 |
|
|
 |
 |
|
Aktuelles Dokument: Forum/Beitrag lesen
| 904 |
Michael Tanzler |
11:04:55 |
15.03.2004 |
Voigt
Habe erst jetzt mitbekommen, was da in London gelaufen ist! Es ist eine unglaubliche Frechheit und ein Skandal der Intendanz, Voigt wegen Loy rauszuwerfen! Da gehört auf alle Fälle geklagt. Wer ist dieser Loy? Was bildet der sich ein? Abgesehen davon war die Voigt ja schon vorher unter Vertrag. Wenn dieser Mensch nachträglich kommt und seine Spielchen mit Models machen will, soll er sich vorher informieren, mit wem er es zu tun hat. Dann gibt es zwei Möglichkeiten: entweder er ändert seine Phantasien, paßt sie den Gegebenheiten an - oder er macht es nicht! Aber Leute rauszuschmeißen, weil sie nmicht zu seinen Phantasien passen- unerhört! Die personifizierte Infamie sitzt aber in der Direktion des Hauses: wie immer sind die schuld, die schlußendlich das Sagen haben! Widerlich! m.T.
|
|
| 906 |
ALTENAER; M.A. |
13:05:16 |
15.03.2004 |
Voigt
Lieber Herr Tanzler, dürfte man um etwas mehr Backround-Info bitten? MfG D.A.
|
|
| 907 |
Michael Tanzler |
13:30:56 |
15.03.2004 |
Voigt
Unter "aktuelles" finden Sie einen sehr treffenden Artikel aus der "Welt"! Beste Grüße M.T.
|
|
| 908 |
online-redaktion |
13:32:24 |
15.03.2004 |
Voigt
Die Hintergrundinformationen finden Sie (teilweise) in "Aktuelles" (bitte etwas suchen, Meldung aus der Vorwoche). Der Voigt-Vertrag ist schon 5 Jahre alt, Regisseur Christof Loy stieg erst nachträglich in die Inszenierung ein (nach Voigt), feuerte die Sängerin unter Hinweis auf ihre Unbeweglichkeit und engagierte Anne Schwanewilms.
|
|
 |
| 909 |
online-Redaktion |
13:35:22 |
15.03.2004 |
Voigt
Der Einfachheit halber stelle ich den Artikel gleich in das Forum:
Wenn die dicke Frau nicht singt- der Fall Voigt zeigt, wie sich optische Anforderungen an Opernsänger gewandelt haben (von Manuel Brug) Jetzt hat sogar Deborah Voigt das Dünnenverdikt erwischt. Obwohl Amerikas 43-jährige regierende jugendlich-dramatische Sopranistin, die in Wien jüngst als Isolde bejubelt wurde, in New York spielend die Carnegie Hall füllt und gerade einen der seltenen Exklusivverträge der EMI ergattert, sich immer mit gesunder Selbstironie gepanzert und jede kontinentale Regie-Abirrung mitgemacht hat. In Salzburg hat sie sich für "Vanity Fair" im Julie-Andrews-Dirndl und mit erstaunlich agilem Hüftschwung auf der originalen "Sound of Music"-Wiese fotografieren lassen. Gerade ist sie in Berlin in einem herausfordernden Brokat-Duo aus Kleid und Übermantel zum Liederabend angetreten. In der "Frau ohne Schatten" in Dresden und Berlin wurde sie auf abenteuerliche Weise zur Comic-Kaiserin verkleidet. Nun aber hat man ihr an der Royal Opera in London die Ariadne weggenommen, weil sie in Christof Loys Strauss-Inszenierung im Cocktailkleidchen mit ihren vielen Pfunden die vielen Bühnenbildtreppen wohl nicht schaffen wird. Ihr Umfang hat sich seit dem Vertragsabschluss vor fünf Jahren nicht geändert, wohl aber der Regisseur. Und der wollte sie nicht. Vor dem Rauswurf schützte La Voigt nicht einmal ihr unbestrittener Starstatus. "Oper ist, wenn die dicke Frau singt". Mit diesem Slogan wird, ein Vorurteil in Selbstironie ummünzend, in Amerika gern für Musiktheater geworben. Dabei ist das Land des fettfreien und kaum cholesterinhaltigen Essens, in dem gleichwohl die meisten Fleischberge auf zwei Beinen weltweit wandeln, immer (noch) eine Hochburg der kräftigen Mädchen und starken Jungs auf der Opernbühne. Wenn an der Metropolitan Opera in New York in "Tristan und Isolde" Jane Eaglen und Ben Heppner, beides nicht nur üppige Stimmbesitzer, im Liebesakt aneinander vorbeikugeln, dann bringt das höchstens den jenen Vorfall in gnädiges Dunkel hüllenden deutschen Regisseur Dieter Dorn zur Verzweiflung. Die Amerikaner stören sich nicht am Umfang ihr Sangesheroen. In Zentraleuropa, wo das Regietheater regiert, ist das schon lange anders. Ben Heppner hat inzwischen (auch aus Gesundheitsgründen)dramatisch abgespeckt, die phlegmatische Jane Eaglen darf hier gerade mal auf das Konzertpodium. Jessye Norman konterte den wachsenden Umfang ihrer Kleiderzelte einst mit den hoheitsvollen Gebärden einer Nubierkönigin und ließ sich nur noch zu opernartigen Spezialaktionen herab, die meist Bühnenguru Robert Wilson um die statuarisch Verharrende herum drapierte. Andere, wie die schwergewichtige Sopranistin Sharon Sweet, haben ganz mit dem Singen aufgehört, weil sie keine Lust hatten, dauernd auf ihren Umfang angesprochen zu werden. In einer Hamburger "Don Carlos"-Aufführung musste einst ihr hinten offenes Elisabetta-Mieder gnädig mit einem Mantel verdeckt werden, weil sich nicht genügen Stoff zum Einsetzen fand. Auch von der pompösen Alessandra Marc hört und sieht man nur noch etwas auf in Liebhaberkreisen gehandelten japanischen Konzertvideos. Der Fall Voigt offenbart, was selbst im sonst eher konservativen Opernengland inzwischen als Trend gilt: Typecasting. Im Wettlauf mit den Glamourbildern von der Oscarverleihung und den Haute-Couture-Schauen muss sich auch die Oper dem allgemeinen optischen Dünndiktat zwischen Hollywood und Paris beugen. Deshalb sind für ihren eben auch die Kraft des langen Atems erfordernden Beruf beinahe schon rachitische Sängerinnen wie das Moldau-Girlie Magdalena Kozená samt ihrer diversen rehartigen Mezzokolleginnen oder die nicht nur München ins Divendelirium treibende Russin Anna Netrebko so gefragt. Die illustriertenkompatible Rumänin Angela Gheorghiu sorgt mit Glitter und Gulaschtemperament für Skandalschlagzeilen. René Fleming aus Pennsylvania gibt die Rolle der blendaxstrahlend üppigen Neue-Welt-Sopranschneekönigin à la Renée Zellweger. Und Koloraturschnuckelchen Cecila Bartoli sieht man die üppige Spaghetti-Hüfte nur nach, weil sie halt so allerliebst gluckst und jodelt. Die Nachfrage nach Beauty-Belcantistinnen wird noch zunehmen, wenn künftig die Plattenfirmen statt Operngesamtaufnahmen höchsten noch DVDs in Koproduktion mit Opernhäusern herausbringen. Wen die Kamera nicht liebt, der wird aussortiert, egal, wie er klingen mag. Ein MTV-Diven-Clip-Portrait mit Deborah Voigt wird es nie geben. Eines mit La Netrebko schon bald. Dass Voigts voluminös samtiges, dabei strahlend starkes Vokalorgan den Intentionen von Richard Strauss für seine Ariadne sicherlich näher kommt als die hochgetriebene, immer gefährdet klingende, aber vielleicht deswegen so intensive Stimme der auch darstellerisch ausdrucksstärkeren, als London-Ersatz aufgebotenen Anne Schwanewilms, das steht freilich auf einem anderen Notenblatt.
© WELT.de 1995 - 2004 Vollständige Url des Artikels: http://www.welt.de/data/2004/03/10/248944.html
|
|
 |
| 911 |
ALTENAER; M.A. |
14:10:02 |
15.03.2004 |
Voigt
Das hat es leider immer schon gegeben und selbst Herren wie Ponnelle waren davon nicht frei. Nur wechselte damals der Rheinopern-Intendant Barfuß den Regisseur aus und Luisa Bosabalian sang eine hinreißend schöne Leonora. Über Voigt/Schwanewilms möchte ich mir kein Urteil erlauben, nur so viel: eine Ideal-Ariadne dürften beide nicht sein. MfG D.A.
|
|
| 913 |
unbekannt |
17:35:33 |
15.03.2004 |
Voigt
Also bitte, LOY warf NIEMANDEN hinaus, denn er hat dazu gar keine Kompetenzen. Also weder polemisch noch hysterisch werden, Herr Tanzler!
|
|
| 915 |
Helga |
20:12:25 |
15.03.2004 |
Voigt
In den Reviews gibt es die Meinung von Tommasini/NY-Times zu lesen, auch über die Fähigkeit von Frau Voigt, die Ariadne zu singen.
