKTOR in der Regie von Csaba Némedi. Am 5.8. werden „Russische Impressionen und exotischer Tanz“ auf Burg Gutenberg geboten. Jörg Hanselmann „in concert“ gastiert am 12.8. auf Burg Gutenberg. Den Abschluss am 17.8. bildet „The Best of…DAS LIGA auf Burg Gutenberg. Karten zwischen CHF 40.- und CHF 30.- Tel. +423 262 44 44 (Mo-Fr 18-20 h), im Internet unter http://www.burg-gutenberg.li.

Opéra National du Rhin STRASBOURG

An der Opéra National du Rhin STRASBOURG beginnt die neue Saison wieder mit einer Uraufführung. Bruno Mantovani hat nach dem Roman „L’AUTRE COTÉ“ von Alfred Kubin eine phantastische Oper in einem Prolog und zwei Akten komponiert. Premiere ist am 23. September unter der Leitung des Moderne-Spezialisten Bernhard Kontarsky.

Theater BASEL

„Musiktheater in BASEL ist Experiment, Experiment ganz im Sinne des Ursprungs der Oper als Kunstgattung“ (aus dem Programmheft). In dieser Kunstgattung stehen in der Saison 2006/07 nachstehende Premieren an: L’AMOUR DES TROIS ORANGES (Armin Jordan; Moshe Leiser; Ahonen, Füri-Bernhard; Brandt, von Halem, Kocan) am 15.9., ON THE TOWN von Leonard Bernstein (Lutz Rademacher; Jürgen Burth) am 22.10., DON CARLOS (Koscar Balasz/Baldo Podic; Calixto Bieito; Baumgartner, Byers, Overman; Evans, Külekci, Li, Pop) am 26.11., ZAIDE (Mozart)/ ADAMA (Chaya Czernowin) (Friedemann Layer/Johannes Kalitzke; Claus Guth; Boog, Frenkel; Brandt, Fischer, Hächler) am 17.12., L’ITALIANA IN ALGERI (Baldo Podic; Patrick Schlösser; Ahonen, Martinez, Wilewska; Abreu, Kocan, Murphy, Pop) am 25.3.07, JEANNE D’ARC AU BÙCHER von Arthur Honegger (Cornelius Meister; David Hermann, Dominique Blanc) am 16.5.07).

Oper auf SCHLOSS HALLWYL

Am 20. und 21. Juli 2006 feiert die Oper Schloss HALLWYL (Schweiz) die Premiere einer neuen Fassung von Georges Bizets DIE SCHÖNE VON PERTH - "La jolie fille de Perth". Verein Oper Schloss Hallwyl, Martina Fierz, Haus der Musik, Gönhardweg 32 CH-5000 Aarau, Tel. +41 62 835 23 18, medien@operschlosshallwyl.ch
Internet: http://www.schlosshallwyl.ch

Einige Programme aus der "Opern-Provinz" in FRANKREICH - Saison 2006-07

ANGERS NANTES OPÉRA
Roméo & Juliette
Hector Berlioz (1803-1869)
Direction Musicale Serge Baudo
Elodie Méchain contralto solo
Philippe Talbot ténor Solo
Nicolas Courjal le père Laurence
Chœur de l’Opéra de Rennes & d’Angers Nantes Opéra / Orchestre de Bretagne
Nantes théâtre Graslin 21. 10. 2006 à 20h, 22 . 10. 2006 à 14h30
Angers Grand théâtre 24. 10. 2006 à 20h
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Le Nozze di Figaro
Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791)
Direction musicale Thomas Rösner
Mise en scène Stephan Grögler
Décor Stephan Grögler & Véronique Seymat
Costumes Véronique Seymat
Lumière Laurent Castaingt

Patrick Mallette, le comte Almaviva
Cécile Perrin, la comtesse Almaviva
Amel Brahim-Djelloul, Susanne
David Bizic, Figaro
Sophie Marilley, Chérubin
Martine Mahé, Marcellina
Bernard Deletré, Docteur Bartolo
Emanuele Giannino, Don Basilio
Michel Eumont, Don Curzio
Sophie Graf, Barberine
Erick Freulon, Antonio
Chœur d’Angers Nantes Opéra / Orchestre National des Pays de la Loire
NANTES THÉÂTRE GRASLIN 28, 30 11. 2006, 3, 5, 7, 9. 12. 2006
ANGERS GRAND THÉÂTRE 15, 17, 19. 12.2006 en semaine à 20h, le dimanche à 14h30
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Golem
John Casken (geb. 1949)
Opéra en deux parties (prélude & légende).
Livret de John Casken & Pierre Audi.
Créé à l’Almeida Theater de Londres, le 28 juin 1989.
Première représentation à l’Opéra de Rennes, le 6 novembre 2006.
CRÉATION FRANÇAISE
Direction musicale Philippe Nahon
Mise en scène Jean Boillot
Décor Laurence Villerot
Costumes Pauline Pô
Lumière Ivan Mathis
Dramaturgie Christophe Triau
Maquillages Cécile Kretschmar

