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Aktuelles Dokument: Forum/Beitrag lesen
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| 9726 |
Scooter |
15:38:58 |
19.09.2007 |
Henze PHÄDRA - Merker-Kritik
Daß "Henzes Kraft erlahmt sei", wie ihr Kritiker schreibt, kann ich und auch die Mehrheit des Brüsseler Publikums kaum bestätigen. PHÄDRA ist ein geniales Meisterwerk - das Spätwerk eines ganz großen Komponisten. Es wurde auch künstlerisch hervorragend umgesetzt. Den erfahrenen Axel Köhler als "abgesungen" zu bezeichnen ist eine Frechheit! Darüberhinaus hat Dr. Mussbach mal wieder eine facettenreiche und hochintelligente Inszenierung auf die Beine gestellt, aber wer´s nicht versteht, dem ist nicht zu helfen. Mal ein bißchen länger Nachdenken fällt in der heutigen Zeit anscheinend vielen Menschen schwer. Geniale Konzepte haben es heute eben besonders schwer - siehe auch die großartige Arbeit (Pelleas und Melisande) von Herrn Nel an der Rheinoper Düsseldorf. Selten hat ein Regisseur ein Werk in so feinsinniger Psychologisierung ausgelotet. Die meisten Kritiker haben es hoch gelobt. Im Merker-online war mal wieder anderes zu lesen.
mfG Paul
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| 9727 |
ighino |
16:01:22 |
19.09.2007 |
Henze PHÄDRA - Merker-Kritik
werter paul/scooter, ich weiß ja nicht auf welche quellen sie sich beziehen, aber die düsseldorfer tagespresse, rp, wz - um nur die größten zu nennen, waren durch die bank, was die regie anbelangt, der meinung des merker-online chronisten. ausserdem scheint es heute schick zu sein trash inszenierungen toll und genial zu finden, nur damit man sich ja nicht die blöße gibt, die kruden einfälle miß- oder erst gar nicht verstanden zu haben. aber wie sagt man bei uns im rheinland so schön: jede jeck is angers un mr muß uch jünne künne (für immis: jeder jeck=narr ist anders und man muß auch gönnen können) tach zusammen
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| 9729 |
ighino |
16:12:48 |
19.09.2007 |
Henze PHÄDRA - Merker-Kritik
nur als marginalie, der fazit zum pelleas von kollege schmöe vom omm : Der Spagat zwischen Symbolismus und bürgerlichem Trauerspiel fällt ins Wasser: Die Regie gibt Antworten, nach denen die Oper gar nicht fragt. Musikalisch überzeugend.
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| 9730 |
Mime |
18:01:58 |
19.09.2007 |
Henze PHÄDRA - Merker-Kritik
@9729:
jetzt haben sie sich aber schon ganz schön selbst ans bein gepinkelt.
"die regie gibt antworten, nach denen die oper gar nicht fragt".
na wunderbar. jetzt wissen wir endlich warum so viele moderne trash-regisseure etwas vollkommen anderes auf die bühne stellen als im libretto bzw. der handlung steht.
nur ... richtige anworten auf falsche fragen führen auch nicht weiter. wenn ich bei der reifeprüfung ein antwort gebe, die zwar im inhalt vollkommen richtig ist, aber mit der frage nicht das geringste zu tun hat, werde ich trotzdem durchfallen, und zwar mit bomben und granaten.
soviel dazu von einem opern-freak dem die wallmann-tosca genauso gut gefällt wie die carsen-frau ohne schatten begeistert oder krämers jüdin aufgewirbelt hat.
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| 9731 |
Bertold von Buhmann |
23:29:43 |
19.09.2007 |
u. a. Wunderregisseur Nel
Wenn jemand eine Diplom-Psychologin beschäftigt, um eine Oper zu inszenieren, kann er nach - meiner persönlichen Einschätzung - nicht gerade ein Regie-Genius sein!? Obwohl die Produktion in meiner Heimatstadt Düsseldorf aufgeführt wurde, kann ich leider nicht mehr dazu sagen, da ich von einem guten Freund (der die Generalprobe gesehen hatte) vor dem Besuch gewarnt wurde: "Psycho Stuss!" Die vielen anderen Kritiken machen es durchaus glaubhaft. Sind Sie , Meister Scooter, vielleicht mit dem Regisseur irgendwie verbandelt?
BvB
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