|
|
 |
| 916 |
Helga |
11:08:14 |
16.03.2004 |
Voigt
ein Artikel aus San Francisco zum Thema: She can sing, but how's she look? Deborah Voigt's firing shows how opera's becoming like Hollywood. Joshua Kosman, San Francisco Cronicle Not since the heyday of Monica Lewinsky has a cocktail dress ignited such a furor. Last week, American soprano Deborah Voigt -- a graduate of the San Francisco Opera's training program and a frequent favorite of opera audiences here and around the world -- dropped a miniature bombshell by revealing that she had been canned by London's Royal Opera House, Covent Garden, for being too large. Specifically, it seems there was a little black cocktail dress that the designer had earmarked for the soprano who was to sing the title role in Richard Strauss' "Ariadne auf Naxos." And when it became clear that the Rubenesque Voigt couldn't slip right into it, she had to go.Evidently the art of making alterations has disappeared from the British scene. The resultant possibilities for mocking and excoriating this once- respected opera company are rife and fairly obvious (insert "the opera ain't over" joke of your choosing here). But this mini-scandal reveals some important shifts in the prevailing attitudes toward opera and the performing arts in general. Have we really reached the point where only the slim or the beautiful (the two terms are far from synonymous) need apply? Does artistic prowess now count for less than comeliness? Must every other consideration be subsumed to the visual? Well, no -- although some of the rhetoric that has been thrown around recently has tended toward such apocalyptic extremes. But it is true that the tyranny of image, of glamour, glitz and good looks, seems to be muscling in on just about every aspect of our culture. From music to politics, from literature to sports, the expectations created by Hollywood are increasingly pervasive. Oddly, this all is happening at a time when the weirdly perverted egalitarianism of reality television and "American Idol" holds out the promise of celebrity to anyone willing to pay the price. Now that every Tom, Dick and Susie is ready for his or her close-up, you'd think we could afford to be a little less rigorous in our demands for visual allure and that the parameters for being a public figure could be relaxed. But it isn't so.This emphasis on the visual sits with particularly poor grace in the world of opera, which has long incorporated a certain degree of tradeoff in these matters.Opera lovers understand that physical and vocal attributes have been unevenly distributed by whatever deity hands out such things. There are handsome young men, and men who can sing the role of Siegfried. Although the two groups need not be mutually exclusive, anybody set on a tenor who belongs in both categories may be waiting a long time. That's why we've learned to accept young lovers in "La Bohème" who are neither young nor lovely, and a Judaean princess in "Salomé" who looks nothing like the 16-year-old sex kitten the libretto suggests. Yet there's a separate and complementary trend afoot that's specific to the operatic sphere and that may also be mixed up in the Voigt affair. It's an increased demand, not necessarily for verisimilitude, but for a kind of theatrical commitment and responsiveness -- a sense that in opera, the task of inhabiting a dramatic character doesn't begin and end with the musical notes. This has been one of Pamela Rosenberg's most prominent hobbyhorses since she became general director of the San Francisco Opera, and it remains perhaps her mostly widely misunderstood initiative. It doesn't mean that opera singers must be young or gorgeous or svelte; it doesn't even mean they must look the part in any obvious way. All it means is that treating opera as a theatrical medium demands that the old "stand and sing" protocol won't work anymore. Opera properly understood, in other words, isn't a fashion shoot. But it isn't a song recital or a studio recording onstage either.What's ironic about the Covent Garden decision is that it seems to have made this point in connection with precisely the wrong singer. t isn't just that Voigt is one of the great lyric-dramatic sopranos of our time, and that Ariadne is her signature role -- though that alone should have sufficed. San Francisco audiences have to think back no further than the fall of 2002 to recall how stupendous Voigt can be in the part. It's that Voigt's artistry encompasses more than just a magnificent set of pipes. She's a superb singing actress -- expressive, responsive, witty and deeply intelligent. And although she's overweight, she moves onstage with utter elegance and poise. The cruel but obvious contrast is with Jane Eaglen, who like Voigt is a large woman with superlative vocal abilities. But unlike Voigt, Eaglen is a lumbering, graceless presence onstage and an inexpressive actress. To create a work of affecting musical theater around Eaglen is a daunting task -- although it can be done, as recent Seattle Opera productions of Wagner's "Tristan und Isolde" and the "Ring" cycle have attested. Still, a director who declines the challenge is entitled to a bit of sympathy. But turning away Voigt is preposterous any way you slice it, attributable only to some kind of knee-jerk equation of "overweight" with "unsightly." It's Hollywood-bred looks-ism at its worst. When it comes down to a choice between Deborah Voigt and a black cocktail dress, any sentient opera administrator would know it's a no-brainer. That's what mothballs are for.
|
|
 |
| 917 |
Michael Tanzler |
11:31:47 |
16.03.2004 |
Voigt
Unbekannte(r)! Genauer lesen! Außerdem bin ich weder polemisch nochj hysterisch! Die Intendanz hätte diesen Loy rauswerfen müssen und nicht Voigt - punktum! M.T.
|
|
| 918 |
ALTENAER; M.A. |
12:02:59 |
16.03.2004 |
Voigt
Nana, nun mal nicht gleich so hitzig! Immerhin ist Loy Regisseur des Jahres 2003 und bis jetzt hat er, zumindest an der Rheinoper, überzeugendes geleistet und hat gerade mit einer fulminanten "Poppea" einen gewaltigen Schlußstein auf seinen Monteverdi-Zyklus gesetzt. Sein Roberto Devereux in München (immerhin mit Gruberova) wurde auch sehr positiv angenommen. Seine Regiearbeit wird eigentlich als sehr sängerfreundlich eingfeschätzt. Ob da nicht vielleicht Querelen der Plattenindustrie DGG contra EMI die eigentlichen Ursachen sind??? Nur reine Spekulation vom Rhein MfG D.A.
|
|
| 919 |
Helga |
14:12:42 |
16.03.2004 |
Voigt
Querelen in der Plattenindustrie? Und warum sollte das ROH dafür die Spesen zahlen, ganz abgesehen von der schlechten Nachred“? Übrigens steht im Augenblick am ROH in London eine hochschwangere Dalila auf der Bühne (siehe Reviews). Hoffentlich paßt das Kleid.
|
|
| 920 |
Bertold Buhmann |
08:34:37 |
17.03.2004 |
Voigt
Herr Loy ist neben Herrn Alden einer der besten und intelligentesten Regisseure dieser Opernwelt! Er hat recht: STOPPT SINGENDE SUMORINGER !!!
Topfpflanzen dieser Art gehören in die Philharmonie, da gibt es auch immer einen Schwerlastaufzug, u.a. für Klaviere.
|
|
| 921 |
Helga |
10:50:37 |
17.03.2004 |
Voigt
Bruhaha
|
|
| 922 |
Debbie was here |
16:03:06 |
17.03.2004 |
Voigt
many thanks for all the contributions,DV
|
|
| 923 |
Michael Tanzler |
10:42:03 |
18.03.2004 |
Voigt
Der Fasching hat wieder Einzug gehalten! .... Der Münchner "Roberto" ist furchtbar, daß Gruberova bei so einem Schmarrn mitmacht, ist mir unverständlich. Die Arbeiten von Loy an der Rhein-Oper kann ich nicht beurteilen !Und "Regisseur des Jahres" ( womöglich noch von der "Opernwelt") - da kann man sich nur mit Grausen wenden, wenn man weiß , wer und was heute als "Bestes" bezeichnet wird! Nicht weg mit den Tonnen, sondern in die Tonne - aber mit diesem Gezücht..! M.T.
|
|
| 925 |
Münchner |
11:41:14 |
18.03.2004 |
Voigt
aber Herr Tanzler,
da muss ich doch fragen, ob Sie den Münchner Devereux gesehen habe. Eine ungeheuer filigrane Meisterleistung, die das Zeug zur Aufführung des Jahres hat. Gruberova selber hat dazu gesagt: "Ich hätte nie gedacht, dass mir die Arbeit mit einem modernen Regisseur so gut tut"!!!
|
|
| 927 |
Helga |
22:13:18 |
19.03.2004 |
Voigt
Es geht hier nicht um gute oder schlechte Regiearbeit, es geht um Diskriminierung. Oder wie nennt man das, wenn jemand aufgrund seines Äußeren einen Arbeitsvertrag verliert und dafür noch öffentliche Häme erntet? Witzkisten wie Herr „Buhmann“ gedeihen ja überall. Seltsam nur, das „relevante Regietheater“ hat sich doch allemal als Kampftruppe gegen den Krypto-Faschismus geriert. Aber wahrscheinlich war ja ganz wer anderer schuld an der Affäre.
|
|
 |
| 928 |
Erich Karlsson |
03:04:25 |
20.03.2004 |
Voigt
Ganz so dick mit "Diskriminierung" würde ich denn doch nicht kommen, die Optik gehört bei Bühnenkünstlern nun einmal mit zum Job - und das nicht erst seit heute, wenn ich an Bings Gelästere über Traubel/Melchior im "Tristan" oder das in Anlehung an Jules Vernes Roman im Wien der 1870er Jahre enstandene "In 80 Tagen um die Wilt" denke. Theater ist kein Bürojob und unter Verlieren eines Arbeitsvertrages würde ich auch den finanziellen Verlust verstehen, der Covent Garden muß hier aber selbstverständlich die zustehende Gage zahlen! Problematisch an der Geschichte erscheint mir vor allem die Reihenfolge, Frau Voigt ist vom ursprünglich vorgesehenen Regisseur ja offenbar akzeptiert worden, daran sollte sich der später eingestiegene halten. Da ich Loy von der Hamburger "Alcina" her als ausgesprochen sängerfreundlichen Regisseur kenne (allerdings auch als einen mit einem ausgeprägten Sinn für Ästhetik), könnte ich mir schon vorstellen, daß der wirkliche Grund völlig woanders liegt und man sich letztlich auf diese Fassung "geeinigt" hat.
|
|
 |
| 929 |
Richard |
09:31:48 |
20.03.2004 |
Voigt
So ganz kann ich Ihnen bei der "Diskriminierung" auch nicht Recht geben. Immerhin ist Frau Voigt eine Bühnendarstellerin- und da ist Glaubhaftigkeit schon wichtig. Ich selbst wiege bei 170 cm Höhe 100 kg, verstehe also die Probleme der Voigt sehr gut- und es gelingt auch mir nicht wirklich, gegen das Gewicht anzukämpfen. Nur- ich stelle mich auf keine Bühne als "jugendlicher Liebhaber". Ich weiß schon, dass Sie es nicht so krass gemeint haben (nur wegen des Äußeren einen Arbeitsvertrag verlieren), aber überspitzt ausgedrückt könnte man sich auch diskriminiert vorkommen, weil man nur deshalb nicht in der Wiener Staatsoper auftreten darf, weil man nicht singen kann!!! Da fühle ich mich nun durchaus nicht als "Witzkiste", aber denken Sie doch mal an die Bedeutung Ihrer Worte!