Armando Noguera, Maharal
Jean-Loup Pagesy, Golem
Helen Kearns, Miriam
Tim Mead, Ometh
Christopher Lemmings, Stoikus
Georgia Ellis-Filice, Gerty
Stuart Patterson, Stump
Richard Burkhard, Jadek
Ars Nova ensemble instrumental

NANTES THÉÂTRE GRASLIN 9., 10., 12., 14. 1. 2007
ANGERS GRAND THÉÂTRE 19., 20. 1. 2007 en semaine à 20h, le dimanche à 14h30
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Jenufa
LEOS JANACECK

Direction musicale Mark Shanahan
Mise en scène Patrice Caurier & Moshe Leiser
Décor Christian Fenouillat
Costumes Agostino Cavalca
Lumière Christophe Forey
Etudes Musicales Irène Kudela

Olga Guryakova, Jenufa
Sheila Nadler, grand-mère Buryjovka
Richard Berkeley-Steele, Laca Klemen
Brandon Jovanovich, Steva Burya
Kathryn Harries, Kostelnicka Buryjovka
Frédéric Caton, le contremaître du moulin & le maire du village
Linda Ormiston, la femme du maire
Virginie Pochon, Karolka
Edita Ferencikova, une servante
Cécile Galois, Barena
Laurence Misonne, Jano
Chœur d’Angers Nantes Opéra, Chœur de l’Opéra National de Montpellier /
Orchestre National des Pays de la Loire
NANTES THÉÂTRE GRASLIN 2. , 4., 6., 8., 10, 3. 2007 en semaine à 20h, le dimanche à 14h30
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Rigoletto
Giuseppe Verdi (1813-1901)

Direction musicale Marco Letonja
Mise en scene Arnaud Bernard
Décors Alessandro Camera
Costumes Katia Duflot
Lumière Patrick Méeüs

Ivan Momirov, le duc de Mantoue
Carlos Almaguer, Rigoletto
Sabina Puertolas, Gilda
Vladimir Matorin, Sparafucile
Nona Javakhidze, Maddalena
André Heijboer, le comte Monterone
Richard Burkhard, Marullo
Eric Vivion, Matteo Borsa
Eric Vrain, le comte de Ceprano
Irina Martin, la comtesse de Ceprano
Chœur d’Angers Nantes Opéra
Orchestre National des Pays de la Loire

NANTES THÉÂTRE GRASLIN 20., 22., 24., 26., 28. 4. 2007
ANGERS GRAND THÉÂTRE 9., 11,, 13. 5. 2007 en semaine à 20h, le dimanche à 14h30

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Pirame & Thisbé
François Rebel (1701-1775) & François Francœur (1698-1787)
Tragédie lyrique en cinq actes & un prologue, Livret de Jean-Louis Ignace de la Serre.
Créé à l’Académie Royale de musique, le 15 octobre 1726.
Ultime version créée le 5 février 1771, éditée en 1779.
Nouvelle création au Théâtre Graslin de Nantes, le 25 mai 2007.

Direction Musicale Daniel Cuiller
Mise en scène Mariame Clément
Décor & costumes Julia Hansen
Lumière Hervé Audibert

Pirame Thomas Dolié
Thisbé Judith van Wanroïj
Ninus Jeffrey Thompson
Zoraïde Katia Velletaz
Zoroastre Jean Teitgen

Ensemble Stradivaria Daniel Cuiller

FRANCE MUSIQUE PARTENAIRE D’ANGERS NANTES OPÉRA POUR LA CRÉATION DE PIRAME & THISBÉ.

NANTES THÉÂTRE GRASLIN 25., 27., 29., 31, 5. & 1. 6.2007
ANGERS GRAND THÉÂTRE 8., 10., 12. 6. 2007 en semaine à 20h, le dimanche à 14h30
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OPERA NATIONAL DE BORDEAUX-AQUITAINE

L'Elisir d'amore
GAETANO DONIZETTI (1797-1848)
Direction musicale Paolo Olmi
Mise en scène Omar Porras
Décors & masques Freddy Porras
Costumes Coralie Sanvoisin

Nemorino Stephen Costello
Adina Maïra Kerey
Belcore Nigel Smith
Dulcamara Till Fechner
Giannetta Laure Baert
Orchestre National Bordeaux Aquitaine / Chœur de l'Opéra National de Bordeaux
Grand Théâtre, 20., 24., 26. 28. 10. 2006, 20 h & 22 10. 2006, 15h
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Jakob Lenz
WOLFGANG RIHM
Libretto nach Büchners "Lenz"

Direction musicale Olivier Dejours
Mise en scène Michel Deutsch
Décors & Costumes Roland Deville

Jacob Lenz Johannes M. Kösters
Père Oberlin Gregory Reinhart
Kaufmann Ian Caley
Orchestre National Bordeaux Aquitaine / Chœur de l'Opéra National de Bordeaux
Grand Théâtre, 14., 16., 17. 11. 2006, 20 h & 19 11. 2006, 15h
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La Voix humaine
FRANCIS POULENC
Texte: Jean Cocteau