|
|
 |
| 931 |
Marion |
10:09:22 |
20.03.2004 |
Voigt
Wenn ich so lese und euch "zuhöre" entsteht der Eindruck : nun warum benötigen wir einfach in der Oper überhaupt noch Sänger: Denn sie müssen in erster Linie gut Ausschauen und die Hampelmänner (od.Frauen) der Regisseure sein - was anderes wird ja anscheinend ja nicht mehr gefordert. Mir ist trotzallem eine etwas dickere- blendend singende Sängerin lieber als ein Modell deren Stimme beim anhören "wehtut" - habe ich schon öfters erlebt. Marion
|
|
 |
| 932 |
Erich Karlsson |
10:57:19 |
20.03.2004 |
Voigt
Pardon, liebe Marion, aber so meine ich das absolut nicht. Aber wenn wir die Forderung nach Oper als "Gesamtkunstwerk". oder als "Musiktheater", um einen heute eher geläufigen Ausdruck zu verwenden, ernstnehmen, dann sollten sowohl die akustische Seite als auch die optische dabei zum tragen kommen. Daß das nicht immer beides optimal zusammengeht und auch nicht immer optimal zusammengehen kann (siehe Siegfried oder Salome) ist mir schon auch klar - und von Hampelmann sein war nicht die Rede. Aber zwischen Model (oder Hollywood-Maßstäben, wie im Artikel des San Francisco Chronicle) und manchen der heutigen amerikanischen Sänger gibt es eine ganze Menge Zwischenstufen, es war nicht von "etwas dicker" die Rede. MfG Erich Karlsson
|
|
 |
| 934 |
Helga |
15:24:19 |
20.03.2004 |
Voigt
Ist es die Aufgabe des Musiktheaters „Wirklichkeit“ herzustellen? Nicht einmal am Sprechtheater agiert man „realistisch“, auch wenn das naiverweise oft angenommen wird. Optisch glaubhaft wirkt auf der Opernbühne sozusagen gar nichts. Dazu muß man nicht einmal Jung-Siegfried zitieren oder die Mezzos – rank oder nicht - in ihren Hosenrollen. Robert Wilson hat übrigens gar nicht so unrecht mit seinem Hang zu gedehnten Posen – „natürliche“ Bewegungsabläufe sind auf der Opernbühne ohnehin nicht möglich. Aber eine „wirkliche“ Diva mit „Übergewicht“ kann unmöglich eine „fiktive“ Diva singen? Den Octavian gibt nächstens ein Sängerknabe, und die Schwarzen sollen sich gefälligst auf Otello und Aida beschränken? Ästhetik wohnt übrigens nicht in der Außenwelt, sondern in unseren Köpfen. Welche weibliche Beckenbreite als schön zu gelten hat, hat sich seit der Erfindung der Oper schon ein paarmal geändert. Es ist also nicht sicher, wer die Voigt-Affäre zu verantworten hat. Sicher ist nur, es wurde ausschließlich aus Sorge um die Glaubwürdigkeit des Musiktheaters gehandelt. Da zahlt doch das ROH liebend gerne zweimal die Gage.
|
|
 |
| 935 |
Erich Karlsson |
15:52:50 |
20.03.2004 |
Voigt
Nein, "natürliche" im Sinne normal realistischer Bewegungsabläufe erwarte ich gar nicht auf der Bühne. Aber wenn die Körperdimensionen ein Ausmaß annehmen, daß Bewegung überhaupt kaum mehr stattfinden kann (schon deshalb, weil zur Bewegung von Masse physisch auch Kraft gehört, die dann beim Singen fehlt), dann sind wir bei der konzertanten Aufführung im Kostüm. Und daß viele dieser Sänger über kurz oder lang gesundheitliche Probleme bekommen, dazu muß man sich wohl nicht erst den späten Pavarotti ansehen (Heppner soll übrigens wegen seiner Gesundheit gerade kräftig abgenommen haben). Es stimmt schon, die ästhetischen Vorstellungen haben sich im Lauf der Zeit häufiger geändert - aber es gilt immer das, was gerade ist; und hier geht es nicht um die "Beckenbreite" (die ist eine Frage des Knochenbaus und nicht veränderlich) sondern um das "Drumherum", und da gibt es für mich zwischen Model und 150 Kilo schon eine Menge Zwischenstufen mit Stimme. Daß ich diejenige von Frau Voigt übrigens ausgesprochen gerne HÖRE, steht auf einem anderen Blatt. MfG Erich Karlsson
|
|
 |
| 937 |
HP |
17:40:26 |
20.03.2004 |
Voigt
Bitte auch nicht die Zusammenhänge zwischen Körperbau und Stimmvolumen zu vernachlässigen! Die Isolde mit Modelfigur (bzw.mit der Figur einer von Gottfried von Straßburg geforderten Fünfzehnjährigen) zeige mir erst einmal jemand, und gerade in dieser Rolle hat Voigt in Wien (nicht nur mich) überzeugt, auch darstellerisch.
Nicht nur deswegen meine ich: Eine Diskussion über die Leibesfülle von Sängerinnen & die damit zusammenhängende Glaubwürdigkeit in der Rollengestaltung (es sei denn, es geht um etwas anderes ?!) darf nicht auf dem Rücken der Voigt ausgetragen werden. Von "konzertanten Aufführungen im Kostüm" sind wir in ihrem Fall weit entfernt.
Und weil in einem der zitierten Artikel der Name Netrebko gefallen ist: Was hat sie als Darstellerin der Voigt voraus? Ich habe im Feburar keine Donna Anna auf der Bühne der Wr. Staatsoper gesehen, bin aber sicher, bald wieder eine Isolde anzutreffen.
MfG, HP
|
|
 |
| 938 |
Helga |
17:41:12 |
20.03.2004 |
Voigt
Wollen wir die Dicken jetzt nicht sehen, weil sie uns ästhetisch irritieren, oder machen wir uns nur Sorgen um ihre Gesundheit? (Kränkung macht übrigens auch krank). „... daß Bewegung überhaupt kaum mehr stattfinden kann“ trifft gerade auf Deborah Voigt nicht zu. Es sind schon sehr viel dünnere Leute sehr viel linkischer auf der Bühne herumgestanden. Von der Stimme gar nicht zu reden. Aber wir können ja vorschlagen, zukünftig Oper im Playback zu spielen, im Film gibt es das ja schon lange. Vorne agieren die Schönen, und hinten werkt der Toningenieur. Dann kommen wenigstens auch Sänger zum Zug, die gelegentlich ein kleines Verstärkerchen brauchen. Die Musik geht den Bach runter, aber jedenfalls ästhetisch bebildert. Natürlich wären auch dicke Sänger lieber dünner, schon um sich nicht all die gängigen Sottisen über ihre Figur anhören zu müssen. Aber auch hier gilt, daß man gegen den Wind nicht so leicht klavierspielen kann. Näheres weiß Ihr Arzt. Ben Heppner hatte übrigens das Problem, daß manche Blutdruckpillen Hustenreiz auslösen. Hoffen wir also für seine Gesundheit und seine (relative) Schlankheit, denn seine Stimme ist momentan von einer ästhetischen Qualität, die mit nichts zu vergleichen ist.
|
|
 |
| 939 |
nobisotti |
00:08:57 |
21.03.2004 |
Voigt
Was war denn neulich mit Herrn Rootering in der Walküre in Wien ? Unvergessen auch das Desdemona-Gebet von Frau Sweet in Hamburg, als sie (von der noch anwesenden Emilia !!!) hochgehoben werden musste, um dann irgendwie zur Erwürgung ins Bett gehievt zu werden... Auch Frau Marc hat Anlass zum Schmunzeln gegeben. Da gibt es soooo viele... Aber WIR haben geschmunzelt. Jetzt ist es mal öffentlich geworden. Wer weiss denn, wie oft schon im Vorfeld übergewichtige Sänger/innen abgesetzt wurden.
|
|
 |
| 940 |
MF |
10:34:21 |
21.03.2004 |
Voigt
Also HP,
wenn ich die Wahl habe zwischen Waltraud Meier und Voigt als Isolde würde ich immer Meier bevorzuen, weil Sie eine Isolde auch darstellt und nicht nur singt.
Natürlich geht es im Fall Voigt nicht um eine Diskriminierung, sondern darum die Ariadne rollendeckend und produktionsbezogen zu besetzen. Keine Produktion, die sich selbst ernst nimmt, läuft unabhängig von den gecasteten SängerInnen. Als Negativbeispiel kann man den gerade veröffentlichten New Yorker Tristan mit Eaglen und Hepnner nennen. Das ist keine auf die Bühne gebrachte Oper mehr; das sind verkappte konzertante Afführungen, die wirklich keiner mehr sehen will.
|
|
 |
| 941 |
HP |
11:30:55 |
21.03.2004 |
Voigt
Lieber/r HF,
nun, daß Voigt (gerade) in Wien die Isolde nur gesungen habe, kann ich nicht nachvollziehen. Stimmt, die Eaglen/Heppner-DVD ist ein Unglück, aber Eaglen reicht - auch gesanglich - an Voigt meiner Meinung nach lange nicht heran. Und was das Zusammenstimmen von Produktion und Sänger betrifft: Haben Sie schon gesehen, wer in London den Bacchus singt?
MfG, HP
|
|
| 942 |
Mf |
11:35:12 |
21.03.2004 |
Voigt
Ja Richard Margison ist wohl auch etwas unglücklich gecastet. Aber diese Besetzung zeigt ja gerade, dass es bei Voigt nicht nur um das Gewicht gegangen sein kann, sondern dass andere Gründe, z.B. Plattenverträge, da durchaus eine Rolle gespielt haben können.
MF
|
|
 |
| 943 |
Helga |
12:34:09 |
21.03.2004 |
Voigt
Es ist offensichtlich eine Bosheit der Natur, daß schlanke Anmut und große Stimme so selten zusammengehen. (Wenn doch, dann heißt“s aber gleich „der/die ist ja nur eitel). Daß die Regie-und-Kostüm-Götter (auch die Traditionellen!) aus ihrem Konzept-Olymp herabsteigen und für alle praktikable Inszenierungen schaffen, kann man wohl nicht verlangen. Dazu ein Ausschnitt aus einem Interview mit Joseph Volpe (NY-Times, Allan Kozinn): VOLPE Well, directors have raised questions with me about singers, and quite frankly, my position is very clear. If we were hiring Debbie Voigt or any other singer who did not fit the director's concept physically, we would get another director. Because I would never allow a situation where our audience would not have the pleasure and the opportunity to hear Debbie sing Ariadne. She's the best Ariadne in the world today, and we would make sure we'd present her. In opera, yes, it's important that you have interesting productions and staging, but 75 percent is the music. And if you accept that, you can make that decision without any difficulty at all. KOZINN But when Angela Gheorghiu didn't want to wear a blond wig to sing Micaela in "Carmen," you told her, "The wig is going on, with you or without you," and another singer took her place. One could argue that it's a short leap from requiring that Angela Gheorghiu wear a blond wig to requiring that Deborah Voigt fit into a cocktail dress. VOLPE No. You see, if you open a new production and you have an agreed-upon concept, and then a singer comes in and says, "O.K., I'm going to do this or change that," and without any discussion, that's a different case, and that's why I took such a strong position. I hate last-minute surprises. But if a singer says, a year before, "I have a problem with this costume, can we do this or can we change that," that's a different thing. You can work within the concept of the production, and I think that's O.K.