Direction musicale Kawjé Ryan
Mise en scène Mireille Delunsch
Scénographie Pierre-André Weitz

La Femme Mireille Delunsch
Orchestre National Bordeaux Aquitaine
Grand Théâtre, 17., 18., 20. 01. 2007, 20 h & 21. 01. 2007, 15h
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Rigoletto
GIUSEPPE VERDI (1813-1901)

Direction musicale Alain Altinoglu
Mise en scène Eric Genovese
Décors Jacques Gabel & Claire Sternberg
Costumes Philippe Binot

Il Duca di Mantova Charles Castronovo (A) / Dimitri Pittas (B)
Rigoletto Alexandru Agache (A) / Victor Torres (B)
Gilda Ekaterina Siurina (A) / Pailine Courin (B)
Sparafucile Eric Martin-Bonnet
Maddalena Natascha Petrinsky
Giovanna Claire Larcher
Il Conte di Monterone Leandro Lopez
Marullo Kyu Won Han
Matteo Borsa Jean-François Borras
Orchestre National Bordeaux Aquitaine / Chœur de l'Opéra National de Bordeaux
Grand Théâtre, (A) 9., 12., 15. , 17., 20. 02. 2007, 20 h, (B) 13., 16., 21. 02. 2007 & 11., 18. 02. 2007, 15h

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L'Orfeo
CLAUDIO MONTEVERDI (1567-1643)
Konzertant

Direction musicale Jordi Savall

La Musica Monserrat Figueras
Orfeo Furio Zansi
Euridice Ariana Savall
Messagiera Glkoria Banditelli
Speranza Romina Basso
Caronte Antonio Abete
Proserpinas Adriana Fernandez
Ensemble vocal Sagittarius
Grand Théâtre, 12., 14. 03. 2007, 20 h,
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Fidelio
Ludwig van Beethoven

Direction musicale Klaus Weise
Mise en scène & Décors Giuseppe Frigeni
Costumes Amélie Haas

Don Fernando Robert Pomakov
Don Pizzaro David Pittman-Jennings
Florestan Klaus Florian Vogt
Leonore Cécile Perrin
Rocco Arthur Korn
Marzelline Kimy McLaren
Jacquino Colin Judson
Orchestre National Bordeaux Aquitaine / Chœur de l'Opéra National de Bordeaux
Grand Théâtre, 19., 21., 24. , 27., 04. 2007, 20 h & 24. 04. 2007, 15h

Czardas-Fürstin
Emmerich Kálmán
Orchestre National Bordeaux Aquitaine / Chœur de l'Opéra National de Bordeaux
Grand Théâtre, 20., 22., 24. 05. 2007, 20 h & 25. 05. 2007, 15h
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Le Nozze di Figaro
Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791)
Direction musicale Jane Glover
Mise en scène Robert Carsen
Décor & Costumes Charles Edwards

le comte Almaviva Ricardo Novaro
la comtesse Almaviva Claire Rutte
Susanne Anna-Maria Panzarella
Figaro Nicolas Cavallier
Chérubin Diana Accenti
Marcellina Marie-Thérèse Keller
Docteur Bartolo Luciano Pasquale
Don Basilio Ricardo Cassinelli
Barberina Khatouna Gadelia
Orchestre National Bordeaux Aquitaine / Chœur de l'Opéra National de Bordeaux
Grand Théâtre, 22., 26., 28., 30. 06. & 02. 07. 2007, 20 h & 24. 06. 2007, 15h

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CAPITOLE DE TOULOUSE

Die Frau ohne Schatten
RICHARD STRAUSS (1864-1949)

Direction musicale Pinchas Steinberg
Mise en scène Nicolas Joel
Décors Ezio Frigerio
Costumes Franca Squarciapino
Lumière Vinicio Cheli
Der Kaiser Robert Dean Smith
Die Kaiserin Ricarda Merbeth
Die Amme Doris Soffel
Der Geisterbote Samuel Youn
Hüter der Schwelle des Templs/
Die Stimme des Falken Silvia Weiss
Erscheinung eines Jünglings Martin Mühle
Eine Stimme von oben Qiu Lin Zhang
Barak Andrew Schroeder
Sein Weib Janice Baird
Der Einaugige Hans-Peter Scheidegger
Der Einarmige Gregory Reinhart
Der Bucklige Ricardo Cassinelli
Orchestre national du Capitole
Choeur & maîtrise du Capitole
Nouvelle production
6., 12., 18. 10. 2006 à 19 h 30 ; 8. & 15. 10. 2006 à 15 h.
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Ballet I
Don Quichotte
LUDWIG MINKUS (1826-1917)

Direction musicale Enrique Carreon-Robledo
Chorégraphie Nanette Glushak
Décors Emilio Carcano
Costumes Joop Stokvis
Lumière André Diot
Ballet du Capitole / Orchestre national du Capitole 27, 28 & 29. 10. 2006 à 20 h 30 ; 28 & 29. 10. à 15 h.

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Rigoletto
GIUSEPPE VERDI (1813-1901)

Direction musicale Roberto Rizzi Brignoli
Mise en scène Nicolas Joel
Décors & costumes Carlo Tommasi

Il Duca di Mantova Stefano Secco / Bülent Kulekci
Rigoletto Alexandru Agache / Ko Seng-Hyoun
Gilda Aleksandra Kurzak / Annamaria Dell’Oste
Sparafucile Balint Szabo
Maddalena Elena Cassian
Giovanna Catherine Alcoverro
Il Conte di Monterone Rubén Amoretti
Marullo Paul Kong
Matteo Borsa Sébastien Guèze
Il Conte Ceprano Vladimir Stojanovic
Orchestre national du Capitole / Choeur du Capitole 24, 28, 29. 11., 1er & 2. 12. 2006 à 20 h ; 25, 26. 11. & 3. 12. à 15 h.
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Die Fledermaus
JOHANN STRAUSS (1825-1899)

Direction musicale Günter Neuhold
Mise en scène Jean-Louis Grinda
Décors Rudy Sabounghi
Costumes Danièle Barraud
Lumière Laurent Castaingt

Gabriel von Eisenstein Patrick Raftery
Rosalinde Sophie Marin-Degor / Cécile De Boever
Franck Michel Trempont
Le Prince Orlofsky Max Emanuel Cencic
Alfred Sébastien Droy
Dr. Falke Didier Henry
Dr. Blind Ricardo Cassinelli
Adèle Jael Azzaretti / Laure Crumière
Orchestre national du Capitole / Choeur du Capitole / Ballet du Capitole
Coproduction Théâtre du Capitole/Opéra royal de Wallonie/Opéra de Monte-Carlo/Opéra-Théâtre de Metz/Opéra national de Bordeaux
23, 24, 27, 28, 29 & 31. 12. 2006 à 20 h ; 25 & 30. 12. à 15 h.
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Ballet II
Balanchine/Kylian/ Van Cauwenbergh
Thème & variations
Musique Piotr Ilyitch Tchaikovski
Chorégraphie George Balanchine
remontée par Nanette Glushak
Costumes Joop Stokvis
Lumière Paul Heitzmann

Sinfonietta
Musique Leos Janacek
Chorégraphie Jiri Kylian
remontée par Michel Rahn
Décors & costumes Walter Nobbe
Lumière Kees Tjebbes

Brel
Musique Jacques Brel
Chorégraphie, décors, costumes & lumière Ben van Cauwenbergh. remontée par Tom van Cauwenbergh

5 & 6. 1. 2007 à 20 h 30 ; 7. 1. à 15 h.
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L’Elisir d’amore
GAETANO DONIZETTI (1797-1848)

Direction musicale Paolo Arrivabeni
Mise en scène Arnaud Bernard
Décors & costumes William Orlandi

Nemorino Giuseppe Filianoti
Adina Inva Mula
Belcore Domenico Balzani
Dulcamara Carlos Chausson
Giannetta Khatouna Gadelia
Orchestre national du Capitole / Choeur du Capitole
26 & 30. 1., 2 & 6. 2. 2007 à 20 h ; 28. 1. & 4. 1. à 15 h.
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Ballet III
Casse-noisette (Nussknacker)
PIOTR ILYITCH TCHAIKOVSKI (1840-1893)

Direction musicale Tugan Sokhiev
Chorégraphie Michel Rahn
Décors Ezio Frigerio
Costumes Franca Squarciapino
Lumière Allain Vincent
Ballet du Capitole / Orchestre national du Capitole / Maîtrise du Capitole
10 & 11 2. 2007 à 15 h ; 10, 11 & 13. 2. à 20 h 30.
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Tristan & Isolde
RICHARD WAGNER (1813-1883)

Direction musicale Pinchas Steinberg
Mise en scène Nicolas Joel
Décors & costumes Andreas Reinhardt

Tristan Alan Woodrow
Le roi Marke Kurt Rydl
Isolde Janice Baird
Kurwenal Alexandre Marco-Buhrmester
Melot Konrad Jarnot
Brangaene Janina Baechle
Un berger Alfredo Poesina
Un timonier Laurent Labarbe
Orchestre national du Capitole / Choeur du Capitole
8, 14 & 21 3. 2007 à 18 h ; 11 & 18. 3. à 15 h.
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Carmen
GEORGES BIZET (1838-1875)

Direction musicale Günter Neuhold
Mise en scène Nicolas Joel
Décors Ezio Frigerio
Costumes Franca Squarciapino
Lumière Vinicio Cheli
Chorégraphie Patrick Ségot

Carmen Béatrice Uria-Monzon / Maria José Montiel
Don José Marcelo Alvarez / Zoran Todorovich
Escamillo Angel Odena
Micaëla Barbara Haveman
Zuniga Jérôme Varnier
Moralès Ivan Ludlow
Le Dancaïre Francis Dudziak
Le Remendado Philippe Do
Frasquita Sophie Graf
Mercédès Patricia Fernandez
Orchestre national du Capitole / Choeur & maîtrise du Capitole
12, 14, 17, 19, 20, 21. 4. 2007 à 20 h ; 15 & 22. 4. à 15 h.
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Ballet IV
TOUR DE FORCE II