|
|
 |
| 944 |
Peter und Eva |
14:02:37 |
21.03.2004 |
Voigt
Auf der Bühne werden prinzipiell fiktive Handlungen dargestellt. Die Aufgabe der Darsteller ist es, die Vorstellungskraft des Rezipienten zu mobilisieren. Ich sehe da keinen Unterschied, ob das durch eine/n dicke/n oder dünne/n Sänger/in geschieht. Frau Voigt braucht vielleicht gar nicht rank und schlank sein, denn allein durch ihre Stimme, ihren Ausdruck und ihre Präsenz vermag sie, die Rezipienten zu rühren und ihr Empfinden anzuregen. Wer eine besonders realistische bildliche Darstellung dazu benötigt, hört wahrscheinlich nicht richtig zu und verwehrt der Musik, in seine Emotionen einzudringen.
|
|
 |
| 945 |
Erich Karlsson |
14:39:24 |
21.03.2004 |
Voigt
Natürlich, auf der Bühne werden fiktive Handlungen vorgeführt, aber das gilt für den Film oder das Musical auch. Wenn ich in die Oper gehe, dann ist für mich beides wichtig, Musik und Optik (sonst könnte ich mir ja zuhause die Platten anhören). Ich brauche auch keine zwangsläufig realistische Handlung, das kann durchaus symbolisch oder sonstwie angedeutet sein - nur glaubwürdig muß es sein, und da wird mich eine schwerstgewichtige Mimi, Violetta oder Desdemona genauso wenig überzeugen wie eine dünne Bohnenstange als Warlaam, die den Steckbrief zur Lachnummer macht. Und mit dem "der Musik verwehren, in die Emotion einzudringen" kann ich leider nichts anfangen; das gehört für mich zu jenen verwaschen gefühlsbeladenen Begriffen, die meist dann aufgebracht werden, wenn ein WIRKLICHES zuhören, bei dem man sich hinterher auch darüber klar werde kann, was man gehört hat, eigentlich verweigert wird. Herr Volpe in allen Ehren, aber er zeigt auch sehr deutlich den Unterschied zwischen amerikanischer und europäischer Opernauffassung. In einem hat er allerdings recht: wer später zur Produktion dazukommt, hat sich anzupassen. Von daher hätte Herr Loy eben Frau Voigt nehmen müssen, ob sie ihm nun passt oder nicht. Ansonsten werden sich Sänger daran gewöhnen müssen, daß auch optische Gründe bei Besetzungen, für die es Alternativen gibt, eine Rolle spielen, egal ob die Partie nun (laut Tommasini in der NY) der "signature tune" ist - soetwas haben hierzulande die 20-Uhr-Nachrichten oder der "Tatort".
|
|
 |
| 946 |
Helga |
17:18:25 |
21.03.2004 |
Voigt
Wenn jemand versucht, mein „Empfinden anzuregen“ werd“ ich grantig. Wie heißt es doch so schön, man merkt die Absicht und man ist verstimmt. Und genauso grantig werde ich, wenn man versucht, jemanden aufgrund seines Äußeren dem Gespött preiszugeben, aus welchen Gründen auch immer. Und bei dieser Voigt-Geschichte schaut es gar nicht so aus, als ob da jemand nur aus tiefer Besorgnis um die Glaubwürdigkeit der Oper gehandelt hätte. Aber bleiben wir bei der Glaubwürdigkeit, die so gar nichts mit Realismus zu tun hat. (Realistisch sind nicht einmal die Reality-Shows). Am Sprechtheater ist Glaubwürdigkeit äußerst schwer herzustellen, bei einer Oper hat der Komponist schon fast die ganze Arbeit geleistet. (Darum können sich an der Oper so viele schlechte Stücke halten, die Leute kommen wegen der Musik und nicht wegen irgend einem Schmarrn von Libretto). Die optische Glaubwürdigkeit ist Sache von Regie, Bühnenbild, Licht, Kostüm usw., und darüber hätten wir ja schon immer wieder lang und breit diskutiert. Nur so viel, ich plädiere ganz sicher nicht für die althergebrachte Methode, irgend ein pseudo-realistisches Zwerg-Bumsti Bühnenbild hinzupflanzen und dann die Darsteller sich selbst zu überlassen, Hauptsache sie haben fast-echt-historische Krinolinen und Wämser an, egal ob’s paßt oder nicht. Aber „neu“ ist auch nicht immer gleich „gut“. Leegeräumte Bühnen und moderne Alltagskleidung tragen selten zur Erhellung bei. Sinnvolle Personenführung wäre da eine Idee, so daß man das Beziehungsgeflecht der handelnden Personen optisch erfassen kann. Man sollte ein Stück begreifen können, ohne das Buch zu kennen. Wenn das einem Regisseur gelingt, dann ist die Körbchengröße der Hauptdarstellerin ziemlich egal. Und wenn irgend eine Desdemona Probleme hat, sich vom Bühnenboden zu erheben, dann stellt ihr doch um Gottes Willen einen ordentlichen Betschemel hin. Otello wird’s aushalten.
|
|
 |
| 947 |
Erich Karlsson |
18:29:47 |
21.03.2004 |
Voigt
Da kann ich eigentlich nur zustimmen, ohne Personenführung ist es nämlich auch mit "normalen" Figuren manchmal stinkfad. Ich gucke gerade auf DVD den "Tell" 87 von der Scala, musikalisch großartig, aber Herumstehen, Händ ringen, damit hat es sich größtenteils. Und das hat mich damals schon - ich war drin - optisch gelangweilt (trotz eines phänomenal singenden Merritt, Mutis und einem sehr guten Rest.
|
|
 |
| 948 |
Peter und Eva |
19:41:53 |
21.03.2004 |
Voigt
Sie gehen nicht wegen des ästhetischen Reizes und der damit verbundenen Rührung in die Oper? Interessant. Weswegen dann? Um falsche Einsätze zu zählen? Oder um als gebildet und kultiviert zu gelten? Ich sage ja nicht, dass eine Inszenierung eine eindeutige Empfindung im Rezipienten auslösen soll, sondern viel mehr eine persönlche.
Und sie haben Recht, Herr Karlsson: Oper hat nichts mit Emotion zutun. Deswegen haben die meisten Komponisten auch nach einem fixen Tagesablauf ihre Musik zu Papier gebracht unabhängig davon, ob sie "in der richtigen Stimmung" waren oder nicht.
Wer in die Oper geht, will die Atmosphäre aufnehmen, denn natürlich vermittelt eine "Liveveranstaltung" eine andere Stimmung als eine Aufname. Und wenn das in ihnen keine ästhetischen Empfindungen auslöst, sollten sie vielleicht zuhause den Plattenspieler anwerfen und sich den Ärger über die angeblich so häßlichen Sänger ersparen.
|
|
 |
| 949 |
Helga |
20:49:58 |
21.03.2004 |
Voigt
Ich glaube, wir haben da ein Vokabelproblem. „Ästhetischer Reiz“, „Atmosphäre“, „Stimmung“ sind schon in Ordnung, kommt der Verstand zu kurz, bleibt das Erlebnis trotzdem schal. Mit „Rührung“ kann ich nichts anfangen, tut mir leid. Ich weiß schon, manche Opern sind ordentliche Schinken, darum bin ich auch sehr dankbar, wenn die Regie das Werk ein bißchen trockenlegt. Was das Komponieren angeht, „Emotion“ schreibt keine einzige Note. Es gehört einiger mathematischer Verstand dazu, sonst schaut nicht einmal ein ordentliches „Hänschen Klein“ heraus. Im Schlager-Business ist das direkt zu beobachten.
|
|
 |
| 950 |
Eva |
22:02:46 |
21.03.2004 |
Voigt
Gut. Mit Rührung meine ich nicht, die von ihnen genannten "Schinken", die ein paar kleine Tränchen in die Augen des Hörers bringen wollen, sondern eine persönliche Rührung, die durch den ästhetischen Reiz ausgelöst wird. Ich habe eine ungefähre Vorstellung davon, was sie mit "schal" meinen. Aber auch das Nachdenken über ein Werk beruht auf dem Reiz. Denn warum sollte man sich Gedanken über etwas machen, was so überhaupt keine Wirkung auf einen hat? Außerdem halte ich die bloße Rührung nicht für schal... Natürlich schreibt die Emotion keine Noten. Der Verstand allein tut es allerdings auch nicht. Denn das würde bedeuten, dass jeder mittelmäßig intelligente Mensch, der Noten lesen und schreiben kann, fähig wäre, ein musikalisches Werk erschaffen zu können. Und ich bin mir sicher, dass es viele Menschen gibt, die in der Lage sind, eine Melodie aufzuschreiben, aber das bedeutet noch lange nicht, dass sie damit auch etwas ausdrücken können. Es kommt eben auch kein "Hänschen Klein" heraus, wenn der Komponist intelligent ist, aber sich nicht vorstellen kann, wie es einem klienen Jungen alleine in der weiten Welt ergeht. Oder denken Sie, dass der "Freitod" einer Senta nachzuvollziehen wäre, wenn Wagner mit seiner Musik nicht das Publikum dazu bringen könnte? Musik ist etwas sehr Emotionales, und auch wenn ich kein Schlagerfan bin, warum sollte ich sagen, dass diese Musik weniger Wertigkeit hat als Die Frau ohne Schatten? Sie berührt andere Menschen auf eine vielleicht andere Art und Weise. Und daran kann ich nichts Schlechtes erkennen.
|
|
 |
| 951 |
Erich Karlssson |
22:53:30 |
21.03.2004 |
Voigt
Ich könnte zur "Rührung" und ähnlichen Dingen, ja eine ganze Menge anmerken, aber bei dem hohen Roß, mit dem hier Gefühlsschmalz als offenbar alleinige Möglichkeit der Annahme von Musik gesehen wird, lohnt sich das einfach nicht. Manchmal ist man solche Lichtjahre voneinander entfernt, daß Diskussion nicht mehr möglich und allenfalls Zeitverschwendung ist. Zu Ihrer Information: ein Richard Strauss z. B. hat wirklich genau nach Plan gearbeitet; aber dazu muß man halt auch etwas über Hintergründe wissen und nicht nur "fühlen".
|
|
 |
| 952 |
Eva |
02:56:26 |
22.03.2004 |
Voigt
Oh nein, Herr Karlsson, sie haben mich erwischt: ich kenne nicht die Biographien sämtlicher Künstler auswendig. Aber offensichtlich haben sie ja doch Emotionen, ansonsten wäre dieser Tiefschlag gegen mich wohl kaum notwendig gewesen, oder? ;-) Sie haben Selbstironie. Naja, dann geben sie halt auf. Schade daran finde ich nur, dass sie nicht bereit sind, wirklich auf die Beiträge anderer einzugehen.