Paganini !
Musique Nicolo Paganini
Chorégraphie Benjamin Millepied

SYNC
Musique Ludovico Einaudi
Chorégraphie & décors Nils Christe remontée par Annegien Sneep
Costumes Keso Dekker
Lumière Kees Tjebbes

Scènes de force
Création mondiale
Musique Johannes Brahms
Chorégraphie, décors,
costumes & lumière Jacopo Godani
Ballet du Capitole
26, 27 & 28 4. 2007 à 20h30; 29 4. 2007 à 15 h.
Halle aux Grains
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Faust
PHILIPPE FÉNELON (NÉ EN 1952)
Opéra en 2 actes
Livret du compositeur d’après Nikolaus Lenau, Commande de l’État & du Théâtre du Capitole
Création mondiale

Direction musicale Bernhard Kontarsky
Mise en scène, décors,
costumes & lumière Pet Halmen

Faust Arnold Bezuyen
Mephistopheles Ralf Lukas
L’homme/Görg Gilles Ragon
Wagner/Le moine Patrick Simper
Le forgeron Meik Schwalm
Le duc/Le capitaine Christer Bladin
La femme du forgeron/
La princesse/Une femme Alexandra Coku
Annette Caroline Stein
Kurt Clemens-C. Löschmann
Hans Kim Schrader
Michel Michael Nelle
Käthe Silvia Weiss
Süschen Cécile Galois
Lieschen Franziska Gottwald
Orchestre national du Capitole
Choeur du Capitole
25 & 29 mai, 1er juin 2007 à 20 h ; France Musique
27 mai à 15 h. enregistre cet opéra.
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Il Ritorno d’Ulisse in patria
CLAUDIO MONTEVERDI (1567-1643)

Drama in musica en trois actes avec prologue
Livret de Giacomo Badoaro
Créé en février 1640 à Venise au Théâtre San Giovanni e Paolo
Version de concert

Direction musicale
et clavecin Christophe Rousset
Ulisse Jan Kobow
Penelope Hilary Summers
Telemaco Anders Dahlin
Eurimaco Robert Getchell
Fortuna, Melanto Sarah Jouffroy
Ericlea Martine Mahé
Nettuno Clive Bailey
Minerva Anne Lise Sollied
Eumete David Lefort
Iro Emiliano Gonzalez Toro
Pisandro Jean-François Novelli
Les Talens lyriques
Les Talens Lyriques sont soutenus par le Ministère de la Culture & de la
Communication, & la Ville de Paris.
8 juin 2007 à 20 h.
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Die Zauberflöte
WOLFGANG AMADEUS MOZART (1756-1791)

Direction musicale Claus Peter Flor
Mise en scène Nicolas Joel
Décors Emmanuelle Favre
Costumes Gérard Audier
Lumière Vinicio Cheli

Sarastro Arutjun Kotchinian
Der Sprecher Detlef Roth
Die Königin der Nacht Anna-Kristiina Kaappola
Tamino Kobie Van Rensburg
Pamina Henriette Bonde-Hansen
Papageno Thomas Oliemans
Papagena Céline Scheen
Erste Dame Brigitte Holl
Zweite Dame Blandine Staskiewicz
Dritte Dame Qiu Lin Zhang
Monostatos Colin Judson
1. Geharnischter / 2. Priester Philippe Do
2. Geharnischter Patrick Simper
1. Priester Hector Guedes
Orchestre national du Capitole Choeur du Capitole / Solistes de la Maîtrise des Hauts-de-Seine
15, 19, 26, 28 6. 2007 à 20 h ;17 & 23. 6. à 15 h.
Halle aux Grains
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Doña Francisquita
AMADEO VIVES (1871-1932)

Comédie lyrique en 3 actes ZARZUELA
Livret de Federico Romero & Guillermo Fernandez-Shaw d’après la comédie de Lope de Vega La discreta enamorada
Crée le 17 octobre 1923 à Madrid au Théâtre Apolo

Direction musicale David Gimenez
Mise en scène Emilio Sagi
Décors Ezio Frigerio
Costumes Franca Squarciapino
Lumière Eduardo Bravo
Chorégraphie Goyo Montero

Doña Francisquita Ruth Rosique
Aurora, La Beltrana Milagros Martin
Fernando Ismael Jordi
Cardona Vicente Esteve
Doña Francisca Trinidad Iglesias
Don Matias Luis Alvarez
Lorenzo Perez Armando Noguera
Orchestre national du Capitole
Choeur du Capitole
Ballet du Capitole

Coproduction Théâtre du Capitole/Teatro Colon de Buenos Aires / Teatro de la Zarzuela de Madrid
22 & 27 juin 2007 à 20 h ; France Musique enregistre cet opéra.
24 & 30 juin à 15 h.