Ernsthaft:
Frau Helga hat mit Sicherheit Recht, wenn sie die bloße (unverarbeitete) Emotion als schal bezeichnet. Aber das sture Auswendiglernen von Fakten, Daten und Künstlerbiographien ist mindestens genauso leer. Es ist als ob man den Geschmack eines guten Weines bis ins Detail beschreiben könnte, und ihn dennoch nicht mit der Zunge schmecken kann. Wahrscheinlich ist dies hier - so wie alles - eine Mischung aus mehreren Faktoren und es gibt viele Blickwinkel auf ein und dieselbe Sache.
|
|
 |
| 953 |
Helga |
11:38:19 |
22.03.2004 |
Voigt
Man könnte behaupten, Rührung verhält sich zu Gefühl wie Sacharin zu Würfelzucker. Aber auch ernsthaft, diese Diskussion geht um „den Kaiser sein Bart“, wie man in Wien so schön sagt. Ganz im Gegensatz zu manch romantischer Vorstellung sind Gefühl und Verstand keine feindlichen Gegensätze, sondern innerhalb unserer Köpfe zwei Seiten derselben „Münze“. Kein denken ohne fühlen, kein fühlen ohne denken, zumindest so lange, als das Individuum im Oberstübchen gesund ist. Was nun speziell die Musik angeht, besonders die klassische Musik, so erhöht Wissen den Genuß ungemein. Wissen ist aber auch ein Schutz: es wappnet gegen Manipulation. Denken Sie an die hinreißenden Militärmärsche! Richard Wagner war übrigens einer der genialsten Manipulierer. Er wußte genau, welche musikalischen „Schlenker“ welche Emotionen hervorrufen, und hat das auch ganz gezielt eingesetzt. Physik, nicht Musenkuß! Wenn Ihnen also beim nächsten Tristan die Blusenknöpfe abspringen, wissen Sie wenigstens, daß der Komponist das so vorgesehen hat.
|
|
 |
| 954 |
MF |
11:48:40 |
22.03.2004 |
Voigt
Damit wir wissen, wovon wir eigentlich sprechen: Anbei der entscheidende Auszug aus der offiziellen Presseerklärung der Royal Opera:
"Any production is a fusion of elements: musical, dramatic and visual. And any opera casting means assessing both the vocal and dramatic suitability for a certain role and certain production concept. That is fundamental to the art form."
|
|
| 955 |
Eva |
17:22:19 |
22.03.2004 |
Voigt
Danke, dass Sie sich Gedanken über meine Kleidung machen. Aber wenn tatsächlich die Knöpfe von meiner Bluse springen, dann bedeutet das nur, dass ich keinen Grant fühle bei Wagners Musik. Und das Sie in der Oper nichts anderes empfinden als eben diesen, finde ich ein bißchen schade. Ich fand diese Diskussion doch sehr interessant. Ich habe erkannt, dass das Hintergrund Wissen auch ein fester Bestandteil der Oper ist. Ich bin halt lernfähig, bin ja auch noch jung.
Und Sie haben Recht, MF, wir sind vom Thema abgekommen...
|
|
| 956 |
Michael Tanzler |
20:03:40 |
22.03.2004 |
Voigt
Stark, was sich da so tut! Eines - von einem "MF" glaub´ich , hat mich am meisten gestört, der schreibt, daß keine sich ernst nehmende Produktion ohne "gecastete" Sänger/Darsteller auskommt. Naja, nicht schlecht - weit sind wir ja wirklich nicht mehr von "Starmania" oder "DSDS" entfernt! Allein das Wort "casten" im Zusammenhang mit Oper löst bei mir Magenkrämpfe aus ...!M.T.
|
|
 |
| 957 |
MF |
21:14:29 |
22.03.2004 |
Voigt
Hallo Herr Tanzler,
ist Ihnen das Wort "buchen" lieber. Als Intendanz eines Hauses bucht man Sänger nicht unabhängig vom Produktionsteam (auch wenn das für Sie neu sein sollte). Also werden Künstler und Regisseur zusammengebracht, also gecastet.
Wie dem auch sei: Tatsache ist, dass eine Neuproduktion sich auch immer an den beteiligten Solisten orientiert. Oder, um es anders zu formulieren, eine Ariadne von Loy mit Voigt in der Hauptrolle hätte konzeptionell komplett anders ausgesehen, als eine Ariadne mit Petra Lang (das war die Premierenbesetzung). Voigt passt also nicht in das Konzept einer Ariadne-Aufführung, die ohne sie Premiere hatte.
Das ist doch wirklich nicht so unverständlich.
|
|
 |
| 958 |
Richard |
23:03:31 |
22.03.2004 |
Voigt
Ich dachte, Loy hat statt Voigt Anne Schwanewilms als Ariadne besetzt. Nun lese ich von der Mezzosopranistin Petra Lang, die allerdings laut ihrer Biografie diese Rolle bereits 2002 in London gesungen hat. Was war nun mit Schwanewilms?
|
|
| 959 |
MF |
00:14:45 |
23.03.2004 |
Voigt
Also: Die Loyproduktion ist von 2002 mit Lang als Ariadne. Nun gibt es eine Wiederaufnahme der gleichen Produktion. Für diese Reprise war Voigt erst vorgesehen, aber bereits vor mehr als 1 1/2 Jahren durch Schwanewilms ersetzt. Also es geht nicht um eine Premiere, sondern um eine bereits existierende Produktion, die natürlich nicht auf Voigt zugeschnitten war, da Petra Lang die Ariadne in der Premiere war.
|
|
| 960 |
Erich Karlsson |
01:42:15 |
23.03.2004 |
Voigt
Werter Herr Tanzler, MF hat überhaupt nichts "geschrieben", der hat die Pressemitteilung zitiert. Und im Englischen ist "casten" das absolut korrekte Wort - Fremdsprachenprobleme?
|
|
 |
| 961 |
Erich Karlsson |
02:05:17 |
23.03.2004 |
Voigt
An Eva, nicht zurückgeschlagen! 1:0 für Sie, ist doch immer spannend , wenn Leute anders reagieren als erwartet. Zum Verhältnis von Hirn und Emotion bei den Komponisten hat Helga ja schon viel gesagt, besser als ich das könnte. Aber noch kurz etwas zum "Auswendiglernen". Natürlich macht das sture Lernen von Daten und Fakten keinen Sinn. Das wäre wie zu meiner Zeit in der Schule, wo es als Strafarbeit 6 Strophen "Bürgschaft" oder den "Zauberlehrling" gab. Ich habe schnell gelernt, aber logischerweise weder den über den vordergründigen Inhalt hinausgehenden Gehalt der Stücke noch sprachliche Schönheiten oder gar formale Dinge wie Versmaß u. a. begriffen. Mit Hintergrundwissen hatte ich auch nicht Biographien-Lernerei gemeint. Das ist eine Sache die man sich nach und nach aneignet, wenn man sich für die Musik - nicht nur vordergründig für die Sänger oder für eine "hübsche" oder auch weniger hübsche Szenerie interessiert. Es ist wie beim Briefmarken sammeln: das fangen Sie als Kind vielleicht an, weil es so hübsche bunte Bildchen sind, aber wenn Sie sich ernsthaft damit beschäftigen, dann fangen Sie das "buddeln" an, über Details, Erstausgaben, Querverbindungen oder auch die Gründe, warum gerade dieses oder jenes Bild zu sehen ist und nicht ein anderes. Mit Musik ist es - ernsthaft und nicht nur als Abendunterhaltung gesehen - ähnlich. Zumindest ich möchte dann möglichst viel wissen, weil es mir hilft, Dinge nicht nur einfach toll - oder halt nicht toll - zu finden, sondern auch die Gründe dafür zu begreifen. Ansonsten stellt sich für mich nämlich sehr schnell die Gurnemanz-Frage "Weißt Du, was Du sahst?". UNd wenn ich mich dann nur habe vom Gefühl mitreissen lassen, dann muß ich wohl oder übel nein sagen, und das hinterläßt bei mir immer ein Unbehagen. MfG Erich Karlsson PS.: Dank an MF und Co für die Infos zur Londoner Ariadne. Das ändert an der Sachlage doch einiges.
|
|
 |
| 963 |
Michael Tanzler |
09:27:10 |
23.03.2004 |
Voigt
Liebe Freunde! Also , soweit ich sie in Erinnerung habe, ist auch Frau Lang nicht gerade mit einer "Modell-Figur" gesegnet ( wobei gesegnet ironisch gemeint ist, da ich "dürre Gräten", wie das bei uns in Wien heißt, ohnedies unerotisch und wenig fraulich finde). Soo großen Unterschied kann ich da nicht feststellen - aber bitte, vielleicht hat Frau Lang zwischenzeitlich abgenommen. Zum zweiten habe ich keine Fremdsprachenprobleme: ich habe vielleicht ein Muttersprachenproblem! Aber eigentlich haben das heute sehr viele , andere Leute, die die schöne DEUTSCHE Sprache durch diese widerlichen Anglismen entstellen! Dem muß man nicht Vorschub leisten! M.T.
|
|
 |
| 965 |
Anton Cupak |
10:09:45 |
23.03.2004 |
Voigt
Also, was ich mittlerweile so mitbekommen habe, sind wir einer etwas fehlerhaften Agenturmeldung aufgesessen, die Glauben machte, dass der "Rausschmiss" erst kürzlich erfolgte. An sich verlief also der "Austausch" doch relativ fair, zumindest wenn man bedenkt, dass wir wohl alle im Beruf oder auch im Privatleben mit vermeintlichen Ungerechtigkeiten fertig werden müssen, diese uns aber nicht mit Abfertigungssummen "versüsst" werden. So ist halt das Leben! Für die Ungenauigkeiten in der Erstberichterstattung bitte ich um Entschuldigung, aber ich habe die Meldung ungeprüft übernommen (Recherchen sind ein Zeitproblem). Aber in den grundsätzlichen Fragen war es schon eine interessante Diskussion und den "Irrtum" wert!
|
|
 |
| 976 |
Erich Karlsson |
16:13:39 |
23.03.2004 |
Voigt
Werter Herr Tanzler, da haben Sie offenbar etwas nicht begriffen. Ein Original-Zitat ist kein Anglizismus! Der wäre es erst, wenn Sie das Wort im Deutschen einfügen, das ist ein Unterschied. Aber es gibt nun einmal Worte, die sich inzwischen eingebürgert haben, oder wollen Sie den Regisseur durch den Spielleiter, die Software durch die Weichware etc. ersetzen. Und wenn wir auch noch alles hinausschmeissen, was aus dem Lateinischen oder Griechischen kommt, dann wären wir ziemlich sprachlos. Um kein Mißverständnis aufkommen zu lassen: für die inzwischen gerade in der Werbung in Mode stehende Zwangsanglisierung bin ich auch nicht zu haben. MfG Erich Karlsson
|
|
 |
| 977 |
Helga |
18:19:28 |
23.03.2004 |
Voigt
Ich denke mir auch, daß die deutsche Sprache das Wort „casting“ aushalten wird. Ebenso kann ich mir aber vorstellen, daß dieses flotte Wort unangenehme Visionen heraufbeschwört - und nicht nur bei Herrn Tanzler: Sänger treten vor dem Regisseur zum „casting“ an, die Damen im Bikini, die Herren in Ballett-Strumpfhosen, in der Hand ein Taferl mit ihren Maßen. Nach einigen Prüfungen in Hochspringen, Treppenrennen und Kopfstehen dürfen die Sieger dann ein Tonband mit einer Gesangsprobe abgeben. Das mag unernst klingen, aber vielleicht sind wir auf dem Weg dorthin.
|
|
 |
| 979 |
Eva |
18:58:04 |
23.03.2004 |
Voigt
Herr Karlsson,
diese Diskussion (und all ihre unschönen Ausuferungen, in denen es hauptsächlich um falsche Einsätze, Hänschen Kleins und von Blusen springenden Knöpfen ging) über das Gefühl und das Wissen ist ja von meinen Beitrag angekurbelt worden, in dem ich eine alte Theorie (Sulzer) über die Kunst zur Sprache brachte. Seltsamer Weise haben sich einige Leute auf den Begriff "Emotion" gestürzt, um ihn in Windeseile zu zerfetzen und lächerlich zu machen, obwohl er nicht die Kernnaussage meines Beitrags war. Aber egal. Ich stimme Ihnen ja zu, dass Hintergrundwissen hilft, um ein Werk (welcher Kunstrichtung auch immer) annähernd zu verstehen. Aber der Ursprung dieser Neugierde auf Wissen ist meiner Meinung nach dennoch der ästhetischen Reiz. Einfach weil er in der Regel das erste ist, das man wahrnimmt. Und die Wahrnehmung sollte man nicht unterbewerten, auch nicht ihre Veränderung im Laufe der Zeit durch Wissen, Erfahrung und Emotionen (die ja auch nie zu jedem Zeitpunkt die selben sind). Und, mal ehrlich, hätte der ästhetische Reiz überhaupt keine Bedeutung, so würden hier wohl kaum so viel Menschen über die Figur von Frau Voigt diskutieren.
Zum Wissen wollte ich noch eine Anmerkung machen: natürlich kann man viel Bücher über die verschiedensten Komponisten und Opern lesen, und es macht auch sicher Sinn, dies zu tun. Ich stehe dem dennoch etwas kritisch gegenüber, vorallem wenn es sich dabei um eine Werkinterpretation handelt. Natürlich sind diese nicht von Dummköpfen verfasst, trotzdem sollte man sich nicht immer der Autorität beugen, und vielleicht doch mehr auf eine eigene Interpretation, basierend auf Hintergrundwissen über den KOmponisten und Librettisten und auf der Wirkung, die ein Werk in einem hinterläßt, hinarbeiten.
(Die deutsche Sprache war immer (vor allem in Wien) den unterschiedlichsten Einflüssen ausgesetzt. Nicht nur Worte aus dem Lateinischen und Altgriechischen, auch tschechische, ungarische, jiddische Ausdrücke sind im Deutschen zu finden (nicht nur im Dialekt). Sprache ist nicht starr, sondern immer einem Wandel und äußeren Einflüssen unterlegen.)
|
|
 |
| 980 |
Helga |
19:17:02 |
23.03.2004 |
Voigt
Bitte die „Blusenknöpfe“ und „Hänschen Kleins“ auf mein Konto rückbuchen, der Karlsson kann nichts dafür. Nur kurz zum Bücher lesen: je mehr, desto besser. viele Meinungen vergleichen schützt vor Einseitigkeit.
|
|
| 981 |
Eva |
19:57:34 |
23.03.2004 |
Voigt
Helga,
ich habe Sie gemeint. Keine Angst, ich habe ein recht gutes Gedächtnis.
Und noch kurz zum Bücher lesen: das Gegenteil von ihrer Aussage entspricht nicht der meinen.
|
|
 |
| 983 |
Erich Karlsson |
21:03:35 |
23.03.2004 |
Voigt
Eva, Sie haben da schon völlig recht, man sollte nicht ungeprüft übernehmen, auch nicht aus im Prinzip schlauen Büchern, denn auch die können Fehler enthalten. Und die eigene Beschäftigung mit der Sache ersetzt das Lesen ohnehin nicht. Wenn Sie den ästhetischen Reiz (sei er optischer oder akustischer Natur) als Anfang ansehen, um sich für eine Sache zu interessieren, dann stimme ich ebenfalls zu, ebenso zur Veränderung der Wahrnehmung durch Wissen etc. Ich glaube, ich hatte mich durch die Formulierung in Ihrer ersten Mail in die Irre leiten lassen. Das "nicht zuhören, weil man der Musik verwehren will, in die Emotionen einzudringen" (ich hoffe, ich zitiere jetzt richtig) entsprach genau jenem Vokabular, das man von Leuten zu hören bekommt, die eine geistige Auseinandersetzung mit dem Stück, Hintergrundwissen oder gar das Lesen von musikalischen Interpretationen ablehnen und Musik als rein mit dem Gefühl erfassbar apostrophieren, und da bin ich relativ allergisch, weil dahinter häufig schlicht Bequemlichkeit steckt oder auch das nicht vorhandene Wissen zum Positivum hochstilisiert wird. Eine derartige Annahme hat sich ja bei Ihnen nun eindeutig als falsch erwiesen. In einem Punkt bin ich aber doch etwas anderer Ansicht. Zumindest ich muß bei einem Stück, wenn ich sehr genau, also auch musikalisch analytisch hören will (und anders kommen Sie mit einem Nono nicht klar, wenn Sie auch noch darüber etwas sinnvolles schreiben wollen) schon etwas die Emotion wegschalten, weil sie mich sonst im genauen Hören behindert, bzw. ich hinterher dem Leser nur meine dabei assoziierten Gefühle mitteilen kann, und das würde dann ein persönlicher "Erlebnisbericht", mehr nicht. MfG Erich Karlsson
|
|
 |
| 1750 |
TutnixzurSache |
18:17:03 |
04.07.2004 |
Voigt
Ihre Einstellung zu gewichtigen Opernsängern zeigt, dass es Ihnen mehr auf die Optik als auf die gesangl. Qualitäten ankommt. Sicherlich ist es fürs Auge schöner, eine schöne Sopranistin vor sich zu haben - aber in erster Linie geht es ja wohl darum, was jemand gesanglich leistet und hier geht es schliesslcih nicht um eine Traviata ! Dann hätte Jessye Norman nie Karriere machen dürfen, Jan-Hendrik Rootering würden Sie dann kurzum aus den Münchner Meistersingern werfen und die von mir sehr geschätzte und leider viel zu früh (nicht wegen Gewicht) verstorbene Lucia Popp hatte stets Gewichtsprobleme - mal mehr mal weniger - hätte dann auch aussortiert werden sollen ? Ein Glück, dass nicht jeder so denkt wie Sie , dann würde die Opernwelt nur noch nach der Optik einer Netrebko und eines Thomas Hampson (der sowohl optisch als auch stimmlich/künstlerisch über jede Kritik erhaben ist) geurteilt werden. Kann mir schon vorstellen, wie Sie Ihre Freundinnen ausgewählt haben.... mfg
|
|
 |
| 1751 |
Horst Wipperfuert |
21:04:03 |
04.07.2004 |
Voigt
Herr Buhmann hat völlig recht !
Es gibt auch normal-aussehende hervorragende Sänger.
Fettleibigkeit und Übergewicht ist meistens angefressen - also vermeidbar.
Was sollen die persönlichen Unterstellungen an einen Forumsteilnehmer; die haben hier nichts zu suchen.
Nur zu Ihrer Information:
Frau Norman hat sich ihres Übergewichtes geschämt und ist deshalt nicht mehr in der Oper aufgetreten - eine intelligente Frau !
"Erhaben" - au weiha !
Sie haben wohl zuhause einen Künstleraltar und zeigen neuen Freundinnen stets ihre Autogrammsammlung.
Bitte weiterbeten ! H.W.
|
|
 |
| 1752 |
Bertold Buhmann |
21:36:11 |
04.07.2004 |
Voigt
Danke Horst, aber da sollte ich wohl selber auch antworten:
Schön, das dieses Thema noch nicht erledigt ist.
Also mein Beitrag war durchaus ironisch gedacht.
Ich habe wirklich nichts gegen Sänger, die stark übergewichtig sind. Ich möchte die nur nicht sehen, das widerspricht meinen ästhetischen Vorstellungen von MUSIKTHEATER.
Wenn solch eine Schmalzstulle von Liebe singt, würde der doch seine Partnerin schon beim Vorspiel zerquetschen.
Natürlich gibt es DICKE, die traumhaft singen - ich mache dann in der Oper die Augen zu und genieße das auch. Aber ist das normal ? Ist das Theater ?
Es gibt Menschen, die schauen gerne DICKEN zu. O.K. !
Es gibt auch Opernfans, die finden das toll, wenn eine Gruppe dicker Sänger/innen auf der Bühne rumsteht, als warten sie auf den Bus - gleichzeitig aber verbal Handlung simuliert.
Pavarotti sitzt nur noch auf Bühnen rum und trotzdem jubeln die Fans noch zu Tausenden ! Der kiegt sogar noch BRAVO wenn er das 13. Glas Wasser trinkt.
Chaqu´un a son gout oder heißt es "ragout" (themenbezogen !)???
Es gibt halt auch Fans für singende Bratklopse...ich tolleriere das.
Also laßt die Dicken singen !
Gruß B.B.
P.S.