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MARSEILLES OPERA

Norma
Vincenzo Bellini

direction musicale Emmanuel Villaume
mise en espace scénographie
lumières Francesco Esposito

Norma June Anderson
Adalgisa Mzia Nioradze
Clotilde Martine Mahé
Pollione Zoran Todorovitch
Oroveso Wojtek Smilek
Orchestre et Choeur de L’Opéra de Marseille
5., 11. & 14. 10. 2006 à 20h; 8. 10. à 14h30
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Dialogues des Carmélites
14., 18. 21. 11. 2006, 20 h; 19. 11. 2006,14 h30
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Rigoletto
Giuseppe Verdi (1813-1901)

Direction musicale Marco Letonja
Mise en scene Arnaud Bernard
Décors Alessandro Camera
Costumes Katia Duflot
Lumière Patrick Méeüs
Orchestre et Choeur de L’Opéra de Marseille
19., 21., 26., 29. 31. 12. 2006, 20h; 23. 12. 2006, 14h30
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Lucia di Lammermoor
Gaetano Donizetti

Direction musicale Luciano Acocella
Mise en scène Frédéric Bélier-Garcia
Décors Jacques Gabel
Costumes Katia Duflot
Lumières Franck Thévenon

Lucia Patrizia Ciofi
Edgardo Salvatore Cordella
Enrico Fabio Maria Capitanucci
Raimondo Wojtek Smilek
Arturo Sébastien Guèze
Normano Christophe Berry
Orchestre et Choeur de L’Opéra de Marseille
10, 13., 18. & 20. 4. 2007 à 20h; 15. 4. 2007, 14h30
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Die Walküre
Richard Wagner

Direction musicale Patrick Davin
Mise en scène Charles Roubaud
Eléments scénographiques Michel Hamon
Réalisation vidéo Gilles Papin
Costumes Katia Duflot

Brünnhilde Janice Baird
Sieglinde Gabriele Fontana
Fricka Sally Burgess
Siegmund Torsten Kerl
Wotan Albert Dohmen
Hunding Artur Korn
Gerhilde Jialin-Marie Zhang
Helmwiege Mihaela Komocar
Ortlinde Sandrine Eyglier
Waltraute Anne Salvan
Schwertleite Valérie Marestin
Rossweisse Svetlana Lifar
Siegrune Elena Gabouri
Grimgerde Lucie Roche
Orchestre de L’Opéra de Marseille
16., 23. & 25. 5. 2007 à 19h; 20. 5. 2007 à 14h30
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OPERA NATIONAL DU RHIN STRASBOURG

LES TROYENS
de Hector Berlioz (1803-1869)

Direction musicale Michel Plasson
Mise en scène Andreas Baesler
Décors Hermann Feuchter
Costumes Gabriele Heimann
Lumières Gerard Cleven
Dramaturgie Johann Casimir Eule

Cassandre Sylvie Brunet
Didon Béatrice Uria-Monzon
Énée Robert Chafin
Anna Marie-Nicole Lemieux
Hylas, Hélénus Sébastien Droy
Chorèbe Lionel Lhote
Iopas Éric Laporte
Panthée, Le dieu Mercure Cyril Rovery
Narbal, l’ombre d’Hector François Lis
Ascagne Valérie Gabail
Chœurs de l’Opéra national du Rhin/ Orchestre philharmonique de Strasbourg
STRASBOURG Opéra 25. & 30. 11. & 2. & 9. 11. 200618 h; 5. 11. 2006, 15 h
MULHOUSE Filature: 19. 11. 2006, 15 h; 21 11. 2006 18 h
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Lucia di Lammermoor
Gaetano Donizetti

Direction musicale Giuliano Carella
Mise en scène Stein Winge
Décors Johannes Schuetz
Costumes Kari Gravklev
Lumières Franz David

Lord Enrico George Petean
Lucia Tatiana Lisnik 4, 6, 9, 16, 20, 24. 05., 1, 3. 06. 2007:
Hye-Youn Lee**14, 18 et 22. 05. 2007
Edgardo de Ravenswood Joseph Calleja 4, 6, 9, 16, 20, 24. 05., 1, 3. 06. 2007:
Leonardo Capalbo 14, 18 et 22. 05. 2007
Arturo Marc Laho
Raymondo Bidebent Giorgio Giuseppini
Alisa Carolina Bruck-Santos *
Normanno Roger Padullés *
Chœurs de l'Opéra national du Rhin / Orchestre symphonique de Mulhouse
*Jeunes Voix du Rhin / **Ex Jeune Voix du Rhin
STRASBOURG Opéra: 14., 16., 18. 22. , 24. 5. 2007 20 h; 20. 5.15 h
COLMAR Théâtre Municipal 1. 6. 2007 20 h, 3. 6.17 h
MULHOUSE Théâtre de la Sinne 4. & 9. 5. 20 h; 6 5. 2007 15 h

Buchtipp "Über das Regietheater": Philippe Beaussant: "La malscène"

Fayard, Paris, Nov. 2005, 190 S., 13 Euro
Der Autor dieses wichtigen Pamphlets ist einer der geachtetsten Musikologen Frankreichs. Autor zahlreicher Beiträge in Fachzeitschriften, vor allem über französische Barockmusik, hat er auch etwa 20 Bücher über diese Themen veröffentlicht. Er ist auch der Begründer des "Centre baroque de Versailles", dem französische Forschungs- und Aufführungszentrum für Barockmusik und ein geschätzter Kritiker und Vortragender.
Der Titel des Buchs ist ein Wortspiel: einerseits heißt "Malscène" wörtlich die "schlechte Szene", analog zu dem Argotausdruck "Malbouffe", Bezeichnung für die aus USA importierten McDonalds usw., am besten mit "Schlangenfraß" übersetzbar. Anderseits wird "malsaine" absolut gleich ausgesprochen und bezeichnet "krankhaft". Solche Wortspiele waren in der französische Literatur des 17. und 18. Jahrhundert gang und gäbe.
Das 1. Kapitel heißt "Allegro furioso" und beginnt mit "Dieses Buch ist ein Buch des Zornes." Ja, Beaussant ist wütend und läßt seiner Wut über die Regisseure freien Lauf. "Nicht nur, daß man mir sie stiehlt (Orfeo gehört mir, Le Nozze gehören mit, Pelléas gehört mir, genau wie jedem unter Ihnen), aber unter meinen Augen zerstört man sie absichtlich […]." Da Beaussant aber ein Gelehrter ist, geht er auf die Wurzeln des Theaters im allgemeinen und der Oper im besonderen ein. Beginnend mit Diderots Le Paradoxe du comédien von 1769, einer der fundamentalen Texte des französische Theaters, wiederholt er die Frage des Zwiespalts zwischen dem Schauspieler und seiner Rolle, dem Unterschied zwischen dem "Ich des Schauspielers" und der "Person der Rolle". Ist ein Darsteller umso besser, je mehr er sich in seine Rolle hineinlebt? Diderot verneinte dies. Bereits zu Beginn de Theaters trugen die Schauspieler des Thespis Masken, um den Abstand zwischen diesem und seiner Rolle zu wahren. Louis Jouvet bestätigte dies 2500 Jahre später: "Die Aufgabe des Schauspielers ist, leer und hohl zu sein, verfügbar, zugänglich, bewohnbar."
Ausgehend von dieser Feststellung, erweitert Beaussant das Paradoxon im nächsten Kapitel auf den Zuschauer, der sich in die Handlung hineinlebt und sich mit der "Person der Rolle" identifiziert, obwohl er von der Rolle getrennt ist. Er fragt, weshalb die abendländische Tragödie immer von Königen (von Agamemnon bis Medea, von Neron bis Hamlet, von Didon bis Golaud) bevölkert ist, obwohl das Theater in Griechenland entstanden ist, zur Zeit als Plato die Republik theoretisierte. Warum? Beaussants Antwort ist einfach und verblüffend: "Man hat kein besseres Instrument gefunden um den Zuschauer die Distanzierung zu gewährleisten, als Könige auf die Bühne zu stellen. […] Die Statur der unerreichbaren Figur des Königs unterstellt, daß dieser symbolisch ein intensiveres Innenleben als unser eigenes besitzt."
Im Kapitel "Sankt Brecht, Goldmund" zeigt, daß Brecht das Paradoxon Diderots mehr als irgendwer anderer verstanden hatte, charakterisch des "aristotelischen Theaters", d.h. des bürgerlichen Theaters. Und das muß geändert werden, denn laut Brecht, hat das Theater eine pädagogische Rolle - seine berühmten "Lehrstücke" - d.h. der Zuschauer muß zur Reflexion über das Theaterstück erzogen werden. Und je mehr er vom Theater ergriffen ist, umso weniger ist er der Überlegung zugänglich. Deshalb muß diese Identifizierung und der damit verbundene paradoxale Abstand unterdrückt werden. Was logischerweise eine völlige Umkrempelung des Berufs des Schauspielers herbeiführt. Der "Verfremdungseffekt" muß dem Schauspieler verbieten, sich in die Rolle hineinzuleben. Das Paradoxon Diderots wird von Brecht verwendet um das Paradoxon des Zuschauers zu brechen, damit dieser seiner eigenen Klassensituation bewußt wird und politisch agiert, d.h. für die Revolution des Proletariats. Das Resultat ist nicht nur die Distanzierung des Schauspielers, sondern auch - dank des Verfremdungseffekts - des Theaterstücks, des Werks. Um sicher zu sein, daß alles funktioniert, wie Brecht es sich vorstellt, hat er Theaterstücke umgeschrieben, was Beaussant im nächsten Kapitel "Romeo and Juliet" beschreibt. Damit ist der Uminterpretation eines - aller - Werke Tür und Tor geöffnet und die ganze Misere des heutigen "Regietheaters" dargelegt. Beaussant analysiert dann genau Produktionen von zwei weiteren, besonders malträtierten Werken, Monteverdis "Incoronazione di Poppea" und Glucks "Orphée et Eurydice".