Buhmann nicht Bardot !
|
|
 |
| 1753 |
Helga |
22:09:34 |
04.07.2004 |
Voigt
So toll ist Ihre Toleranz auch wieder nicht.
|
|
| 1754 |
matthias |
23:48:19 |
04.07.2004 |
Voigt
Kann mir schon vorstellen, wie Sie Ihre Freundinnen ausgewählt haben....?????
dralle fuffzigerin müsste ja wohl privatim ncih in 20 und schwindsüchtig machen oder... il teatro e la vita non sono la stessa cosa..
|
|
 |
| 1755 |
Christine |
00:11:09 |
05.07.2004 |
Voigt
Hr. Buhmann schrieb: Wenn solch eine Schmalzstulle von Liebe singt, würde der doch seine Partnerin schon beim Vorspiel zerquetschen.
Ich schließe also daraus, daß nur schlanke Menschen lieben können, nicht wahr?
Pavarotti ist übrigens nicht immer nur auf der Bühne herumgesessen und war stets ein schlechter Schauspieler, aber von seinem Erfolg, seinem Charisma usw. würde sich manch schlanker Sänger gern was abschneiden. Er wurde geliebt und wird es heute noch, auch wenn das manche nicht verstehen können.
Ich finde Diskussionen, die das Aussehen eines Sängers betreffen, absolut menschenverachtend, wenn eine schöne Stimme keiner hören wollte, weil sie aus einem häßlichen Körper kommt, dann würden die Opernhäuser leer sein, wenn diese SängerInnen singen, sind sie aber nicht.
Ich für meinen Teil hoffe, daß sich weiterhin die Stimmen durchsetzen werden und nicht Äußerlichkeiten, wobei auch ich wie jeder andere mich freue, wenn beides zusammentrifft!
Christine
|
|
 |
| 1757 |
ALTENAER; M.A. |
11:21:48 |
05.07.2004 |
Voigt
Mein lieber BB! Das ist ja wohl das letzte an Geschmacklosigkeit was ich hier seit langem im Forum lesen mußte. Ihr Beitrag gehörte eigentlich nach Den Haag gezerrt! Gehören auch Sie zu der Spezies Homo sapiens die für nicht normalgewichtige wieder KZ's fordern?????? Dieser Beitrag ist menschenverachtend, denken Sie mal in einer ruhigen Stunde drüber nach. Weiß Gott, um zum eigentlichen Thema zurückzukommen, gibt es genügend schlecht singende, schlecht schauspielernde Dünne. Da ziehe ich dann die besser singende und spielende Dick-Variante vor. Mit (voll)schlanken Grüßen DA
|
|
 |
| 1758 |
Helga |
11:45:35 |
05.07.2004 |
Voigt
Nicht doch, Frau Christine, der „tolle“ Herr Buhmann wird nie und nimmer menschenverachtend sein, nur weil er dicke Sänger „Bratklopse“ oder „Schmalzstullen“ nennt und sich über ihr Intimleben Gedanken macht. Nur ein kleines, originelles Scherzchen, nich wa? Il teatro e la vita non sono la stessa cosa – so ist es. Trotzdem ist die „Meta-Kunst“ Oper in ihrer jetzt-und-hier Aufführungspraxis lebensnäher als die gängige elektronische Unterhaltung. Auf der Opernbühne agieren wirkliche Sänger, lebendige Menschen, die eben auch wie Menschen ausschauen und nicht wie zurechtgeschnitzte Supermodels oder virtuelle Klonwesen. Es muß nicht jeder jedem gefallen, aber alle Menschen haben einen gewissen Anspruch auf Achtung oder zumindest ganz banale Höflichkeit
|
|
 |
| 1762 |
Beckmesser |
20:19:46 |
05.07.2004 |
zuviel Voigt
Dachte das Thema war abgeschlossen und jetzt hagelt es im Forum noch interne Beleidigungen?
Warum müssen es denn immer bürgerliche Freundinnen sein - hier werden doch auch Schwule tippen?
Ich war bei der besagten ARIADNE Serie (26.6.) und musste feststellen das die füllige Fr.V. niemanden abgegangen ist, denn man hatte mit Fr. Schwanewilms einen hervorragenden, stilistisch sicheren, ganz in Della Casa Manier singenden Ersatz.
Schlimm aber fand ich das der Herr Loy für das simple Stück VIER -4- schwierige Bühnenbilder brauchte um SEINE LESEART verkaufen zu können. Einfach gehts wohl heute nicht mehr - überall zuviel Geld?
Und Frau Voigt hätte kaum die Ariadne (Oper) als hysterische Schwester der Senta, wie von Loy gelesen, über die Rampe gebracht. Es werden heute bei dem Regietheaterunfug von den SängerInnen Bühnen Positionen verlangt die man mit der Kleidergröße Voigt nicht mehr nachvollziehen kann. Das kleine schwarze "Kombinäscherl" (Unterkleid) war wohl nur der diplomatische Teil für die Ausladung, welche der Sopranistin unbezahlte PR brachte.Vielleicht macht sie zwischenzeitlich mit der ROH Gage die angekündigte Diät ?
Neu ist mir das Ms. Norman unter ihrem Körperumfang gelitten hätte, wie hier jemand schrieb. Die hat doch die Dicken erst recht stilisiert mit ihren (Konzert)Fummeln und wenn ich an ihre NY Kundry-Klingsohr Szene auf dem Wasserbett denke, dann genoß sie diese.
|
|
 |
| 1764 |
Bertold Buhmann |
21:36:20 |
05.07.2004 |
zuviel Voigt
Donnerwetter !!! Das ist ja eine tolle Resonanz; ei wie der Mensch doch berechenbar ist...besonders der wahre Opernfreund. Ich sollte mich als Pressesprecher bei Bieito bewerben.
Zu Helga: kommt "tollerieren" nicht von "Tollhaus" ? Egal, finde Ihre Beiträge toll !
Zu Matthias: Daneben Junge...ich bin schwul !
Zu Christine: Pavarotti hat Charisma ??? Ja stimmt.... zu GELD !
Übergewicht ist heilbar ! F d H !!! d.h sogar ohne Tabletten.
"Menschenverachtend "ist das Auftreten der USA im IRAK !!
Ihr letzter Satz vereint uns in Frieden und Freundschaft.
Zu Altenaer: Mein Gott lieber MA ("Master of Attack"???), was haben Sie denn für Kanonenschläge im Kopf; warum mit Kanonen nach Spatzen schießen, wenn es Atombomben gibt. Vielleicht sollten Sie mal öfter den politischen Teil Ihrer Tages-Zeitung lesen.
Denken Sie mal einige ruhige Stunden über Ihre WORTWAHL nach !
Dann lesen Sie nochmal in Ruhe, was da am Ende steht: "Laßt die Dicken singen!" Den "totalen Krieg" wollte in diesem Forum ein anderer !
Bitte lassen Sie zukünftig den DEUTSCHEN PANZER in Ihrer Garage, besser verschrotten. Der hat schon genug plattgewalzt.
Es tut mir ja nun leid, daß ich ausgerechnet meinen Finger in Ihre Gralswunde gelegt habe.
Zu Helga: Helga, ich lieb Sie ! Endlich jemand in diesem Forum der wohl mit beiden Füßen im Leben steht und über die nötige Empathie, den Sprachwitz und die Intelligenz verfügt würdig und unterhaltsam zu diskutieren.
SO LEUTE DAS WAR ES !
Danke nochmal für Eure Teilnmahme an meiner kleinen psychologischen Studie; werde bei ggf. Veröffentlichung natürlich Eure Namen (?) ändern.
"Euer Drohen hat kein Schrecken, Cassius; denn ich bin so bewehrt durch Redlichkeit, daß es vorbeizieht, wie der leere Wind."
Shakespeare, JULIUS CAESAR
Identifiziere mich da mit Brutus.
Euer Bertold Buhmann
|
|
 |
| 1765 |
Helga |
22:00:27 |
05.07.2004 |
zuviel Voigt
Auch JULIUS CAESAR: laßt wohlbeleibte Männer um mich sein.......
|
|
| 1766 |
Bertold Buhmann |
22:55:09 |
05.07.2004 |
zuviel Voigt
Na klar....die mußten kämpfen und nicht singen, oder andere unanständige Dinge tun.
Gute Nacht, liebe Helga !
Gute Nacht Freunde !
ENDE
Hochachtungsvoll
Bertold Buhmann
|
|
| 1769 |
Ulrich Dahmen |
10:21:44 |
06.07.2004 |
zuviel Voigt
Zu dem Thema sollte nun wirklich inzwischen genug gesagt sein, deshalb nur soviel: Den Beiträgen von Christine, Helga und Beckmesser kann ich weitgehend zustimmen, der von Herrn Altenaer spricht mir aus der Seele. Die arroganten Einlassungen von B.B. finde ich dagegen zum K.... Wie sagt er doch so schön: "habe die Ehre"
|
|
 |
| 1770 |
Verena Brunkhorst |
12:20:41 |
06.07.2004 |
zuviel Voigt
Typisch Männer !
Da schreibt endlich mal einer mit Empathie und Witz (und packt so auf nette Art höchst ungern gehörte Wahrheiten ein) da stehen die Verklemmten schon Schlange. Menschen, die wohl im Leben keine Gesprächspartner finden, labern hier was das Zeug hält. Liest überhaupt einer diese Akte verbaler Selbstbefriedigung ?
Spricht aus den Formulierungen eines Herrn Tanzlers der blanke Faschismus, so sind seine Jünger und Fans ,(heißen Sie nun Altenaer, Beckmesser oder Dahmen) wahrscheinlich sogar diesselben Schreiber unter Pseudonymen, noch unerträglicher.
Besser 1 Buhmann, als solch ranzig macho-haft überflüssiges Gesülze von Menschen, die augenscheinlich im Leben nichts sinnvolles mehr zu tun haben.
Das kotzt wirklich an.
Verena B.
|
|
 |
| 1771 |
Verena Brunkhorst |
12:20:58 |
06.07.2004 |
zuviel Voigt
Typisch Männer !
Da schreibt endlich mal einer mit Empathie und Witz (und packt so auf nette Art höchst ungern gehörte Wahrheiten ein) da stehen die Verklemmten schon Schlange. Menschen, die wohl im Leben keine Gesprächspartner finden, labern hier was das Zeug hält. Liest überhaupt einer diese Akte verbaler Selbstbefriedigung ?
Spricht aus den Formulierungen eines Herrn Tanzlers der blanke Faschismus, so sind seine Jünger und Fans ,(heißen Sie nun Altenaer, Beckmesser oder Dahmen) wahrscheinlich sogar diesselben Schreiber unter Pseudonymen, noch unerträglicher.