Im nächsten Kapitel erweitert Beaussant das Pardoxon Diderots auf den Zuhörer, der ja von Musik im allgemeinen bewegt wird und wo die Distanzierung einfach nicht funktioniert, ja diese verbietet. "[…] die Musik ist nichts anderes als die Kunst, der Zeit, die vergeht, eine hörbare Form zu geben." Welch weiser Satz!
Dann wird das Pardoxon auf den Regisseur, besonders in der Oper, erweitert. Denn einerseits verbietet die Musik die Distanzierung, anderseits verlangt heute das Theater die Verfremdung. Denn seit ca. 1600, als dieses "Hybrid" erfunden wurde, hat immer die Musik dominiert. Zahlreiche Reformatoren haben versucht dieses Gleichgewicht wieder herzustellen, Gluck, Wagner, Debussy … "Aber die Musik bleibt der einzige bestimmende Faktor." Als Giorgio Strehler gefragt wurde, wie man "La Traviata" distanziert spielen kann, antwortete er: "Man kann nicht."
Im Kapitel "Paradoxon des Musikers" stellt Beaussant fest, daß seit etwa 60 Jahren die Aufführungspraxis der Musik sich in Richtung höherer Präzision, der Genauigkeit und des Respekts verändert hat. Genau in der selben Zeitspanne hat das Theater den umgekehrten Weg eingeschlagen. Diese Diskrepanz ist mit den "Barockern" noch erhöht worden, denn noch nie hat man sich derartig Mühe gegeben, den Stil der Zeit der Komposition zu wahren, während gleichzeitig die Inszenierungen diesen verneinen und widersprechen. Während Musik im 19. und großteils im 20. Jahrhundert. der Sensibilität des Hörers entsprechend interpretiert wurde - man denke an die Bearbeitungen Stokowskis oder Beechams - ist das heute nicht mehr der Fall. Selbst viele Aufnahmen von Bach Passionen aus den 50er Jahren sind heute kaum mehr anhörbar. Die Werktreue, die Intention des Komponisten hat über die Gefühlswelt des Hörers gewonnen, der Musiker ist der Diener der Musik und des Komponisten geworden. Am Beispiel einer Inszenierung von "Orphée et Eurydice" wird Beaussant wütend: "Was tun Sie, der Flötist, Sie, die Sängerin? Und Sie, der Dirigent, was dirigieren Sie? Die Persiflage Ihres eigenen Orchesters? Der Regisseur moquiert sich, macht Sie lächerlich? Schlafen Sie? […] Sie, der Chef, werden Sie endlich reagieren?"
Das Kapitel "Doppel-Paradoxon des Kostümbildners und des Maschinisten" beginnt mit "Entschuldigen Sie, lieber Leser. […], Sie sprechen von Kostümen?" Denn man hat ja alles schon gesehen: T-shirts, Jeans, Mini-Röcke, Turbane, Regenmäntel (viele), Bademäntel, Unterhosen, etc.. Das alles gehört zur "Distanzierung", zur "Verfremdung" zwischen Publikum und Werk. "Doch das einzige, was zählt, ist die Distanz des Traumes in Ihnen - wie Ulysseus (in Ritorno d'Ulysse in Patria) sagt. Das ist die einzige Berechtigung für die Existenz der Oper. Jeder Kostümbildner, Choreograph, Ausstatter, der vereitelt, daß das Publikum in sich selbst diesen Abstand des Traumes konstruiert, ist ein Missetäter."
"Denn alle Figuren der Meisterwerke unseres Theaters und der Oper, von Shakespeare, Mozart, Lope de Vega, Wagner, Debussy, Racine haben ausnahmslos eine archetypische Wurzel." Die "historische Rekonstitution" ist daher ebenso absurd wie die Transpostion in unsere Zeit. Die Oper in Bikini und Mini-Rock ist ebenso falsch wie die Oper in den Kostümen der Uraufführung.
Im Schlußkapitel "Der Zorn Jupiters" ruft Beaussant einerseits das Publikum und anderseits die Musiker und Dirigenten zur Revolte auf. Er lädt alle Künstler ein, Mozarts Brief zu lesen, in dem er seinem Vater seine letzte Unterredung mit Erzbischof Colloredo berichtet. Beaussant sagt den Künstlern: "Denn jetzt seid ihr auf den Rang der Dienstboten herabgesunken, der der Eure im 18. Jahrhundert war. Es ist nicht an Euch zu entscheiden, mit wem ihr die Musik zum Leben erwecken werdet. Es ist der Potentat, der Colloredo des Theater, der Schauspieldirektor."
Es ist unmöglich in einer kurzen Besprechung dem Wert dieses äußerst dichten Bandes - voll von Zitaten und Details - gerecht zu werden. Man kann nur hoffen, daß eine deutsche Übersetzung bald erscheinen wird und dieses kluge Pamphlet den Lesern des "Merkers" zugänglich wird, die in dessen Seiten schon manche Salve über absurde Inszenierungen gelesen haben.
Wilhelm Guschlbauer
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