Besser 1 Buhmann, als solch ranzig macho-haft überflüssiges Gesülze von Menschen, die augenscheinlich im Leben nichts sinnvolles mehr zu tun haben.
Das kotzt wirklich an.
Verena B.
|
|
 |
| 1772 |
Jack MacLane |
12:30:58 |
06.07.2004 |
zuviel Voigt
Hey Buddy,
in America we´re all fat. Nobody cares. Burger-Land ! Real Steaks !! Best bear !!!
Germans are Krauts and eat Kraut and terribly look alike.
Opera is life !
Better happy and fat as thin, nervous and aggressive.
I and all americans love fat opera-singers.
Jack
|
|
 |
| 1773 |
Udo Wertenbroich |
12:44:20 |
06.07.2004 |
zuviel Voigt
Bitte aufhören mit dem Thema !
Ich kann es nicht mehr hören. Mir schmeckt schon das Essen nicht mehr.
Das ist wie mit den Rauchern, da ist jede Diskussion zwecklos und sinnlos.
Mein Gott nun laßt doch die Dicken singen; da gibt es doch auch gute Rollen (Falstaff, Wotan...in letzter Zeit auch Siegfried), die so adäquat besetzt werden können.
Der eine mag es so, der andere anders. Wir hatten zuletzt im Kölner Karneval das Motto: JEDER JECK IS ANNERS !
(auf deutsch: Jeder Spaßvogel hat einen anderen Geschmack !)
Hört auf + akzeptiert Euch und andere als menschliche Individuen, mit allen Schwächen und Vorurteilen !
Nur eines will ich noch (in dieser Diskussion) das Ende ! Und für das Ende sorgt (hoffentlich) Herr Cupak.
Tschüsskes aus Köln Udo
|
|
 |
| 1774 |
Bertold Buhmann |
12:49:38 |
06.07.2004 |
zuviel Voigt
Herr Udo Wertenbroich !
Ich nehme Ihren wunderbaren Beitrag zur Versöhnung an.
Ich von mir aus beende diese Diskussion hiermit - versprochen !
DANKE
TSCHÖH mit Ö nach Kölle
Ihr B.B.
|
|
| 1775 |
HP |
12:51:28 |
06.07.2004 |
zuviel Voigt
Jaja, Bären sind bekanntermaßen neben Steaks und Burgern hauptverantwortlich für das überdurchschnittliche Gewicht der Amerikaner...
Weiter auf Deutsch?
|
|
| 1778 |
Michael Tanzler |
14:16:02 |
06.07.2004 |
zuviel Voigt
Der einzig wirklich passende Beitrag ist der von Mr. Jack McLane! Marvellous! Unglaublich, daß BB noch unterboten werden kann, aber diese Dame - Brunkhorst oder dergleichen - schafft sogar dies noch! Sie setzt hier den wahren Tiefpunkt! Gratuliere! M.T.
|
|
 |
| 1779 |
Erich Karlsson |
15:10:31 |
06.07.2004 |
zuviel Voigt
Spricht aus den Formulierungen eines Herrn Tanzlers der blanke Faschismus, so sind seine Jünger und Fans ,(heißen Sie nun Altenaer, Beckmesser oder Dahmen) wahrscheinlich sogar diesselben Schreiber unter Pseudonymen, noch unerträglicher.
Ad 1: Es handelt sich nicht!! um dieselben Personen unter Pseudonymen, was ich zufällig definitiv weiß. Der eine ist Hamburger, der zweite aus NRW und der dritte Wiener. So Sie die Herren Dahmen und Altenaer zu den "Jüngern und Fans" von Herrn Tanzler rechnen, dann haben Sie anscheinend bisher kaum etwas gelesen und keine Ahnung
Menschen, die wohl im Leben keine Gesprächspartner finden, labern hier was das Zeug hält. Der Satz fällt bei den inhaltlichen Fehlern auf Sie selbst zurück.
Ansonsten kann ich nur Herrn Wertenbroich zustimmen: Nur eines will ich noch, das Ende. Ansonsten kann man hier wirklich nur noch den Abgang machen.
|
|
 |
| 1782 |
Michael Tanzler |
16:13:17 |
06.07.2004 |
zuviel Voigt
Hier muß ich - leider - Herrn Karlsson zustimmen, was ich ungern tue, aber was es hat, das hats. Man kann den genannten Herren vieles nachsagen, nur eines nicht: "meine Jünger zu sein"! Hätte ebenso wenig Interesse daran, wie die Herren an mir - beide Teile berechtigterweise! M.T.
|
|
 |
| 1784 |
Beckmesser |
18:23:05 |
06.07.2004 |
zuviel Voigt
T'schuldigung vorweg, ich habe die Lesben vergessen!
zu # 1764 und den neidigen Bürger welcher Pavarotti sein Bühnen Charisma absprechen will (?) und nur von Geld schreibt!
Den Neider möchte ich an die ungezähligen Sensationsabende seit 1964 erinnern, inklusive - bsonders die ersten Tonio's am ROH. Oder sind wir zu jung dafür?
Klar hatte auch er eine Sympathie für Geld! Sie nicht?
Ist Geld verdienen mit der (Opern) Klassik verboten?
Tennis, Formel 1, im Sport generell, in der Pop Branche überall wird unheimlich viel Geld verdient und damit hausiert! Dort ist es legitim.
Warum soll das bei der Klassik und deren Zugpferden nicht auch so sein? Meist sind es ohnehin Privatgelder.(Sponoren).
Also, man lasse mir bitte den LPavarotti und die gut verdienenden Klassiksänger insgesamt in Ruh!
|
|
 |
| 1786 |
Bertold Buhmann |
19:31:25 |
06.07.2004 |
zuviel Voigt
Lieber Beckmesser !
Wo Sie recht haben, da haben Sie recht; der hatte in jungen Jahren wirklich eine begnadete Stimme (es gint keinen besseren LIEBESTRANK).
Im weiteren geht es aber nicht mehr um GELD verdienen, sondern um GELD scheffeln.
Das kritisiere ich sowohl an Ackermann, wie an dem besagten schweizer Rennfahrer, als auch an anderen.
Rauche mit Ihnen da gerne die Friedenspfeife.
Bin ehrlich nicht neidisch; würde aber, wenn ich nun soviel Geld und künstlerische Macht hätte, das meiste in die Entdeckung und Wiedererweckung vergessener Opern stecken.
Das wäre echte Verantwortung gegenüber dieser großen Kunst.
Grüße Bertold Buhmann
|
|
 |
| 1787 |
Markus |
07:11:27 |
07.07.2004 |
zuviel Voigt
Ein ähnliches Beispiel hatten wir ja auch in München, als Cheryl Studer aus der Freischütz-Produktion gehieft wurde. Angeblich wegen stimmlicher Mängel, aber die Gerüchte, dass auch andere Attribute ausschlaggebend waren, halten sich bis heute.
Für mich persönlich steht immer noch die Musik im Vordergrund. Da ist es mir primär wichtig, dass der Sänger oder die Sängerin da vorne ordentlich singt. Die optische Sache ist da für mich eher zweitrangig. In der Vergangenheit, wo auch im Inzenierungsstil die Musik und das Werk im Vordergrund standen, spielte das Äußere der Sänger nicht so die entscheidende Rolle. Heutzutage, wo die Regisseure mit den Werken machen was sie wollen, von den Sängern neben den gesanglichen auch noch körperliche Höchsleistungen verlangen, hat sich das Ganze leider etwas verschoben. Eine bedauerliche Entwicklung.
Grüsse, Markus
|
|
 |
| 1788 |
Michael Tanzler |
20:30:25 |
08.07.2004 |
zuviel Voigt
Markus - ich gratuliere! Punktgenau getroffen! M.T.
|
|
| 1790 |
matthias |
20:38:15 |
08.07.2004 |
zuviel Voigt
und wozu geht man dann ins theater... ich denk, sollt passen ton und wort heissts in den meistersingern. wär dann ja wohl, ich denk sollt passen rolle, ton und optik, oder...
|
|
 |
| 1955 |
Baethmenn |
20:42:41 |
20.07.2004 |
zuviel Voigt ! Quatsch ! Laßt Dicke ran !!!
Was soll der Quatsch !?
Kein Schmalspursänger, Dünnbrettbohrer, Saunauntensitzer oder wie diese Hänflinge alle heißen kann so wunderbar singen, wie die Voigt, Pavarotti, die Caballé, die Price....oder ähnliche Heroen/ienen.
Schaut Euch die Generation der modernen (!) Wagner-Sänger/innen an !
Dünn an Gestalt; dünner im Gesang - ab der 9 Reihe nicht mehr zu hören - müssen übertitelt werden !!! Welch ein Armutszeugnis !
Da muß dann das Orchester "kammermusikalisch" spielen. Hahah !
Wer nix auf den Knochen hat soll Schlager singen, aber nicht Wagner.
Schauspieler ans Schauspiel, Twiggys zur Modenschau ! Wir wollen Sängerpersönlichkeiten mit Resonanzraum - und die gibt es kaum unter 100 Kilo !
Tretet endlich mit mehr Selbstbewußtsein auf; die Gleichung: gut=schwer ist für große Opern ehernes Gesetz.
B.
|
|
 |
| 2582 |
Beckmesser |
11:43:12 |
14.10.2004 |
zuviel Voigt ?
Die gute Frau sollte im November 2004 in Vancouver die Marschallin ausprobieren und hat dieser Tage abgesagt!
Sie konnte die lange Partie nicht lernen - weil sie und Familie unter den Florida Hurricanes gelitten hätten. Sehr professionell.
Und ich will nicht anführen unter welchen Umständen die Kriegs / Nachkriegssängergeneration Rollen studieren/probieren musste. Das ist ohnehin in den Biographien nachzulesne
Berlin und Wien sind die nächsten Marschallinen Stationen für die feste Frau - ob sie die etwas 30 Minuten singen bis dahin kann? Dann wird sie sich wohl an die beiden Brünhilden machen müssen, die sollte sie in den Jahren doch erlernen?
|
|
| 2612 |
Newcomer |
15:20:30 |
16.10.2004 |
zuviel Voigt ?
EIN SEHR INTERESSANTER BEITRAG
|
|
AW: ID, der Nachricht, auf welche geantwortet wurde.
Für die Beiträge ist der jeweilige Verfasser verantwortlich. Moderator des Forums ist Anton Cupak
|
|